Rückblick auf den Roadtrip von Darwin nach Perth (Teil 3): Top End, Kimberley, Dampier Peninsula

Mein Roadtrip durch das Top End und The Kimberley beginnt mit einem Besuch des Litchfield National Park.

Sehr schnell habe ich mich wieder an den Linksverkehr gewöhnt und auch das Schalten geht sehr viel einfacher als gedacht, obwohl ich zuhause nur Automat fahre. Der Toyota Hilux hat eine gut ansprechende Kupplung und der Motor hat genügend Drehmoment, dass das Anfahren und Schalten problemlos klappt. Beim Rückwärtsfahren muss ich aber sehr aufpassen, dass ich die Länge des Fahrzeugs nicht unterschätze. Die grossen und ziemlich weit aussen stehenden Rückspiegel ermöglichen aber einen recht passablen Blick zurück.

Litchfield National Park

Der 128km südlich von Darwin gelegene Litchfield-Nationalpark ist eine alte, vom Wasser geformte Landschaft. Der Park erstreckt sich über eine Fläche von etwa 1’500km² und enthält repräsentative Beispiele für die meisten natürlichen Lebensräume des Top End.

Faszinierende magnetische Termitenhügel, historische Stätten und die verwitterten Sandsteinsäulen der Lost City sind ein Muss für Besucher. Während schattige Monsun-Waldspaziergänge Rückzugsmöglichkeiten vor der Hitze des Tages bieten.

Aborigines leben seit Tausenden von Jahren in diesem Gebiet. Es ist wichtig für die Koongurrukun, Mak Mak Marranunggu, Werat und Warray Aborigines, deren Ancestral Spirits die Landschaft, die Pflanzen und Tiere geformt haben und auch heute noch in der Landschaft präsent sind.

Im nahe gelegenen Litchfield NP habe ich mit 2 Übernachtungen die „magnetischen“ Termitenhügel besucht, die 135 Treppenstufen zum Plunge Pool der Florence Falls bewältigt und nach einer Rundwanderung ein Bad im Plunge Pool der Wangi Falls genommen. Hier könnte man sicher noch ein paar weitere Tage verbringen, aber ein paar Tracks waren wegen Buschfeuern schon geschlossen!

Anzumerken ist, dass mit gemieteten Fahrzeugen (auch 4WD) die Piste zur Lost City sowie der Abschnitt von den Sandy Creek Falls bis zum Victoria Hwy meist nicht befahren werden darf.

Kakadu National Park

Der Kakadu National Park liegt 172km östlich von Darwin im Northern Territory. Er ist mit 19’804km² etwa halb so gross wie die Schweiz.
Kakadu NP wurde wegen seines herausragenden natürlichen und kulturellen Werts in die Liste der UNESCO sowohl als Weltnaturerbe als auch als Weltkulturerbe aufgenommen. Der Park enthält eine der schönsten und umfangreichsten Sammlungen von Felsmalereien der Welt. Der Park umfasst grossartige Landschaften, von den wild-rauen Sandsteinflanken des Hochplateaus über die weitläufigen Waldgebiete bis zu ausgedehnten Feuchtgebieten. Der Nationalpark schützt auch das gesamte Einzugsgebiet eines grossen subtropischen Flusses, des South-Alligator-Flusses, und Beispiele aller Habitatarten des Top Ends von Australien.
Kakadu NP ist eine Kulturlandschaft, der nach dem Glauben der Ureinwohner deren spirituelle Vorfahren in der Schöpfungszeit („Creation Era“) Gestalt verliehen: Sie durchwanderten das Land und schufen auf ihrer Reise die Landschaftsformen, Pflanzen, Tiere und Bininj/Mungguy (Ureinwohner).

Für den Besuch des Kakadu NP kann man schon zuhause den saisonalen Park Pass (AUD 40 pro Erwachsenen, AUD 100 für eine Familie) kaufen und ausdrucken. Ich habe 5 Tage im Park verbracht, da kann man aber gut noch ein paar Tage verlängern, da es noch viel mehr zu sehen und erleben gäbe…

