Im 25’000km2 grossen Kakadu Nationalpark mit seinen zahlreichen Highlights habe ich ein paar herausgepickt, welche mir vor 7 Jahren (Maguk Fall uns Gunlom Falls, Yellow Water Cruise, Burrunggui und Anbangbang, Ubirr Rock Art und River Cruise) gut gefallen hatten. Da Maguk (bis mindestens Mitte August) immer noch zu ist und beim Buchungszeitpunkt auch sowie auch die Strasse zu Jim Jim and Twin Falls im Jahr 2026 geschlossen sind, habe ich Gunlom Falls, Yellow Water Cruise, Ubirr und Guluyambi Cruise geplant und gebucht. Die Campgrounds kann man im Kakadu NP jedoch nicht im Vorab buchen, dort gilt first-com-first-served: Das sollte aber definitiv kein Problem sein, denn ich bin eher der Frühankommer.
Im Voraus muss ich auch anmerken, dass Kakadu ein ganz schön teures Abenteuer ist, sogar für einen Alleinreisenden:
- Kakadu National Park Pass 2026/2027 (1 week dry season – der Nationalpark Pass des NT gilt hier nicht): AUD 25
- Cooinda Medium Powered Site (2 Nächte): AUD 168
- Yellow Water Cruise 4:30PM (2h): AUD 130
- Guluyambi Cultural Cruise (1h45′): AUD 92
- NP Campgrounds (3 Nächte): AUD 45 (die sind günstig in Anbetracht der schönen Sites sowie der warmen Duschen und Spültoiletten)
- Diesel: AUD 3.07/Liter (0.50/Liter teurer als ausserhalb des Parks)
Für 5 Tage (eine Person) etwa AUD 500, bei zwei Personen sind das dann schon etwa AUD 720.
Die Anfahrt von Edith Falls bis zum Kakadu Nationalpark verläuft ereignislos, d.h. sie war langweilig. Da auf dem Hwy im NT meist 130km/h gefahren werden darf, habe ich meine Reisegeschwindigkeit von 90km/h auf 100km/h erhöht.
Samstag: Gunlom Falls
Die 35km Piste nach Gunlom Falls ist soweit einigermassen in Ordnung. Wo die Strasse die letzten 10km entlang des Flusses geht, ist sie aber ziemlich „rough“. Auf dem Campground ist bei meiner frühen Ankunft sehr wenig los, ich kann mir einen tollen schattigen Platz mit Sonne für das faltbare Solarpanel ergattern. Bis am Mittag kommen dann noch einzelne weitere Camper. Meine Nachbarn sind ein sehr nettes australisches Paar, wobei es sich wieder einmal herausstellt, dass die Welt ein Dorf ist: Meine neue Nachbarin Tanja kommt ursprünglich aus Winterthur, wo ich die letzten 8 Jahre gelebt hatte. Das wird während des Aufenthalts zu enigen netten Gesprächen während des Tages und am Lagerfeuer geben.
Leider hatte man am 24.7. ein Kroki im Plunge Pool (wieder)entdeckt, daher ist dieser Pool für menschliche Besucher gesperrt. Schade, denn er hat einen tollen Sandstrand.
Und dann gab es am Mittag während gut 2 Stundn sehr viel Action: Zuerst waren viele Ranger auf dem Platz bei einem Fahrzeug, dann kam ein Rettungswagen und kurz danach ein Helikopter. Scheinbar ist eine Frau oben auf dem Weg gestürzt und hat sich am Kopf verletzt, hört man aus zweiter Hand. Sie konnte mit Hilfe zum Campground runtergehen, ist dort aber ohnmächtig geworden. Der Host hat mir dann am nächsten Morgen bestätigt, dass sie im Spital stabil sei. Das ist doch eine gute Nachricht.
Der Heli hatte Schwierigkeiten zu landen wegen des vielen Staubs und brauchte zwei Anläufe, um das Ärzteteam abzusetzen. Nach der Notversorgung hat der Heli dann den einen Arzt mit Trage/Patient, dann den anderen Arzt raufgeseilt. Schon erstaunlich, diese Präzision.
