Rückblick auf den Roadtrip von Darwin nach Perth (Teil 6): Eine Rundreise durch den Südwesten

Ein Roadtrip von Darwin nach Perth endet ja typischerweise in Perth, nachdem man die Nordwest- und Westküste abgefahren hat.

Man kann aber auch ganz gut die im Rückblick beschriebenen Teil 5 und Teil 4 des Roadtrips mit einer Rundreise durch den Südwesten kombinieren. Oder einfach an den Roadtrip als Bonus anhängen, wenn man genügend Zeit hat. Solch eine Rundreise lässt sich sehr gut mit einem 2WD Camper angehen. Ich war auf meiner zweiten Reise mit dem 4WD Campervan unterwegs, womit ich im Süden ein paar längere Schotterstrecken durch die Regenwälder geniessen konnte.

Für eine Rundreise durch den Südwesten würde ich etwa 3 Wochen einplanen. Ich hatte auf meinem Roadtrip knapp 4 Wochen eingeplant, woraus dann 4.5 Wochen wurden. Das war aber eigentlich etwas zu grosszügig. Zusätzliche 7-10 Tage hätte ich im Norden (Teil 3) verbringen können: Aber die späte Reisezeit Ende September (feuchte Hitze der Ramp-Up-Season, Saisonende in den Caravan Parks und Campgrounds) hat mich auf diesem Abschnitt der Reise (Teil 3) etwas zu einem rascheren Reiseverlauf angetrieben.

Die optimale Reisezeit für den Südwesten wäre die Zeit nach den australischen Sommerferien bis zum Herbst. Im australischen Frühling kann es im Südwesten nachts noch ziemlich kalt werden. Man muss besonders ganz im Süden auch mal mit Regen rechnen: Sonst gäbe es dort wohl keine gemässigten Regenwälder…

Wheatbelt, Hyden (Wave Rock)

Meine Rundreise beginnt anfangs November mit Regengüssen und empfindlich tiefen Temperaturen durch die Staatswälder rund um Perth und dann durch den unendlichen Wheatbelt bis nach Hyden.

Seinen Namen erhielt der Westaustralische Wheatbelt vom Weizenanbau. Der Weizen wurde von den europäischen Siedlern im Zuge der Erkundung des Landes eingeführt. Um die Wende ins 20. Jahrhundert liefen viele der bestehenden Pachtverträge für Weideland aus und Siedler, die sich danach in dieser Region niederliessen, begannen auf den fruchtbareren Böden mit dem Weizenanbau. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte sich der Weizenanbau in diesen Kernlanden als Wirtschaftsfaktor somit fest etabliert; zur gleichen Zeit(1901–1907) wurde zum Schutz gegen von Osten vordringende Kaninchen der erste von insgesamt drei Rabbit-Proof Fences auf einer Länge von 1’837km von Nord nach Süd errichtet. Weite Teile dieses einst längsten Zauns der Welt mit den ursprünglichen Pfosten sind heute noch erhalten.
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurden die Kwongan-Heiden erschlossen, wo sich zeigte, dass bei entsprechender Düngung ebenfalls Weizen profitabel anbauen liess. Dies führte zu einer massiven Ausweitung
des Weizenanbaugebietes. Ein Netzwerk von Eisenbahnlinien würde errichtet und schliesslich auch Wasser zu den Farmen geführt, so dass dort auch Vieh ganzjährig gehalten werden konnte. Die Region des Wheatbelt umfasst das in untenstehendem Bild grün gefärbte Gebiet.

Wheatbelt rund um Perth

Insgesamt besitzt der westaustralische Weizengürtel ca. 69’000 Einwohner auf 154’862km² (also fast vier Mal die Fläche der Schweiz). Die Bevölkerung verteilt sich weitläufig auf das dünn besiedelte Land, und nur 16’000 Menschen leben in den Kleinstädten Northam, Narrogin, Merredin, Moora und York.

Heute stammen zwei Drittel der gesamten australischen Weizenproduktion, die mit 24 Millionen Tonnen Platz 7 der Weltrangliste einnimmt, aus dieser Region. Australischer Weizen wird weltweit exportiert, insbesondere nach Vorder- und Zentralasien, Südostasien und Japan.

Der zweitwichtigste Wirtschaftszweig der Wheatbelt Region ist die Schafzucht. Von den vier Arten von Merinoschafen, die im 19. Jahrhundert durch Europäer in Australien eingeführt wurden, dominieren in Westaustralien das Peppin Merino und das South Australian Merino. Sie liefern 50% der australischen Wollproduktion, wobei mittelfeine und grobe Wolle vorherrscht.

In Hyden befindet sich mitten im Nirgendwo der eigentlich gar nicht so spektakuläre Wave Rock (siehe „Durch den Wheatbelt zum Wave Rock in Hyden (und weiter nach Esperance)“) und der dazugehörende Caravan Park mit seinen etwas skurrilen Museen.

Touristische Bedeutung des Wheatbelt
Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts ist der Tourismus ein aufstrebender Wirtschaftszweig in der Wheatbelt Region. Täglich machen von der 350km nordwestlich gelegenen Metropole Perth aus organisierte Gruppenexkursionen an mehreren Stellen Station, die auch von individuell Reisenden aufgesucht werden. Von der Tourismusbehörde beworbene Attraktionen sind beispielsweise

  • die denkmalgeschützte Stadt York am Avon River;
  • die historischen Kernlande des Weizengürtels – auch Open Wheatbelt
    genannt und ca. 30.000 km² umfassend –, in denen beispielsweise das Felsen-Amphitheater und der Skulpturenpark von Bruce Rock, der Hundefriedhof von Corrigin und die Wildblumenreservate bei Kulin häufig besucht werden;
  • die von einem Areal ursprünglichen Buschlands umgebene Granitfelsen-Formation Hyden Rock, zu der das Naturdenkmal Wave Rock gehört; dieses zählt zu den Hauptzielen des Ausflugstourismus von Perth aus.

Relevant für den Bade- und Freizeittourismus der Stadt Perth ist die Küste bis ca. 150 km nördlich der Metropole auf der Höhe von Lancelin; der erst Ende 2010 eröffnete Indian Ocean Drive führt weiter bis nach Cervantes (Pinnacles im Nambung Nationalpark). Das Binnenland dieses nördlichen Abschnitts ist, obwohl zur Wheat Belt Region gehörig, nicht agrarisch genutzt, sondern originäres Buschland.

Goldfields (Kalgoorlie-Boulder)

Typischerweise würde eine Rundfahrt durch den Südwesten von Hyden nach Kalgoorlie-Boulder führen. Von Hyden würde über eine Gravel Road bis Marvel Loch (174km) und von dort übr den asphaltierten Hwy 94 (206km) bis nach Kalgoorlie führen. Dort kann man noch echte Goldgräber-Kultur beobachten.