Im Norden des Parks habe ich vom Merl Campground aus zuerst die Krokodile an Cahills Crossing bewundert, und dann am nächsten Tag mit der Rock Art bei Ubirr und der Guluyambi River Cruise traumhafte Eindrücke in der East Alligator (Erre) Region sammeln können. Am folgenden Tag wollte ich die Jim Jim Falls besuchen: Die Strasse war mir aber zu korrugiert und die Fälle wären sowieso ausgetrocknet gewesen. So habe ich auf der Fahrt nach Cooinda mit Burrunggui und Anbangbang (aka Nourlangie) noch mehr Kunstgalerien in einer bezaubernden (und heiligen) Umgebung besichtigen können. Im Cooinda Campground and Caravan Park bin ich dann 2 Nächte geblieben. Das gab mir die Möglichkeit, frühmorgends die Traumhafte Stimmung bei Sonnenaufgang auf der Yellow Water Cruise zu geniessen und am Tag darauf Maguk Falls und Gunlom Falls (letzterer diente als Crocodile Dundee Filmkulisse) im Süden des Parks in Ruhe zu besuchen. Auf dem gemütlichen Gunlom Campground habe ich die nächste Nacht verbracht. Am

Am nächsten Morgen habe ich zuerst den Walk zu den oberen Pools der Gunlom Falls unternommen und mich dann auf den langen Weg nach Edith Falls gemacht. Dabei habe ich den Kakadu NP verlassen, kurz nach dem NP im Mary River Roadhouse aufgetankt und einen kleinen Zwischenhalt im etwas skurrilen Pine Creek gemacht.

Nitmiluk National Park

Der Nitmiluk Nationalpark (früher Katherine Gorge Nationalpark) ist ein 1989 gegründeter, 2’921km² grosser Nationalpark im Northern Territory, 32 km nordöstlich von Katherine.

Teil des Parks ist die Katherine Gorge, ein vom Katherine River über einen Zeitraum von einer Milliarde Jahren in das Arnhem-Plateau gegrabenes, 12km langes System von 13 Schluchten mit bis zu 70m hohen Sandstein-Felswänden. Die Schluchten und deren Umland haben spirituelle Bedeutung für das Aborigine-Volk der Jawoyn.
„Nitmiluk“ bedeutet in der Sprache der Jawoyn so viel wie Ort der Zikaden-Traumpfade. Der Park wurde in den Besitz der Jawoyn zurückgegeben und wird in Übereinstimmung mit deren traditionellen Gesetzen von der Parks and Wildlife Commission of the Northern Territory mitverwaltet. Im Bereich des Parks sind noch historische Felsmalereien zu finden.

Die Edith Falls, ein grosser, von einem Wasserfall gespeister See, liegen an der Westgrenze des Parks.

Nach der langen Fahrt konnte ich Leliyn (Edith Falls) Loop Trail und dessen Upper Pools im Abendlicht geniessen. Was für ein Erlebnis! Auf dem romantischen Edith Falls (Leliyn) Campground habe ich die Nacht verbracht.

Auf dem Weg zur Katherine Gorge habe ich im geschäftigen Katherine (es ist die drittgrösste Stadt der Northern Territories) meine Vorräte aufgefüllt, die mobile Verbindung genossen und bin dann zum Nitmiluk Campground gefahren. Hier bin ich zwei Nächte geblieben. Am selben Tag habe ich abends den Baruwei Loop Walk absolviert und am nächsten Morgen ganz früh die Katherine Gorge Dawn Cruise gemacht. Beides hat mir sehr gut gefallen! Hier müsste man bei kühlerem Wetter tatsächlich einen Kanuausflug machen.

Am nächsten Tag ging es dann auf den Abstecher zum Purnululu NP. Da diese Strecke sehr lang ist, habe ich in einem der beiden Campgrounds (Wirib Store & Tourism Park) in Timber Creek (gratis!) übernachtet. Auf der langen Etappe von Pine Creek (NT) zum Lake Argyle Resort (nahe Kununurra, WT) lohnt sich der kurze Abstecher zum Gregory’s Tree (welcher zur Geschichte eines erfindungsreichen Entdeckers führt).

Wegen des Wechsels des Gliedstaates von NT nach WA wird jedes Fahrzeug kurz an der Quarantäne-Station inspiziert und man musst ein paar Fragen beantworten. Man darf weder Früchte noch Gemüse noch frische Milchprodukte nach Western Australia mitnehmen. Und die Zeit wird um 1.5h zurückgestellt!

Die Nationalparks von Western Australia sind alle kostenpflichtig. Daher kauft man sich am besten vorab den Holiday Pass für einen Monat (AUD 60) oder All Parks Pass für ein Jahr (AUD 120). Bei beiden kann man als Autokennzeichen „HIRE VEHICLE“ eintragen, da man ja die Nummernschild des Mietfahrzeugs (noch) nicht kennt. Den Pass druckt man zuhause aus und legt ihn dann auf das Armaturenbrett.

Mittags kam ich schon im Lake Argyle Resort an und genoss unter anderem den Infinity Pool. Am nächsten Tag fuhr ich dann ausgeruht den sehr langen Abstecher in den Purnulu Nationalpark! Kununurra nutzte ich frühmorgends zum Einkaufen.