Bei uns unten war dann alles tüchtigst eingestaubt und die Duschen/WCs komplett voller Laub und Staub. Richtig gruusig sah das aus. Aber jeder, der die eine Dusche oder ein WC benutzt hat, hat die Blätter und den Dreck rausbefördert, sodass sie wieder einigermassen benutzbar waren.
Da es mir am Samstag zu warm für den Aufstieg zu den Upper Pools war, bin ich früh am Sonntag Morgen mit Nachbarin Tanja raufgegangen. Das war im Schatten und Kühle des frühen Morgens ein kurzer Aufstieg über die vielen Treppen. Und er bot natürlich die Möglichkeit zu einem guten Gespräch auf Schweizerdeutsch. Oben angekommen, habe ich mich nicht so recht in’s Wasser getraut, da die Steine sehr glitschig waren. Ich hätte meine rutschfesten Wasserschuhe mitnehmen sollen.
Aber die Aussicht war grandios. Und ich muss bei Gelegenheit tatsächlich nochmals die Crocodile Dundee Szene schauen, wo er die Uhrzeit schätzt, diese aber versteckt von der Uhr abliest. Diese Szene wurde nämlich hier gedreht.
Nachdem wir die Treppen runtergegangen waren, habe ich noch rasch meine Site beim Host bezahlt, der gerade gegenüber Räubergeschichten aus seiner Rangerzeit erzählte.
Die Piste kam mir auf dem Rückweg etwas anspruchsvoller vor, als auf dem Hinweg? Aber die 35km sind ja rasch geschafft. Und ich bin wieder gut auf dem Hwy angekommen und konnte die Reifen aufpumpen. Bin nur von zwei Utes überholt worden. Ich staune, dass einige Leute mindestens der ersten Teil der Piste mit normalen PKW (wahrscheinlichoffentlich AWD) machen.
Die nächsten paar Tausend Kilometer wird nun allergrösstenteils Bitumen sein. Und für ein paar Wochen hat sich der letzte Pistenstaub in den Küchenschubladen und aussen am Camper abgelagert. Da könnte ich mir ja mal eine Womo-Wäsche überlegen.
Auf der Fahrt zu Cooinda / Yellow Waters bin ich nicht zu Burrunggui und Anbangbang abgebogen, denn es war mir einfach viel zu heiss am Mittag. Aber für einen kleine Lunchpause am Gungurul Campground hat es aber noch gereicht. Der kurze Weg zum South Alligator River war aber etwas nutzlos, denn der Fluss ist hier trocken und es gibt nur ein sehr kleines Wasserloch. Aber was tut man nicht alles, um noch mehr Durst zu kriegen.
Sonntag und Montag: Cooinda und Yellow Water Cruise
Im Yellow Water Campground der Cooinda Lodge habe ich eine schön schattige Site (#59) gekriegt. In der Email stand zwar #58, aber da stand schon ein Camper. Bei der Rezeption haben sie mir dann gesagt, dass sie mir die 59 gegeben haben. Die ist viel besser als 58 und da der Camper daneben vorwärts eingeparkt hat, habe ich sehr viel Platz. Die Pools von Cooinda sind ja genial. Als ich den grossen Pool gesehen habe, konnte ich meine Erinnerungen wieder verknüpfen.
Es sind schon ziemlich viele europäische Touris (einige Familien) unterwegs, welche den Sommerurlaub mit den grossen Miet-Womos hier verbringen. Aber der Campground ist trotzdem recht leer. Warum sie aber die wenigen Caravans und Womos alle auf den recht engen Plätzen rund um die Ablutions und Camper’s Kitchen positionieren, und die grosse Fläche mit den anderen Sites fast komplett leer lassen, versteht kein Mensch.
Ab Ankunft läuft drinnen Klima, dann kann ich abends drinnen in der Kühle und morgends draussen an den vergangenen Blockbeiträgen schaffen. Am späteren Nachmittag habe ich dann noch ausgiebig den grossen Pool besucht. Die Kühle des Wassers hat richtig gut getan!
Meine Cruise geht ja erst am Sonntag um 16:30, also viel Freizeit! Das tut auch mal gut.
Abends habe ich den Air Fryer rausgeholt und mir ein paar Wedges und Vegi-Würstchen gebacken. Sehr fein.
