Entlang der „Grünen Grenze“ bei Rheinau

Diese lauschige kleine Rundwanderung (rund 1.5h, 7.5km) entlang der Rheinschlaufe bei Rheinau mache ich ab und zu mal.

Der Weg startet beim kostenlosen Parkplatz am Stadtgraben neben dem Hallen- und Freibad Aquarina.

Ich folge dem Wegweiser durch den Stadtgraben auf den Stadtwall, wo sich auch noch zwei Bunker aus dem zweiten Weltkrieg befinden. Und schon beeindruckt der Blick auf den Rhein! Der Weg folgt nun entlang des Waldes und der Strasse bis zur Holzbrücke über den Rhein. Identitätskarte nicht vergessen, denn nun wechselt man auf deutsches Staatsgebiet und folgt dort dem Rhein. Eine weiteres Stauwehr überbrückt den recht grossen Höhenunterschied zwischen dem Kraftwerk auf der einen Seite von Rheinau und dem Ausfluss des Kraftwerks auf der anderen Seite von Rheinau. Das Wasser fliesst durch einen Stollen unterhalb des Ortes.

Es geht entlang von ein paar Fischteichen und Bootsanlegern bis dieser in einer Schneise im Wald steil nach oben führt. Von dort führt der Weg durch den Wald bis zum Kraftwerk. Unterwegs kann man die Musikinsel Rheinau mit dem ehemaligen Kloster Rheinau bestaunen.

Nun könnte ich über die Treppen direkt zum Parkplatz hochsteigen, aber ich nehme den Weg entlang des Wassers bis zur Musikinsel und bestaune die herrschaftliche Gebäude des ehemaligen Klosters.

Vor dem Kraftwerk könnte man auch noch das Ausflugsschiff zum Rheinfall nehmen und von dort wieder zu Fuss (etwa 7km) zurückgehen…

Zurück zum Parkplatz geht es auf dem ausgeschilderten, steilen Weg durch die Reben. Oberhalb entlang des Rebbergs ergeben sich nochmals fantastische Blicke zur Musikinsel und zum Kraftwerk.

Das Ausleitkraftwerk Rheinau ging 1957 in Betrieb. Das Wasser wird in einem Stollen turbiniert, welcher die Rheinschlaufe um Rheinau an ihrer schmalsten Stelle abschneidet. Die Stauwurzel des Kraftwerkes reicht bis zurück zum Rheinfall und staut diesen im Mittel um 2m ein.

In der 4,5 km langen Rheinschlaufe rund um Rheinau fliessen seit 1957 an rund 230 Tagen im Jahr nur die in der Konzession festgelegten minimalen fünf Kubikmeter Restwasser pro Sekunde. Das sind nicht einmal 1,5 Prozent des mittleren Abflusses des Rheins, der oberhalb des Rheinfalls 367 m3/s beträgt. Damit die Rheinauer Klosterinsel nicht trockenfällt und der Rhein nicht zu einem Bächlein verkommt, wurden zusätzlich zum Kraftwerk in der Flussschlaufe zwei Hilfswehre gebaut. Diese stauen das wenige Restwasser so ein, dass das Landschaftsbild einer Insel aufrechterhalten wird. Die eindrücklichen Klosterwellen, die rauschenden Stromschnellen rund um die Insel, welche den schnellfliessenden Flussabschnitt geprägt haben, sind verschwunden. Aus der ursprünglichen, dynamischen Flusslandschaft wurde eine monotone Abfolge von drei Stauseen.

https://naturschutz.ch/news/natur/kraftwerk-rheinau-jetzt-reichts/130317

Ein Kommentar

  1. Der Belag des Weges auf dem Wehr des Kraftwerks Rheinau wird aktuell erneuert. Daher ist die Querung des Rheins beim Kraftwerk bis Mitte September 2022 nicht möglich. Der Rundgang muss daher ausschliesslich auf der Schweizer Seite stattfinden.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..