Nun gilt es, den östlichen Teil der Kimberley zu erobern!

The Kimberley

The Kimberley ist mit rund 420’000 km² etwa 10 mal so gross wie die Schweiz. Hier leben schätzungsweise 35’000 Menschen; etwa die Hälfte sind Ureinwohner (deren Zahl nur grob geschätzt werden kann). Der grösste Teil der Kimberley ist aufgrund des unwegsamen und unerschlossenen Terrains kaum erreichbar. Die Landschaft ist, bei einem so grossen Gebiet, natürlich sehr vielfältig. Im Süden liegen riesige Höhenzüge und Wüsten und im Norden eine 2’000km lange, fjordartige Küste mit Gezeitenunterschieden von bis zu 10.8m, den zweithöchsten der Welt.

Die einzigen grösseren Städte sind Broome und Derby im Westen sowie Kununurra im Osten. Neben dem asphaltierten Great Northern Highway gibt es nur eine weitere Strecke durch das Gebiet, die 650km lange, überwiegend unbefestigte Gibb River Road. Sie führt östlich von Derby quer durch die Kimberley und hat auf dieser langen Strecke nur wenige Abzweigungen, insbesonders die Kalumburu Road, welche ganz in den Norden des Gebiets führt.

Im Norden der Kimberley liegt das 150’000km² grosse Mitchell Plateau auf 370m Höhe. Von diesem Plateau aus sammeln sich die riesigen Flüsse Hann, Prince Regent, Mitchell, King Edward, Drysdale und Durack. Das Plateau besteht aus Sedimenten, die sich vor rund 1.5 Mia Jahren abgelagert haben. Diese Sedimente stammen aber von Bergen einer anderen Landmasse. Erdbewegungen führten wohl dazu, dass dieses Stück davon abbrach und Teil von Australien wurde. Entlang der Stosskante entstanden Faltungen und Ranges.

Entlang der Küste liegen weite Flussmündungen und unzählige Inseln. Die hohen Gezeitenunterschiede formen vielfältig verzweigte, mäandrierende und sich verändernde Landschaftsbilder. Hier liegen auch die bei Tauchern bekannten Rowley Shoals. Dies sind drei Korallenatolle, die sich über 110km erstrecken, aber natürlich nur per Boot erreichbar sind.

Die im westlichen Teil der Kimberley gelegenen Nationalparks Danngu (Geikie Gorge), Dimalurru (Tunnel Creek) und Bandilgan (Windjana Gorge) zeugen davon, dass der Nordwesten Australiens vor rund 350 Mio Jahren von einem tropischen Ozean bedeckt war. Die Schluchten und der Tunnel ziehen sich durch ein immenses Korallenriff (Devonian Barrier Reef), das zu jener Zeit im warmen Wasser entlang der Küste gedieh. Vor etwa 20 Mio Jahren wurde die Landmasse angehoben. Durch Erosion wurde das uralte Riff freigelegt und es entstanden beeindruckende Schluchten.

In der östlichen Kimberley liegen die gestreiften, bienenkorbartigen Sandsteinformationen der Bungle Bungle Ranges (Purnululu Nationalpark). Eine ähnliche Gesteinsstruktur besteht in kleinerer Grösse auch bei Kununurra, im Mirima Nationalpark. Menschengemacht hingegen ist der südlich von Kununurra gelegene Stausee, der Lake Argyle. Der Ord River wurde gestaut und bildet mit 1’000 km² Australiens grössten Stausee.

El Questro hat zwei übersichtlichte Guides zur Bestimmung von Vögeln und Pflanzen der Kimberley publiziert:

Nach 270km ging die 52km lange, sehr abwechslungsreiche, aber auch anstrengende Strecke zum Besucherzentrum des Purnululu NP los. Durch viele Creeks, über manche Hügel und Kurven sowie unzählige Felsen geht dieser Weg.

Purnululu National Park

Der Purnululu NP ist 240ha gross und umfasst die Bungle Bungle Range, welche eine überwältigendes Feld an Sandsteindomen umfasst. Diese natürlichen Formationen sind in dieser Anzahl, Grösse und Vielzahl an Formen einzigartig auf der ganzen Welt. Der Sandstein der Karstformationen entstand vor etwa 360 Millionen Jahren. Die orangen und grauen Bänder haben ihre Ursache in unterschiedlicher Feuchtigkeit. Wo es feucht ist, leben Cyanobakterien, welche den Stein grau oder schwarz färben. Das sind die selben Bakterien, welche auch die Felsen der Wasserfälle schwarz färben. Die orangen Bänder sind trocken und an der Luft oxidiert.