Kalgoorlie-Boulder, oder kurz Kalgoorlie, ist das Zentrum der Goldfelder Westaustraliens und die grösste Stadt im australischen Outback. Von den wilden Anfängen als Goldgräberstadt voller Glücksritter hat sie sich zu einer geschäftigen Partnerstadt mit einem unverwechselbaren Charakter entwickelt. Kalgoorlie ist reich an Geschichte und zeigt heute durch eine dynamische und kosmopolitische Atmosphäre.

Kalgoorlies blühende, ruhmreiche Tage begannen 1893, als die irischen Prospektoren Paddy Hannan, Tom Flanagan und Daniel Shea auf ihrer Reise zum Anhalten gezwungen wurden, als eines ihrer Pferde ein Hufeisen abwarf. Während der Unterbrechung ihrer Reise fanden die Männer 100 Unzen alluviale Nuggets, die zum grössten Goldrausch in Australien führten, den es je gegeben hat.

Kalgoorlie ist nach wie vor eines der wichtigsten Bergbaugebiete der Welt, in und um die Stadt herum befinden sich mehrere große Bergwerksbetriebe, darunter die gigantische Super-Pit, die so gross ist, dass man sie vom Weltraum aus sehen kann! Man kann mit Kalgoorlie Tours and Charters eine beeindruckendenTour durch die Super-Pit unternehmen.

Die Stadt ist ebenso geschichtsträchtig wie reich an Gold und verfügt über eine beeindruckende Vielfalt an historischen Gebäuden, darunter die prächtigen Rathäuser von Kalgoorlie und Boulder, sowie Grand Hotels, Outback-Pubs, wunderbare Geschäftsfronten und Privathäuser. Ein Besuch der Hannans North Tourist Mine, des Goldfields War Museum und des Museum of the Goldfields bietet ebenfalls einen faszinierenden Einblick in die Vergangenheit der Region. Kalgoorlie verfügt auch über eine lebendige Kunstszene, darunter Heartwalk, ein öffentliches Kunstprojekt im Herzen des CBD, und das Goldfields Arts Centre, in dem Live-Shows, Konferenzen und Ausstellungen stattfinden.

Jenseits der Stadt erzählen unheimliche, längste aufgegebene Geisterstädte die Geschichte der frühen Träume von Goldsuchern…

Allerdings war für mich die Grundbedingung, dass ich die grösste Tagebau-Goldmine, die Super Pit, mit einer Führung besuchen wollte. Die 2.5-stündige Führung fand jedoch aktuell nicht statt, nur die kürzere 1.5h Tour würde durchgeführt. Diese besteht aber neben der Stadtrundfahrt nur aus dem Besuch der öffentlich zugänglichen Aussichtsplattform der Super Pit. Daher war für mich klar, dass der etwa 900km lange Umweg zu den Goldfields (die alten Goldfelder liegen dann auch noch nördlich von Kalgoorlie) sich für mich nicht lohnt.

Daher ging meine Reise von Hyden direkt nach Esperance.

Esperance, Cape Le Grand NP, Cape Arid NP

Esperance wird dafür gerühmt, die schönsten Strände von Australien zu haben. Diese reihen sich auf der westlichen Seite der Stadt über gut 20km am Great Ocean Drive (siehe Blogbeitrag ), aber auch in den westlich und östlich gelegenen Nationalparks Cape Arid NP, Cape Le Grand NP, Stokes NP, Fitzgerald River NP auf.

Esperance ist mit über 14’000 Einwohnern für den Südwesten/Süden sehr gross. Gewachsen ist es ab 1865 mit den Goldfeldern von Dundas, Coolgardie und Kalgoorlie. Anfang des 20. Jh. versuchte man es nicht gerade erfolgreich mit Getreideanbau. 1935 war das Experiment an der schlechten Bodenqualität gescheitert. 1949 fing man aber erneut mit der Forschung an und fand heraus, das durch den Einsatz von Superphosphaten sowie Spurenelementen wie Kupfer und Zink das Getreide erfolgreich angebaut werden konnte. Esperance befindet sich inzwischen am östl. Ende eines riesigen Getreidegürtels. Das Getreide wird in Albany und Esperance verschifft. Da momentan geerntet wird, sind sehr viele Roadtrains (bis zu 2 Anhänger, bis 36m lang) unterwegs, welche das Getreide von und zu den regionalen, mächtigen Getreidesilos und -hallen sowie zum Hafen transportieren.
Das Gebiet ist aber neben der Landwirtschafts- und Bergbau-Nutzung auch sehr reichhaltig an Flora und Fauna und ein grosser NP (Fitzgerald River) ist offizielles UNESCO Biosphärenreservat wegen der grossen und spezifischen Biodiversität: ‚Das wichtigste mediterrane Ökosystem-Reservat der Welt‘, laut UNESCO.

Mir gefällt Esperance sehr gut. Es gibt eine grosse Auswahl von Geschäften, ein kleines Museumsdorf im Zentrum und entlang des Strandes eine einladende Promenade mit unzähligen Spiel- und Picknickmöglichkeiten. Viele gepflegt aussehende Hotels säumen die Promenade. So ein tolles Städtchen ist selten zu finden. Es lädt als Stützpunkt zu den umliegenden NP und Stränden ein. Mit wärmeren Sommertemperaturen ist es sicher auch ein idealer Badeort. Anfang November ist es eher ein Anziehungspunkt für Angler und durchreisende Touristen.

Wilde Küstenlandschaften, schroffe Granitgipfel und ausgedehnte Heideflächen prägen die Nationalparks des Esperance-Gebiets. 50km östlich von Esperance, an einer asphaltierten Strasse gelegen, bietet der Cape Le Grand Nationalpark attraktive Buchten mit breiten Sandstränden zwischen felsigen Landzungen. Im Landesinneren schützt der Park eine wellenförmige, heidebedeckte Sandebene, die mit Sümpfen und Süsswasserbecken durchsetzt ist. In der südwestlichen Ecke des Parks bilden massive Felsvorsprünge aus Granit und Gneis eine eindrucksvolle Gipfelkette mit dem Mt. Le Grand (345m), dem Frenchman Peak (262m) und dem Mississippi Hill (180 m). Die hügelige Heide des Parks ist die Heimat von Zwergpossums, grauen Kängurus und einer Vielfalt farbenfroher Wildblumen, einschliesslich dichter Bestände mit bunt blühenden Banksien. Die Campingplätze Le Grand Beach und Lucky Bay verfügen über Gasgrills, Picknicktische, Toiletten und Wasser.

80 km westlich von Esperance liegt der Stokes Nationalpark, der den Stokes Inlet umfasst und lange Strände und felsige Landzungen aufweist, die von Sanddünen und niedrigen Hügeln umgeben sind. Der Meeresarm und die dazugehörigen Seen beherbergen eine Vielzahl von Wildtieren. 100km landeinwärts von Stokes liegt der Peak Charles Nationalpark. Dieser uralte Granitgipfel und sein Begleiter, Peak Eleanora, sind ein wichtiges Tor zu den Great Western Woodlands und bieten weitläufige Ausblicke über Sandflächenheiden und Salzseesysteme. In diesem wilden Gebiet gibt es nur begrenzte Besuchereinrichtungen, also gehen Sie vorbereitet und tragen Sie Ihr eigenes Wasser mit sich.