Auch am Sonntag Mittag habe ich gemütlich nochmals die Induktionsplatte angeworfen und mir ein auf der Haut gebratenes Lachsfilet aus Tasmanien mit Fertigreis (aus der Mikrowelle) machen. Das nennt man Luxus!
Am Sonntag um 16:15 erscheine ich dann an der Bushaltestelle für die Yellow Water Cruise: Dusk und wir werden mit dem Bus zum Anleger der Boote gebracht. Das sind ja nur ein paar hundert Meter. Dort werden zwei der recht grossen Boote mit Touris gefüllt. Und schon geht es los in der nachmittäglichen Hitze. Unser Guide ist ein junger Aboriginal (den Namen konnte ich mir nicht merken), der eine etwas spezielle Art der Erklärungen und Kommentare hatte. Mir ging das ein klein wenig auf die Nerven, da ich meinte zu merken, dass das schon die x-te Tour diese Saison war. Aber die vielen Krokodile und die schöne Natur rund um das Yellow Water Billabong und den South Alligator River waren natürlich Spitzenklasse. Man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Junge Mitreisende haben 17 Krokodile gezählt. Und der Sonnenuntergang war auch wieder sehr schön.
Fazit: Natur top, mündliche Erklärungen leicht verbesserungswürdig. Die frühe Morning Cruise würde ich im Vergleich der Sunset-Cruise vorziehen. Diese ist bei höheren Temperaturen sowieso die allerbeste Wahl.
Um 19 Uhr war ich zurück beim Camper, habe kurz die Dusche besucht und dann im klimagekühlten Camper ein paar belegte Brote, Salat und eine Frucht gegessen.
Dienstag und Mittwoch: Merl Campground, Cahills Crossing, Ubirr und Guluyambi Cultural Cruise
Am Dienstag bin ich etwas später als normal los, also erst um 08:30. An der Tankstelle des Resorts habe ich den Tank mit dem teuren Diesel gefüllt. Dann ging es nach Jabiru, das inzwischen recht verwahrlost aussieht. Denn die Ranger-Uranmiene hat 2021 komplett ihren Betrieb eingestellt. Und den Ort nur für den Tourismus aufrecht zu erhalten, ist ein ziemliches Unterfangen. Den Supermarkt habe ich trotzdem gefunden und mir dort etwas Brot und einen Salatkopf für die nächsten zwei bis drei Tage gekauft. Dann bin ich die gut 40km zum Merle Campground gefahren. Da ich noch etwas zu früh unterwegs war, habe ich kurz bei Cahill’s Crossing geschaut, ob ich Krokodile beobachten kann. Ja, natürlich. Aber da der Wasserstand des East Alligator Rivers unterhalb der Strassenquerung wegen Niedrigwasser sehr tief war, hielt sich die Action in Grenzen.
Also suchte ich mir im grossen Merl Campground (mit Duschen und WCs) einen schönen Platz und richtete mich häuslich ein. Es war ganz schön heiss heute! Nach zwei Lunchbroten habe ich dann gegen 14 Uhr beschlossen, Cahills Crossing nochmals bei hohem Wasserstand zu besuchen. Denn wenn das Wasser von der Meerseite über die Felsen und die Betonfahrbahn in den ober Flusslauf läuft und Fische mitbringt, dann herrscht ganz schöne Krokodil-Hektik im Oberlauf. Wenn dann nach dem Tidenwechsel das Wasser (und die Fische) wieder den Fluss runter getrieben werden, dann herrscht im Unterlauf Krokodil-Hektik.
Ich ging in der sengenden Hitze die rund 1km auf dem Fussweg zu Cahills Crossing. Dort war ich aber noch viel zu früh, denn der Wasserstand im Unterlauf war noch tief. Also setzte ich mich auf die Bank und stellte dann fest, dass mein Schlüsselbund gar nicht im Rucksack waren! Hatte ich die unterwegs verloren? Nein, das konnte nicht sein. Also bin ich den Weg wieder zurück zum Camper gegangen und stellte Fest, dass die Türe nicht abgeschlossen war und der Schlüsselbund auf dem Küchenblock lag. Da musste ich zuerst mal heftig mit mir schimpfen und musste feststellen, dass die Hitze ganz schön die Konzentration beeinträchtig. Nun hatte ich aber keine Lust mehr, nochmals in der Nachmittagshitze zu Cahills Crossing zu gehen.