Mehr als 600 verschiedene Pflanzenarten, einige sind einzigartig im Park. Typisch Bloodwood und Snappy Gums. Es gibt 13 Arten von Spinifex, mehr als in den anderen Gebieten von Australien. 149 Vogelarten, 85 Reptilienarten, 32 einheimische Säugetiere und 12 Froscharten Leben im Park. Was für eine Vielfalt!
Die winzigen Vögel Honeyeaters und Finches gefallen mir besonders. Im Campground hat sich auch ein Kookaburra ganz nah bestaunen lassen.

2003 wurde Purnululu zum Welterbe erklärt. Bis vor kurzem war diese Gegend aufgrund ihrer abgeschiedenen Lage nur den traditionellen Ureinwohnern und einigen Farmern, Viehtreibern, Geologen, Wissenschaftlern und Einheimischen bekannt. Erst seitdem diese Gegend Anfang der 1980er-Jahre in den Medien Schlagzeilen machte, wurde auch die Öffentlichkeit auf sie aufmerksam.

Die einzigartigen Felsformationen des Welterbes Purnululu NP (Bungle Bungle) habe ich mit zwei Übernachtungen (Walardi Campground und Kurrjanong Campground) erlebt.

Zwei Tage sollte man für den Besuch dieses wunderbaren Nationalparks schon einplanen, besonderes wenn es in der Nebensaison ab Mittag sehr heiss wird und man den Nachmittag eher mit Siesta im Schatten eines Baumes oder des Campers verbringt. Auch die Hin- und Rückfahrt ist mit jeweils 2 Stunden ziemlich anstrengend.
Wer nicht mit einem 4WD Campervan, sondern „nur“ mit einem 4WD-Auto unterwegs ist, kann entweder in der Bungle Bungle Wilderness Lodge oder in der Bungle Bungle Savannah Lodge übernachten und von dort auch einen Helikopterrundflug unternehmen. Für einen Tagesausflug ist der Nationalpark aber meines Erachtens zu weit weg. Mit einem 2WD-Fahrzeug oder Campervan kann man im Bungle Bungle Caravan Park übernachten und von dort eine geführte Tagestour mit dem 4WD-Bus oder einen Helikopterflug buchen. Die Preise der Lodges und Ausflüge sind aber nicht unerheblich.

Umgebung von Kununurra

Nach dem Besuch des Purnululu NP legte ich nochmals in Kununurra einen Halt ein. Es lohnt sich, die vielen Sehenswürdigkeiten rund um Kununurra zu besuchen. Wer nicht mit einem 4WD Fahrzeug unterwegs ist, kann von hier aus viele geführte Touren (mit dem Fahrzeug, Flugzeug oder Schiff) in die Umgebung (Kimberley, Gibb River Road, Bungle Bungle Range) buchen. Mehrere Anbieter haben von Kununurra aus Rundflüge in einem Kleinflugzeug oder Helikopter im Programm, u. a. Helispirit, Kingfisher Tours und Kimberley Air Tours.

Ganz in der Nähe von Kununurra gibt es den Mirima National Park (in 5 Minuten mit dem Auto) zu entdecken. Das verborgen gelegene Tal wird aufgrund der 350 Millionen Jahre alten Sandsteinformationen, steilen Talschlüssen, engen Schluchten und schmalen Bergrücken, die der Bungle Bungle Range ähneln, häufig auch als „Mini Bungles“ bezeichnet.

Zu einem Aufenthalt in Kununurra gehört unbedingt auch eine Bootsfahrt auf dem Ord River und zum Sonnenuntergang auf dem Lake Argyle.

Ich war jedoch schon etwas zu spät hier und erlebte den Ort bei grosser Hitze und Luftfeuchtigkeit. Deshalb machte ich mich schon am nächsten Tag auf die Reise zur Gibb River Road.