Der weiter im Osten gelegene Cape Arid National Park ist ein wildromantisches und artenreiches Gebiet. Küsten-Sandheiden, Malleen und niedrige Granithügel erstrecken sich landeinwärts bis zum Mount Ragged, wonach sich die Vegetation in Waldgebiete verwandelt, die von Salz- und Blaubuschwäldern dominiert werden. Die zerklüftete Russell Range, die sich bis zu ihrem höchsten Punkt am Tower Peak (fast 600m) erhebt, besteht aus uraltem aufgefalteten Quarzit, welches denselben Ursprung hat wie die Barrens Range im Fitzgerald River National Park. Der Park bietet viele Wanderwege an. Campgrounds gibt es in Belinup, Yokinup Mia Mia, Thomas Fishery, Seal Creek, Jorndee Creek und Mt Ragged.

Ich habe mich jeweils für ein paar Tage im Esperance Seafront Caravan Park stationiert, um tagsüber die umliegenden NP auszukundschaften und einige der Strände auszuprobieren (siehe und ). Nachmittags scheint die Windrichtung jeweils von Land auf Meer zu wechseln. Der recht strenge Seewind lässt dann nur noch ein paar wenige windgeschützte Ecken der Strände zum Geniessen übrig.

Fitzgerald River NP und Bremer Bay

Im Fitzgerald River NP sind die Pflanzen (und Tiere) die eigentlichen Stars (siehe )!

Der Fitzgerald River National Park ist einer der grössten und botanisch bedeutendsten Nationalparks in Australien. Innerhalb des Parks sind fast 20 Prozent der westaustralischen Pflanzenarten zu finden, von denen viele nur innerhalb seiner Grenzen vorkommen. Der Park bietet eine verlockende Vielfalt an Landschaften, die es zu erkunden gilt, von hügeligen Ebenen, farbenfrohen Fluchtwegen, schroffen Gipfeln und Landzungen bis hin zu atemberaubenden Buchten und Meeresarmen. Im Winter suchen die Südlichen Glattwale mit ihren neugeborenen Kälbern Unterschlupf in Küstennähe.

Dieser grosse Park ist durch einen zentralen „Wildniskern“ in zwei Erholungsgebiete unterteilt, der zu seinem Schutz für den gesamten Verkehr gesperrt ist. Nicht asphaltierte Strassen aus dem Norden (Quiss Road und Hamersley Drive) sind auch für Fahrzeuge mit Zweiradantrieb geeignet und bieten landschaftlich reizvolle Ausblicke über das Herz des Parks.

Der südliche Teil des Hamersley Drive ist eine asphaltierte Strasse, die sich entlang eines wunderschönen Küstenabschnitts zwischen der östlichen Parkgrenze und dem Hamersley Inlet windet. Diese Strasse führt zu allen wichtigen Erholungsorten in der südöstlichen Ecke des Parks: Four Mile Beach, Barrens Beach, Barrens Lookout, East Mount Barren, East Mylies, Mylies Beach, Cave Point und West Beach. Der Pabelup Drive bietet Zugang zur weitläufigen Küstenlandschaft an der Westseite des Parks und zu Point Ann, der zwischen Juli und Oktober ein perfekter Ort zur Walbeobachtung ist.

Die Schönheit der vielfältigen Pflanzenwelt des Parks und die atemberaubenden Aussichten kann man auf einem der zahlreichen Spaziergänge geniessen. Eine schöne Wanderung führt zum Beispiel auf der Ostseite des Parks auf den Gipfel des East Mount Barren. Auf der westlichen Seite des Parks kann man das Erbe der Region bei einem kurzen Spaziergang um den Point Ann Heritage Trail oder auf dem Pfad zum St. Mary Inlet erkunden.

Campen kann man an mehreren Orten: Four Mile Campground, im Osten des Parks, ist online buchbar. Die Plätze sind sehr schnell ausgebucht! Am Hamersley Inlet befindet sich ein weiterer Campground, welcher sich jedoch nicht vorab buchen lässt. St. Mary Inlet in der Nähe von Point Ann auf der westlichen Seite des Parks ist nur über unbefestigte Strassen zugänglich. Es können keine Vorausbuchungen vorgenommen werden. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es auch in Quaalup, wo sich die renovierte und unter Denkmalschutz stehende Quaalup Homestead befindet.

Vom abgelegenen und verschlafenen Bremer Bay könnte man den westlichen Teil des Nationalparks erkunden (Point Ann). Bremer Bay und Point Ann sind aber nur in der Wal-Saison (im Winter) interessant. Es ist einer von nur drei Orten in Australien, an denen Südliche Glattwale in grosser Anzahl zum Kalben kommen. Während der Wintermonate kann man diese sanften Riesen und ihre verspielten Babys von den Klippen bei Point Ann und Trigelow Beach beobachten, wenn sie in die abgeschiedenen Buchten der Walkinderstube schwimmen. Im Winter gehen auch Bootstouren raus zum Bremer Canyon, wo regelmässig Orcas und viele andere Wale beobachtet werden können. im November hier aber nichts los. Es gibt eine Broschüre, welche Wale zu welcher Jahreszeit an welchem Küstenabschnitt beobachtet werden können.

Albany, Torndirrup NP, Stirling Range NP, Porongurup NP

Albany ist der perfekte Ausgangspunkt für Ausflüge in die Nationalparks der Gegend. und wäre sogar beinahe die Hauptstadt von Australien geworden. Viele historische Zeitzeugen sowie militärische Anlagen können besichtigt werden. Die Einheimischen könnte man schon fast beneiden, was man von hier aus alles unternehmen kann.

An der Frenchman Bay kann man die besuchen gehen. Es ist sehr eindrücklich, wie man diese riesigen Meeressäuger beinahe ausgerottet hätte. Auf dem Weg dorthin kann man

Im Hinterland kann man in zwei Nationalparks wunderbare Wanderungen unternehmen: gibt es schöne Wanderwege auf die Gipfel, oder man macht die sehr beliebte und etwas überlaufene Wanderung auf den .

Stirling Range Nationalpark umfasst die einzige grössere Gebirgskette in der südlichen Hälfte Westaustraliens. Die schroffen Gipfel, die mehr als 1’000 Meter über den Meeresspiegel ragen, zeichnen sich durch schroffe Felswände, geschützte Schluchten, herrliche Ausblicke und eine reiche Vielfalt an einzigartigen und farbenprächtigen Wildblumen aus. Der Park ist eines der weltweit wichtigsten Gebiete für Flora mit 1’500 Arten, von denen viele nirgendwo anders wachsen und sich dicht gedrängt innerhalb der Grenzen des Nationalparks befinden.
Die Stirling Range ist bekannt für ihre ungewöhnlichen und manchmal spektakulären Wolkenformationen. Der Aborigine-Name für die Kette, Koi Kyenunu-ruff, bedeutet „Nebel, der um die Berge rollt“ – ein häufig anzutreffendes Ereignis. Die Range ist auch einer der wenigen Orte in Westaustralien, an denen gelegentlich Schnee fällt.