Ich stellte den Camper etwas besser in den Schatten anderer Bäume und verbrachte den Nachmittag und Abend mit Nichtstun, einer Dusche und einem Abendessen. Als es dann dunkel wurde, merkte ich erstaunt, dass hier mein oranges Licht nicht so gut funktionierte: Viele kleine Insekten belagerten das Licht. Also schaltet ich es ab, zog mich in den heissen Camper zurück und wartete im Dunkeln, bis dieser sich etwas agekühlt hatte. Vor dem Zubettgehen habe ich alle Fenster geschlossen und die Rollos geschlossen, damit ich mich mit Licht bereit für die Nacht machen konnte. Scheinbar hatten sich drei Mücken irgendwie reingeschlichen, die ich aber einfach „pflücken“ konnte. Agil sind die Mücken nicht wirklich. In der Nacht merkte ich, dass ich wohl eine Mücke doch nicht entdeckt hatte, denn immer wieder summte es um meinen Kopf, was mich ziemich viel Schlaf kostete. Irgendwann stand ich auf, schloss das Fenster schaltete das Licht an und bemerkte, dass es zwei Mücken waren. Ok, die waren bald mal erledigt. Doch das war es nicht. Ich stand also recht früh auf und entdeckte im Camper mindestens 10 weitere Mücken. Wie und wann haben es diese nur in den Camper geschafft? In einer grossen Vernichtungsaktion liessen alle Mücken ihr Leben und nur zwei hatten Blut gesaugt. (Apropos: In den nächsten zwei Tagen sind noch weitere Mücken aus Merl aufgetaucht, welche ihr Leben lassen mussten. Dann war aber Ruhe.)
Nun war aber klar, dass eine Planänderung angesagt war. Die für morgen vorgesehene frühe Besichtigung von Ubirr mache ich heute und nach der Guluyambi Cruise werde ich um 13 Uhr nach Darwin fahren. Ich buchte rasch eine Powered Site auf dem Discovery Parks in der Nähe des Flughafens und machte vorwärts, dass ich kurz nach Sonnenaufgang in Ubirr sein konnte.
Und dann bin ich so früh losgefahren, dass der Host noch gar nicht zum Geld einsammeln vorbeigekommen war. Sorry!, das war nicht mutwillig. So war ich dann um 07:30 auf dem Parkplatz von Ubirr, war das zweite Fahrzeig dort und konnte die zahlreichen Felszeichnungen in aller Ruhe geniessen.
Doch der allerschönste Moment war die Morgenstimmung und die Ruhe auf dem Nadab Aussichtspunkt. Die grüne Ebene und die Felsen auf der anderen Seite konnte ich in der angenehmen Wärme des Morgens sicher 15 Minuten ganz für mich geniessen, bis ein weiteres Touristenpaar kurz raufkam. Danach konnte ich nochmals die Aussicht geniessen und auch daran denken, wo zwischen den Felsen wohl die Crocodile Dundee Szenen gedreht worden waren. Ich habe diese Stille ungemein genossen.
Als dann ein weiterer Tourist kam, habe ich auf dem Rückweg die weiteren Kunstwerke bestaunt und die Erklärungen gelesen.
Da meine Cruise erst um 11 Uhr startet, bin ich nochmals zum sehr nahe gelegenen Cahills Crossing gefahren. Der Wasserstand war natürlich wieder tief, aber dieses Mal gab es im Unterlauf und im Oberlauf deutlich mehr Krokodile zu beobachten. Einige Autos fuhren über die Querung und es hatte sogar einen Fischer, der von der Querung und später von einem Felsen sein Glück versuchte. Und das mit einem sichtbaren und sicher einigen unsichtbaren Krokodilen in wenigen Metern Distanz. Es gibt einfach Leute, die haben eine gewisse Todessehnsucht. Als der Angler dann doch mal einen recht grossen Fisch an der Angel hatte, diesen aber wieder verlor, war die Reaktion des Krokodils bemerkenswert. Es wandte seine Aufmerksamkeit sofort dem Angler zu und ich dachte, dass der nächste gefangene Fisch ganz sicher im Rachen des Krokis und nicht am Ufer landen wird.