Gibb River Road

Die 660km lange, grösstenteils unbefestigte Gibb River Road zweigt 48km südlich von Wyndham vom Great Northern Highway (N1) nach Südwesten ab. Vorbei an der Emma Gorge beschreibt sie einen Bogen nach Nordwesten und erreicht mit Home Valley (südlich des West Arm des Cambridge-Golfes) ihren nördlichsten Punkt. Anfangs am Durack River stromaufwärts führt sie in südwestlicher Richtung, bis sie die Schafzuchtstation Gibb River im Zentrum der Kimberleys erreicht. Dort endet der jüngere, nördliche Teil der Route.
Der südliche Teil führt weiterhin nach Südwesten, vorbei an der Barnett River Gorge und der Manning Gorge, zum Mount Barnett Roadhouse, wo eine erste Tankmöglichkeit besteht. Vorbei an der Galvans Gorge und der Adcock Gorge zieht die Strasse weiter nach Südwesten zum Imintji Wilderness Camp am Fuss der Wunaamin Miliwundi Ranges (ehem. King Leopold Ranges), wo ebenfalls eine Tankstelle liegt. Den Wunaamin Conservation Park and den Miluwindi Conservation Park, zwei staatliche Schutzgebiete, durchzieht die Gibb River Road in Richtung Westen in einigen Kilometern Abstand zur Lennard River Gorge.
Nach Verlassen des Parks wendet sich die Strasse erneut nach Südwesten, bis sie die von Südosten kommende Fairfield Leopold Downs Road aufnimmt, die zum Bandilgan Nationalpark (Windjana Gorge) und zum Dimalurru Nationalpark (Tunnel Creek) führt. Danach zieht die Gibb River Road nach Westen, um nach 124 km die Stadt Derby zu erreichen. Die letzten 74km der Strasse sind asphaltiert.
Der Zustand der Gibb River Road hängt stark von den Witterungsverhältnissen ab. In der Regenzeit (November bis April) ist die Strasse zuweilen für jeglichen Verkehr gesperrt. Der Strassenbelag selbst wechselt immer wieder von steinigen zu sandig-erdigen Passagen, kurze Streckenteile sind auch asphaltiert. Typisch für die Gibb River Road als unbefestigte Strasse ist die Ausbildung einer Waschbrettpiste. Diese kann abschnittweise schon fast extrem ausgebildetet sein. Um Reifenschäden zu vermeiden, ist daher eine Reduktion des Reifendrucks und eine vorausschauende Fahrweise sehr zu empfehlen.

Die sagenumwobene Strasse habe ich in drei Etappen genossen. Ich startete mit 2 Übernachtungen in El Questro (ELQ), einem gut eingespielten Resort mit grossem Ausflugsangebot und vielfältiger Landschaft. Ich würde hier das nächste Mal vielleicht etwas länger verbleiben und ein, zwei der angebotenen Ausflüge geniessen.

Die erste, anspruchsvollere Hälfte der sagenumwobenen Gibb River Road führt mich danach zum Manning Gorge Campground, wo ich schwimmend (mit Gepäck-Dinghi) den Trail zu den Manning Falls noch vor Mittagshitze erkundete.

Die imposante Szenerie der zweiten Hälfte der Gibb River Road beschloss ich dann auf dem Campground des Bandilgan NP (Windjana). Dessen Gorge zeigte auf, dass der Dichtestress für Süsswasserkrokodile in der Windjana Gorge sehr ausgeprägt ist… Am nächsten Morgen hätte ich noch Dimalurru (Tunnel Creek) besucht, wenn die Zweitbatterie des Campervans nicht komplett leer gewesen wäre.

Anzumerken ist auch, dass die Kalumburu Road mit Mietfahrzeugen (auch 4WD) typischerweise nur bis Drysdale Station befahren werden darf. Auch die Piste zur Lennard River Gorge darf nicht befahren werden.

Broome und Umgebung

Auf der Fahrt nach Broome, schon ein ganzes Stück nach der Gibb River Road besuchte ich dann noch bei Derby den Boab Prison Tree.

Bevor es zur Erkundung des südwestlichen Bereichs der Kimberley ging, habe ich noch etwas Zeit in der quirligen Touristenstadt Broome und an der fantastischen Cable Beach verbracht.

Von Broome aus machte ich einen Tagesausflug mit Flugzeug und Schiff zu den Horizontal Falls während einer Springflut. das war ein unvergessliches Erlebnis!

Die nächsten 2 Tage verbrachte ich in Cape Leveque, einem Bilderbuchparadies im Norden der Dampier Halbinsel. Die 86km lange unbefestigte Strasse, welche Ende 2019 noch eine gigantische Baustelle war, soll bis 2021 komplett asphaltiert sein. Dann sind nur noch die Zufahrtsstrassen zu den Orten sandige Pisten.

Auch nach diesem Ausflug machte ich einen zweiten Zwischenhalt im RAC Cable Beach Holiday Park. Broome ist ein teures Pflaster und die Caravan Parks sind häufig komplett ausgebucht: Trotzdem lohnt sich hier ein längerer Aufenthalt, denn man kann einfach sehr viel unternehmen. Meine letzte Übernachtung hier war aber so schwülheiss, dass ich mich rasch auf den Weg Richtung Süden machte.

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