Moingup Spring ist ein wunderschönes Buschcamp inmitten von Jarrah- und Marri-Bäumen und zentral im Park gelegen. Stirling Range Retreat und Mt Trio Bush Camping and Caravan Park, beide an der nördlichen Grenze des Parks, bieten eine Reihe von Unterkünften und Dienstleistungen an.

Der Stirling Range Drive schlängelt sich durch das Herz des Parks und bietet immer wieder neue Ausblicke auf schroffe Gipfel, von denen jeder seinen eigenen Charakter hat. Diese 42km lange Fahrt auf grösstenteils unbefestigten Straßen, die auch für 2WD geeignet sind, erstreckt sich vom Western Lookout in der Nähe von Red Gum Spring bis zum Eastern Lookout unterhalb von Bluff Knoll. Während der Fahrt kann man die weite Aussicht vom Central Lookout oder ein Picknick in den schattigen Wäldern von White Gum Flat geniessen.

Wandern ist aber die beste Möglichkeit, die raue Schönheit und die zauberhaften Wildblumen der Stirling Range zu entdecken. Beliebte Wanderungen gibt es auf Bluff Knoll, Mt Trio, Mt Toolbrunup, Mt Hassell, Talyuberlup Peak und Mt Magog. Alle Wege sind steil und haben unebene Oberflächen. Bei einigen Wanderungen gibt es am Start einen Picknickplatz.

ist auch sehr schön, die weiten Ausblicke sind, besonders vom und vom Nancy Peak, sehr faszinierend. Man sieht bis zur Küste!

Die massiven alten Granitkuppeln des Porongurup Nationalparks ragen 670 Meter in die Höhe und bieten unglaubliche Ausblicke auf die Landschaft, insbesondere vom Granite Skywalk, der am Castle Rock aufgehängt ist.
Die Porongurup Range ist ein faszinierender Ort für ein Picknick und für Buschwanderungen. Er umfasst eine unglaubliche Artenvielfalt mit 750 einheimischen Pflanzenarten auf einer Fläche von nur 2600ha.
Wanderwege führen zu mehreren Gipfeln, andere Pfade durchqueren die Range, und ein Naturpfad führt durch den Wald in der Nähe des Tree-in-the-Rock-Picknickplatzes. Der Castle Rock-Picknickplatz ist ein weiterer grosszügiger Picknickplatz und zugleich der Beginn eines 4.4km langen Weges (hin und zurück) zum Granite Skywalk mit seiner unglaublichen Aussicht.

Man kann auch beeindruckende Ausblicke auf einer 23km langen Fahrt um die gesamte Kette (meist unbefestigt mit steilen Abschnitten) über Bolganup Road, Angwin Park Road, Woodlands Road, Millinup Road, Chester Pass Road und Mount Barker-Porongurup Road erleben.
Eine 5 km lange Fahrt (unbefestigt mit steilen Abschnitten) entlang der Angwin Park Road zwischen Bolganup Road und Woodlands Road bietet hervorragende Ausblicke auf Granitfelsen und die Stirling Range im Norden.

In Albany gibt es mehrere Caravan Parks: Je nach Jahreszeit und Wettersituation ist man lieber an der Küste (BIG4 Middleton Beach Holiday Park, Rose Gardens Beachside Holiday Park) oder geschützt fast mitten in der Stadt (Albany Gardens Holiday Resort). Ich habe im eher feuchtkalten Frühlingswetter die Stadtlage geschätzt.

Walpole Wilderness Area, Southern Forests

Das Gebiet der Southern Forests wird in den Reiseführern etwas stiefmütterlich behandelt. Deshalb ist es wohl eher ein Reiseziel für Australier, welche hier ihre Ferien in der Abgeschiedenheit der Wildnis verbringen wollen.

Aber eine hohe Anzahl von Nationalparks decken im Südwesten ein grosses Gebiet der Wälder und der Küsten ab. Und dieses Gebiet ist äusserst sehenswert! , macht richtig viel Freude.

Walpole liegt im Zentrum zwischen mehreren Nationalparks und Naturschutzgebieten. Der lauschige Ort am Nornalup Inlet hat eine gute Infrastruktur mit allem, was man so braucht. Ich hatte mich auf der letzten Reise entschieden, 2 Nächte im wunderbaren Coalmine Beach Holiday Park zu verbingen, um die Walpole Wilderness etwas zu erkunden. Empfohlen wird auch immer wieder der Parry Beach Campground.

Alle Sehenswürdigkeiten des Gebiets, mit Ausnahme des Mount Frankland, sind auch per 2WD und Mietauto zu erkunden. Die Gravel Roads zu diesen Orten sind alle in einem guten bis sehr guten Zustand und sind von der Hauptstrasse weniger als 12km (das ist die magische Grenze in den meisten Mietverträgen) entfernt.

Auf der Fahrt von Albany nach Walpole kommt man in Denmark vorbei. Dieser Ort wird wegen seiner Künstlerkolonie recht gut vermarktet. Ich persönlich sehe hier aber kein Highlight. Das sieht wohl anders aus, wenn man die Ateliers oder die verschiedenen Läden für lokale Produkte (Schokolade von Schweizer Auswanderern, Bier, Wein, Früchte, Gemüse, …) besuchen möchte.

Das Walpole Wilderness Area ist eine Gruppe von Naturschutzgebieten an der Südküste Westaustraliens. Das Gebiet umfasst weite Teile von Jarrah-, Tingle- und Karri-Wäldern, die Granitgipfel, Flüsse, Heideflächen und Feuchtgebiete umgeben. Zu den Küstenmerkmalen zählen Buchten und Sandstrände, steile Klippen und der Südpolarmeer.

Das Planungsgebiet bildet zusammen mit den Nationalparks Shannon und D’Entrecasteaux ein zusammenhängendes Schutzgebiet, das sich von Augusta im Westen bis nach Denmark im Osten erstreckt.

Die Walpole Wilderness beinhaltet:

  • Walpole-Nornalup Nationalpark
  • Shannon Nationalpark
  • Mount Frankland Nationalpark
  • William Bay Nationalpark
  • North Mount Frankland Nationalpark
  • South Mount Frankland Nationalpark
  • Mount Roe Nationalpark
  • Mount Lindesay Nationalpark
  • Quarram Naturschutzgebiet
  • Owingup Naturschutzgebiet
  • Naturschutzgebiet Mehniup
  • Mount Shadforth Naturschutzgebiet
  • Boynaminup Nationalpark
  • Kordabup Naturschutzgebiet

Danach muss natürlich ein Besuch des vielgepriesene Greens Pool auf dem Plan stehen. Greens Pool sowie die daneben liegenden Elephant Rocks hatte ich schon vor 6 Jahren besucht: Sie faszinieren mit ihrer Schönheit immer wieder.

Der Mount Frankland National Park ist ein Nationalpark im Südwesten von Western Australia, 327 km südlich von Perth. Der Park ist Teil des grösseren Walpole Wilderness Area, welche 2004 als internationaler Biodiversitäts-Hotspot gegründet wurde.
Der Nationalpark bedeckt die niedrigen Granithügel nördlich der Stadt Walpole und ist größtenteils von Wäldern aus Karri (Eucalyptus diversicolor) und Tingle (Eucalyptus jacksonii) bedeckt, zwei der grössten Bäume der Welt. Die drei Tingle-Arten sind einzigartig in dem Gebiet zwischen Park und Küste und die einzigen Eukalyptusarten, die so in die Höhe wachsen: Ein Merkmal, das die im Park herrschenden feuchten Bedingungen widerspiegelt. In exponierten Gebieten, in denen durch anhaltenden Regen der Boden abgewaschen wird, ist eine niedrige Heidelandschaft die vorherrschende Vegetation.

Die jährliche Niederschlagsmenge in Walpole beträgt ca. 1’200mm. Auf dem 422 Meter hohen Gipfel des Mount Frankland wurde zwar noch kein Regenmesser installiert, doch der jährliche Niederschlag liegt wahrscheinlich bei 1’500 mm. Der meiste Regen fällt zwischen Mai und August, aber im Gegensatz zu trockeneren Gegenden im Südwesten Australiens kommt es auch im Sommer nicht selten zu Schauern.

Beim Besuch der vielen Regenwälder mit gigantischen Bäumen rund um Walpole kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Es gibt diverse Pisten, die zu besonders grossen Bäumen oder Aussichtspunkten führen (Tingle Drive, Circular Pool, Mount Frankland, Fernhook Falls).

Die hohen Karri Bäume sind übrigens die drittgrössten Bäume der Welt (nach den Redwoods in Nordkalifornien und einer weiteren Baumart in Tasmanien). Den Tree Top Walk durch die Baumwipfel im darf man daher nicht verpassen.

An der Küste locken Peaceful Bay und der Ausblick vom Conspicuous Cliff. In Walpole sollte man die WOW Wilderness Eco Cruise mit Gary Muir buchen, um den besten Eindruck der Küstenlandschaft zu erhalten.

Weiter nach Westen geht es dann nach Pemberton. Schon auf der Fahrt von Walpole nach Pemberton gibt es einen tollen Abzweiger zu sehenswürdigen Bäumen oder Ausblicken im Shannon Nationalpark.

Der Pemberton Caravan Park (seit Anfang 2019 unter neuem Management) ist ein guter Ausgangspunkt für die Ausflüge in die Gegend.

Der Karri Forest Explorer Drive wurde zur Unterstützung der Pemberton Tourismusindustrie vom Staat entwickelt und finanziert. Der Weg windet sich durch einige grossartige Karri-Wälder des Südwestens. Die Besucher können den Wald damit auf eigene Faust erkunden. Es gibt mehrerer Halte für ein Picknick, man kann den Big Brook Dam besuchen und im See baden, 60m zum Gloucester Tree Lookout raufklettern, bei den Beedelup Falls über die wackelnder Hängebrücke gehen, man kann einfach spazieren gehen oder in den Flüssen angeln oder einfach nur absitzen und die Natur geniessen. Der Karri Forest Explorer Drive beginnt direkt in der historischen Holzstadt Pemberton, aber man den Rundkurs an anderen Punkten beginnen. Nur die Richtung (im Gegenuhrzeigersinn) ist auf einigen Streckenabschnitten vorgegeben.

Rund um Pemberton kann man . In den Wäldern faszinieren auch die , welche früher den Feuerwachen als Ausguck dienten.

In Pemberton darf man die geniale, wenn nicht schon skurrile Fahrt mit der Pemberton Tramway nach Warren River, nicht verpassen (siehe auch Blogpost ). Die Fahrt führt auf den alten Schienen der ehemaligen staatlichen Bahn für die Holzverarbeitung und den Personenverkehr zwischen Pemberton und Northcliff. Es fährt ein tuckerndes und wackelndes Tram mit maximal 30km/h während 1.75h von Pemberton durch den Wald, über mehrere Brücken, mit einem Zwischenhalt bei The Cascades bis Warren River und wieder zurück.

Wer zwischendurch noch ein 4WD-Dünenabenteuer erleben möchte, kann von Pemberton zu den etwa 25km entfernen Yeagarup Dunes fahren. Die Strecke befindet sich im D’Entrecasteaux NP und beginnt auf dem Campground Leaning Marri in der Nähe des Yeagarup-Sees. Der See ist das Eingangstor zu den riesigen mobilen Sanddünen, die sich entlang dieser Küste erstrecken. Die Fahrt über die Dünen ist ziemlich anspruchsvoll, aber auch lohnend, da eine fantastische Küstenszenerie erwartet werden kann.

Die Yeagarup-Dünen im D’Entrecasteaux NP sind ein mobiles System äolischer (windgetriebener) Dünen, die sich derzeit mit einer Geschwindigkeit von 4 Metern pro Jahr ins Landesinnere bewegen.
An dieser Küste gibt es einen jährlichen Zyklus von Sand, der während der stürmischen Herbst- bis Frühjahrssaison bei großem Wellengang von den Stränden abgetragen wird, und einen langsamen, allmählichen Strandaufbau, wobei der Sand in den Sommermonaten wieder abgelagert wird.

Während der letzten Eiszeit, die vor etwa 25’000 bis 8’000 Jahren stattfand, war die Nordhalbkugel vollständig von Eis umschlossen. Die Südhalbkugel wurde nicht so stark in Mitleidenschaft gezogen, aber das Klima wurde viel trockener und windiger als heute. Entlang der Küstenlinie des D’Entrecasteaux Nationalparks gab es zusätzliche 30km Land: Der Meeresspiegel war dramatisch zurückgegangen da das Wasser auf der Nordhalbkugel vom Eis aufgenommen wurde. Auf der gesamten Südhalbkugel lagerte sich entlang der neuen Küstenlinie Sand ab, der sich durch die Winde zu riesigen Dünensystemen auftürmte. Als die Eiszeit endete, stieg der Meeresspiegel an und tauchte einen Grossteil der Küstenlinie unter. Das Yeagarup-Dünensystem war aber zu gross, um vom Ozean verschluckt zu werden, und wurde in den letzten 12.000 – 8.000 Jahren von den Winden weiter ins Landesinnere geweht.

Die vorherrschenden Winde durch das Gebiet sind im Allgemeinen südwestlich und bewegen die Dünen in nordöstliche Richtung. Die hohen Niederschläge in diesem Gebiet (derzeit etwa 1100 mm jährlich) tragen dazu bei, den Sand zu verdichten und verhindern, dass er sich schneller bewegt. Entlang der Binnenlandseite schieben sich die Dünen über Jarrah/Marri-Wälder, die auf alten, stabilisierten Sandablagerungen wachsen, und über wechselnde Feuchtgebiete. Der Naenup-Sumpf, der auf alten historischen Karten des Gebietes zu erkennen ist, ist fast vollständig verschwunden. Eine große Düne nähert sich dem Little Yeagarup-See und hat das Wasser gezwungen, weiter nach Norden vorzudringen, wodurch sich die Oberfläche des Sees in den letzten Jahren verdoppelt hat. Die Yeagarup-Dünen befinden sich derzeit 8km landeinwärts, dahinter hat sich schon wieder Küstenheidevegetation ausgebreitet. Überall in den Dünen werden alte Jarrah-Stümpfe wieder freigelegt, nachdem sie beim Durchzug des Sandes über Tausende von Jahren vergraben waren.

Für die gesamte Region der Walpole Wilderness und der Southern Forests würde ich mehrere Tage einplanen, um sie in aller Ruhe geniessen zu können.

Margaret River Area, Leeuwin-Naturaliste NP

Das Gebiet um Margaret River ist ein einerseits ein menschengemachtes Paradies, andererseits beeindruckt es durch die vielfältige und gewaltige Natur.

Das Paradies ‚Mensch‘ zeichnet sich aus durch eine Unzahl (88 hab‘ ich gezählt) von Winerys mit Restaurants, Übernachtungsmöglichkeiten, Kunstläden, Schokolade, Olivenöl, Brauereien und und und… Die Auswahl ist gigantisch und alles sieht sehr gepflegt aus. Die Region produziert zwar nur 3% des australischen Weins, aber 20% des hochklassigen Weins. Der Ort Margaret River ist das geschäftige aber entspannte Zentrum des Gebiets.

In Margaret River kann man sehr schön im RAC Margaret River Nature Park übernachten. Diese weitläufige Caravan Park auf dem Gelände einer alten Sägerei ist sehr schön und trotzdem zentral gelegen. Etwa 800m zu Fuss entfernt befindet sich das Brewhouse Margaret River, in welchem man verschiedene eigene Microbrews sowie ein paar Gerichte ausprobieren kann. Freitag sogar mit Live-Musik. In Margaret River ist generell immer sehr viel los! Das Angebot an Läden und Services ist riesig. Die Caravan Parks des Ortes sind deshalb häufig ausgebucht.

Das Naturparadies besteht aus den beiden Nationalparks Leeuwin und Naturaliste. Beide zeichnen sich durch traumhafte Küsten, lichte Wälder und viele Kalksteinhöhlen aus.

Ganz im Norden, am Cape Naturaliste kann man den Leuchtturm besichtigen: Whalewatcher oder Leuchtturmfans machen diese Besichtigung. Man ist doch rund 120m über Meeresniveau und hat über 50km Ausblick.

Cape Naturaliste ist der nördlichste Punkt des Leeuwin-Naturaliste-Rückens und trennt die relativ geschützten Gewässer der Geographe Bay vom südlichen Indischen Ozean.

Der Leuchtturm von Cape Naturaliste steht auf einer 100m hohen Klippe mit Blick auf die Bucht von Geographe. Der zwanzig Meter hohe Leuchtturm wurde 1903 erbaut und besteht aus Kalkstein, der mit Ochsenwagen aus einem etwa 1.5km entfernten Steinbruch transportiert wurde. Die drei ursprünglichen Wächterquartiere sind noch erhalten.

Der Leuchtturm funktioniert heute automatisch, sein weisser Lichtstrahl ist über eine Entfernung von 26 Seemeilen (48km) sichtbar und blinkt zweimal alle 10 Sekunden.

Vor der Küste machen viele Buckel- und einige der riesigen Blau-Wale einen langen Zwischenstopp (Sept-Dez). Den vor der Küste von Broome zur Welt gekommenen jungen Buckelwalen wird hier von ihren Müttern alles das beigebracht, was ein Wal so zum Leben braucht. Ab Dezember geht’s dann in die Antarktis zum Futtern.
Vom Cape Naturaliste aus kann man in der Syison von blossem Auge sehr viel Wale beobachten! Das war unglaublich anzusehen: So viele Wale, so nahe an der Küste habe ich noch nirgends gesehen. Auf einer , ausgehend unter anderem von Dunsborough kann man die faszinierenden Giganten natürlich noch besser beobachten.

Die vielfältigen, weissen und paradiesischen Strände an der westlichen Geographe Bay sind durch das Cape Naturaliste von den strengen SW-Winden geschützt und daher ein Paradies zum Baden. Dunsburough, Eagle Bay und Co. sind ein verführerischer Platz für perfekte Strandferien. Für die Taucher hat man vor der Küste ein künstliches Riff erzeugt, indem man (mindestens) ein Schiff versenkt hat.

An der Westküste prallt dann die Wucht von 10’000km Indischer Ozean an die Küste: . In Yallingup bauen sich die Reichen aus Perth ihre schönen Häuser an den Hang. Die beiden Caravan Parks (Beach Holiday Park und Caves Holiday Park) sind rasch einmal ausgebucht.

Ich finde die südlicher gelegene Smith’s Beach fast den schönsten Strand zum Baden und Sonnen. Dieser ist auch von Yallingup aus erreichbar.

In der Nähe kann man die Canal Rocks besuchen. Dort wird das Wasser durch erodierte Granitfelsen gepresst und man kann über eine kleine Brücke auf die äusseren Felsen gehen und dort weiter über die Steine klettern.

Prevelly (Beach von Margaret River) ist für seine Wellen weltberühmt. Gracetown steht im direkten Konkurrenzkampf dazu. An der Strasse zu Gracetown gibt es auch einen idyllischen Caravan Park mit schattigen Plätzen im Busch, allerdings hat es deswegen auch viele Mücken.

Danach kommt weiter nördlich Redgate, welches eigentlich aus drei Stränden besteht. Der nördlichste kann nur über eine kurze, aber recht unangenehme und schmale Piste (nicht für normale Autos geeignet!) angefahren werden. Die anderen beiden sind rechts und links vom grossen Parkplatz mit Toiletten. Links ist ein weiterer Hotspot für Surfer, rechts eine schöne Badebucht.


Ein Stück weiter südlich entlang der Caves Road fährt man durch den Boranup Karri Forest. Wer möchte, kann den Boranup-Drive (Gravel Road) fahren oder einfach vom kleinen Aussichtspunkt an der Strasse die Bäume geniessen. Oder auf der Jarrahdene Campsite oder an der Küste auf Contos Campsite (mit den Küstenwanderern) übernachten.

Giants Cave, Lake Cave (beide CaveWorks) und Calgardup Cave (NP) sind nur eine Auswahl der zahlreichen Tropfsteinhöhlen (siehe Blogpost und ).

Ein kleines Stück weiter südlich befindet sich dann Hamelin Bay und der dort am Strand liegende Holiday Park. Ich habe darüber schon bei meiner ersten Reise durch Westaustralien geschrieben und finde den damaligen Blogbeitrag immer noch sehr zutreffend. Ein weiteres Highlight in Hamelin Bay sind die (beiden) Rochen, welche besonders am Morgen und späten Nachmittag dem Strand beim alten Pier entlang schwimmen und offensichtlich einen gewissen Spass haben, mit den menschlichen Besuchern zu interagieren.

Als nächste Station kann der Cosy Corner angefahren werden. Diese geschützte und einsame Bucht lädt richtiggehend zum Baden ein.

Im Süden lockt das entspannte, kleine Augusta am Flussufer. Ein paar Kilometer weiter kommt man zum Cape Leeuwin mit seinem Leuchtturm.

Cape Leeuwin ist der südlich-westlichste Punkt von Australien. Die Landesformationen in diesem Bereich bestehen aus granitischem Gneiss, einem metamorphen Stein, der durch seine gestreiften Bänder von Feldspar und Quarz gekennzeichnet ist. Das Gneiss war ursprünglich Granit und Pegmatit, welche zwischen 655 Millionen und 1.5 Milliarden Jahren gebildet wurde. Die St. Aluran-Inseln befinden sich südöstlich des Festlandes. Sie sind hauptsächlich aus Gneiss, die vor ca. 1 Million Jahren mit einem Küstenkalkstein überdeckt wurden. Der Kalkstein war ursprünglich Quarz und Kalksand (Calciumcarbonat), der dann zuerst von den Wellen an Land gebracht und dann vom Wind während des Pleistozän (10’000 Jahre bis 2 Millionen Jahre) auf das Land verfrachtet wurde.

Wer genügend Zeit mit sich bringt und gerne wandert, kann hier in der Margret River Region übrigens den Cape to Cape Walk über 140km entlang der Küste machen.

Busselton, Bunbury, Mandurah, Rockingham

Je kleiner die Distanz zu Perth wird, desto bevölkerter und urbaner wird die Gegend.

Die Küste mit häufig recht warmem Wasser, welches dem aus dem Norden kommenden Leeuwin Current zu verdanken ist, bietet eine endlose Reihe von tollen Stränden. Wer schon zu lange in einsamen Gegenden unterwegs war, wird sich zuerst an die Geschäftigkeit und den zunehmenden Verkehr gewöhnen müssen. Trotzdem ist die Gegend klimatisch und auch landschaftlich ein kleines Paradies, welches auch viele Pensionäre anlockt.

Busselton Beach ist mit 15.3km der längste zusammenhängende Abschnitt dieses Teils der Küste. Die 1.84km Länge der Busselton Seebrücke ist ein Hinweis auf die ausgedehnten flachen Sandflächen, einschliesslich Sandwellen und Seegraswiesen, welche die südlichen Ufer der Bucht säumen. Die Sandwellen wandern langsam nach Osten entlang der Bucht, wodurch die angrenzende Uferlinie oszilliert. Leider wurden in dieser Zone mit natürlichen Schwankungen unbeabsichtigt Bauwerke und Straßen gebaut, so dass zum Schutz der Strasse und der Häuser entlang von bestimmten Strandabschnitten Mauern und Buhnen erforderlich waren. Der grösste Teil des Strandes ist von einem breiten Küstenschutzgebiet umgeben. Es enthält einen Radweg und zu beiden Seiten der Seebrücke zahlreiche Annehmlichkeiten, darunter ein Ozeanarium und ein Unterhaltungszentrum sowie Bootsrampen und Sporteinrichtungen. Aufgrund des Schutzes vor Cape Naturaliste erhält es bei nördlichen Windverhältnissen in der Regel keinen bis sehr geringen Seegang und nur geringe lokale Windwellen. Dies führt zu einem mässig steilen, schmalen Strand, der von ausgedehnten Sandflächen und Sandwellen umgeben ist und an dem häufig Boote vor Anker liegen. Seegras wird üblicherweise an den Strand gespült und verursacht am äußersten östlichen Ende des Strandes große Probleme, da es sich gegen die Buhne von Port Geographe stapelt.

In Busselton kann man als erstes . Am Strand entlang bieten sich unzählige Holiday Parks zum Übernachten an. Ich habe den wundervollen Mandalay Holiday Resort & Tourist Park für ein paar Übernachtungen und Ausflüge in die Umgebung gewählt. Der weitläufige Strand ist sehr einsam und man kann mit dem Velo kilometerweit auf Fahrradwegen fahren.

Geschichte des Busselton Landestegs und der jetzigen Seebrücke
1865 wurde ein 150m langer Landesteg für Frachtschiffe errichtet, welche Bauholz sowie andere Waren ein- und ausführten. Der Landesteg wurde bis 1960 ständig weiter ausgebaut, bis er seine gegenwärtige Länge von 1841 Metern erreichte, was ihn zum längsten, gänzlich aus Holz konstruierten Landesteg der südlichen Halbkugel machte. Der Grund für den Ausbau des Landestegs war das Bestreben, tieferes Wasser zu erreichen, wobei die Wassertiefe des Observatoriums bei 8 Metern liegt. Im Jahr 1911 kamen Eisenbahnschienen hinzu und die Pferdefahrzeuge wurden durch eine Dampflokomotive ersetzt, welche das Holz zu den vor Anker liegenden Schiffen brachte. 1971, nach Beladung von zirka 5000 Schiffen, wurde die Benutzung des Landestegs eingestellt und dieser verfiel rasch wegen geringer Wartung. 1978 zerstörte der Wirbelsturm Alby die vordersten 700 Meter des Landestegs fast komplett. Die damalige Landesregierung beschloss daher, den Landesteg abreissen zu lassen, jedoch erhob die Bevölkerung von Busselton dagegen Einspruch und erbat Subventionen zur Erhaltung des Landestegs. Eintrittskarten, Spenden, sowie die Gebühren zur Besichtigung des Observatoriums tragen jetzt alle zur ständigen Wartung, Reperatur und Erhaltung der Seebrücke bei.

In Bunbury lockt nicht nur der geniale Strand und seine Klippenküste, sondern auch das . Wenn man früh am Morgen dort ist und etwas Zeit mitbringt, kann man gratis dabei sein, wenn die Delfine der Koombana Bay einen Strandbesuch machen.

Da an der Küste so viele Delfine leben, bieten Bunbury und Koombana Bay die perfekte Gelegenheit um Delfine zu sehen und mit ihnen zu interagieren. Die Dolphin Interaction Zone wurde zu diesem Zweck als spezielles Delfinschutzgebiet ausgewiesen. Unter strengen Lizenzbedingungen, die vom australischen Ministerium für biologische Vielfalt, Naturschutz und Attraktionen (Biodiversity, Conservation and Attractions, BDCA) festgelegt wurden, kann das Zentrum seit 1989 ein einzigartiges interaktives Erlebnis am Strand direkt vor dem Zentrum anbieten. Delfin-Volontäre wurden dahingehend instruiert, die Interaktionsrichtlinien strikt zu befolgen. Sie sind immer am Strand präsent, um die Fragen der Besucher zu beantworten und die Interaktion durchzuführen, falls Delfine die Zone besuchen. Da es sich um ein wildes Tier handelt, gibt es natürlich keine festgelegte Zeit. Die häufigsten Besuchszeiten sind jedoch die Vormittage der wärmeren Monate zwischen 8.00 und 12.00 Uhr!

Mir hat der Ort und dessen gut ausgebaute, touristische Infrastruktur sehr gut gefallen.

Auf der Strecke weiter nach Norden lohnt es sich, den Tourist Drive entlang der Old Coast Road zwischen Busselton und Mandurah zu nehmen! Der Umweg durch den Tuart Forest Nationalpark ist jedoch nicht zwingend: Aber man sieht einen weiteren schönen Wald (mit den nur hier vorkommenden Tuart Bäumen).

Kurz vor Mandurah sollte man noch den Lake Preston und dessen Kolonie von Thomboliten mit einem kleinen Lunch-Break beehren. Die Bilder und die Beschreibung kann man im Beitrag über die Stromatholiten nachlesen.

In Mandurah mit seiner Lage an einer Lagune mit unzähligen Kanälen fühlt man sich fast wie in Floridas Küstenstädten am Golf von Mexiko. Der Ort ist sicher perfekt für den zweiten Lebensabschnitt, touristisch fand ich ihn nicht so umwerfend.

Weiter geht es dann nach Rockingham. Auch hier gibt es sehr lange, wunderbare Strände und riesige Quartiere mit Einfamlienhäusern.
Die Attraktion hier ist aber wiederum das Meer und die Küste: Die unberührten Inseln und Riffs des Shoalwater Islands Marine Park bieten hier eine unglaubliche Vielzahl an Begegnungsmöglichkeiten mit dem Meer: Von Pinguinen und Delfinen über Wracks zum Tauchen bis hin zu Schnorchelpfaden. Und darüber hinaus sind die wunderschönen Strände und das klare blaue Meer hervorragend geeignet zum Angeln, Surfen und Segeln. Delfinschulen besuchen auch diese Küstengewässer regelmässig, daher kann man auch hier Delfinen schwimmen oder diese von einer Aussichtsplattform beobachten.
Penguin Island kann mit einer kurzen Fahrt mit dem Penguin Express, zwischen 9:00 und 15:00 Uhr, erreicht werden. 1’200 Zwergpinguine leben auf der Insel und bilden die grösste Kolonie an Australiens Westküste. Im Informationszentrum finden täglich zu bestimmten Zeiten Pinguinfütterungen und Erläuterungen durch Fachleute statt.
Beim Point Peron kann man nahe an der Oberfläche tauchen und die hervorragende Sicht geniessen. Die geschützten Gewässern des Cockburn Sound laden zu einem Bad ein!

Nördlich des Ortes dominiert dann die Industrie und die Marine. In Fremantle und Perth endet dann diese Rundreise durch den Südwesten Australiens! So schliesst sich der Kreis dieser Rundreise durch den Südwesten: Die letzten Tage lassen sich perfekt in Perth verbringen.

Perth, Fremantle, Rottnest Island

Perth ist ja bekannt für seinen Sonnenschein (siehe Frühlingstage in Perth) und ein entspanntes Tempo.

Perth ist mit etwa 2.1 Mio Einwohnern (im Grossraum) die drittgrösste Stadt in Australien und ist 2’136km von der nächsten grossen Stadt (Adelaide), respektive 2’580km von Denpasar auf der indonesischen Insel Bali, entfernt!
Perth erhält mässige, wenn auch stark saisonale, winterliche Niederschläge. Die Sommer sind normalerweise heiss und trocken und dauern von Dezember bis März, wobei der Februar typischerweise der heisseste Monat ist. Nachmittags kühlt der sogenannte Fremantle Doctor, der Freo Doctor: Das ist der westaustralische Fachausdruck für die kühle Nachmittagsbrise, die während der Sommermonate in den südwestlichen Küstengebieten Westaustraliens auftritt. Die Winter sind mild und feucht, was Perth ein heiss-sommerliches Mittelmeerklima beschert. Perth hat durchschnittlich 8.8 Sonnenstunden pro Tag, was etwa 3’200 Sonnenstunden und 138.7 klaren Tagen im Jahr entspricht und die Stadt somit zur sonnigsten Hauptstadt Australiens macht.
Perth gilt als eine Metropole des Segel- und Wassersports. Die Wassertemperatur des Indischen Ozeans ist aufgrund einer Meeresströmung, die von der Antarktis kommt, relativ niedrig und liegt beständig bei 20 bis 22 °C.

In der Umgebung dieser Stadt könnte man sich permanent niederlassen…

3 Tage in Perth lassen sich einfach gestalten. Am Morgen des ersten Tages nimmt man den kostenlosen Stadtbus, bekannt als CAT (Central Area Transit), und steigt einfach bei den unzähligen Attraktionen der Stadt (Perth Cultural Center aus. Am Nachmittag kann man den Kings Park besuchen, und dann den Sonnenuntergang vom Cottesloe Beach aus geniessen und oder in Northbridge in einer der angesagten Bars chillen.

Den zweiten Tag nutzt man man zu einem Inselbesuch: Bei einem Halt in Perth darf man aber auch ein Besuch der wunderbare Rottnest Island (, Rottnest Island mit dem Fahrrad erkunden). Das geht am einfachsten mit einem Fähre-Fahrrad-Kombiticket (mit Rottnest Express oder Sealink)!

Ich kann garantieren, dass das ein unvergesslicher Tagesausflug wird. Am liebsten würde man eines der Ferienhäuschen mieten und etwas länger bleiben.

Den dritten Tag besucht man Fremantle: Ein Rundgang durch Fremantle und Besuch des Fremantle Prison lohnt sich auf jeden Fall!

Entlang meiner Route vom Fremantle Village Caravan Park reihen sich zuerst die Strände auf, dann folgen die Marinas und der Hafen. Im Geschäftsbezirk reihen sich sehr viele schöne, alte Häuser auf. Quer geht’s dann durch den Cappuccino-Strip (der heisst wirklich so) bis zu den Fremantle Markets, welche aber nur Freitag bis Sonntag offen sind. Dahinter erreicht man dann das Fremantle Prison, die einzige UNESCO World Heritage Site von Westaustralien. Durch das Gefängnis kann man Touren zu verschiedenen Themen (Convicts, Prisoners, Tunnels, …) buchen.

Wenn man sich durch Fremantle und South Fremantle bewegt, darf man auch die tolle Street Art nicht verpassen…

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