Um 10:30 bin ich dann zum Anleger der Guluyambi Cultural Cruise gefahren und wurde dort von Robbie begrüsst, der heute unser Guide sein wird. Er ist der Bruder von Neville, welcher 2019 die selbe Cruise extrem gut kommentierte (hier). Nachdem eine andere Reisegruppe das Boot um 10:45 verlassen hatte, konnten wir einsteigen.
Ich hatte es gar nicht mehr so in Erinnerung, dass man so nahe am Wasser sitzt! Als erstes fuhren wir die kurze Strecke runter zu Cahills Crossing und konnten schon unzählige Krokodile am und im Wasser ganz nahe beobachten. Was sind das für wundervolle Tiere! Sie glänzen richtig und haben wunderschöne Flecken. Ist ein Krokodil dunkel, so hat es das ganze Leben im Süsswasser verbracht. Ist es heller, dann hat es im Salz- oder Brackwasser sein Leben verbracht. Daher untenstehend mal eine Sammlung der schönsten Kroki-Bilder.
Dann fuhren wir den East Alligator River rauf und Robbie erklärte uns einges zum Arnhemland, zu den Bäumen und Pflanzen am Ufer und zu Felszeichnungen an den Felsen weiter flussaufwärts. Der Fluss dann dunkler, wenn es nur noch Süsswasser ist und die Anzahl Kokodile nimmt dann etwas ab. Trotzdem konnten wir weitere grosse Krokis bewundern.
Am Wendepunkt der Cruise hielten wir auf der Arnhemland-Seite des Flusses an und wir durften für 15 Minuten Arnhemland besuchen. Nach der Demonstration des Wurfspeers, der bis zu 100m weit fliegen kann, ging es dann wieder zurück zur Anlegestelle.
Pünktlich um 12:45 verliessen wir das Boot. Ich parkte mein Womo neben den beschatteten Picknickbänken am grossen Parkplatz und bereitete mir ein paar Lunchbrote zu.
Ich machte mir Gedanken darüber, dass die Erklärungen, die persönlichen Geschichten und die Begeisterung von Neville die Cruise damals schon sehr viel interessanter gemacht hatten, als die professionell einstudierten Fakten von Robbie.
Ich denke, dass ich die zwei Cruises sicher kein drittes Mal machen werde. Irgendwie war es dieses Mal einfach nur das Abspulen eines wiederkehrenden Touri-Programms in einer umwerfenden Naturkulisse.
Mittwoch: Fahrt nach Darwin
Um 13:15 habe ich dann die 280km nach Darwin in Angriff genommen. Wie erwartet war das eine ziemlich langweilige Angelegenheit, denn es gab nicht sehr viel zu sehen. Dafür bin ich aber mit 100km/h als mit den „normalen“ 90km/h gefahren. Sonst bin ich bei den erlaubten 130km/h einfach ein zu langsames Verkehrshindernis.
Um 16 Uhr kriegte ich dann die „afterhours“ SMS des Discovery Parks, wie ich zu meinen Unterlagen im Safe kommen würde. Denn die Reception ist nur von 9 bis 16 Uhr offen.
In den Vororten von Darwin musste ich mich zuerst an die vielen Ampeln und den dichten Verkehr auf der Stadt-Highway gewöhnen. Mir wurde bewusst, dass ich nun schon sehr lange auf Strassen mit sehr wenig Verkehr und durch Gebiete mit sehr wenig Bevölkerung gefahren war.
Um 16:15 bin ich beim Discovery Parks Darwin angekommen.Nach dem Auslösen meines Briefumschlags mit allen notwendigen Dokumeten und Daten aus den Safe des Campingplatzes habe ich meine Site bezogen und musste mich zuerst einmal an die Geräuschkulisse einer Stadt, eines Flughafens und von Militärflugzeugen gewöhnen. Das war schon ein ungewohntes Gefühl, aber sehr interessant. Und ich habe mir bei all diesen schön glänzenden grossen und kleinen Fahrzeugen auf den Strassen überlegt, dass ich schon irgendwann mal das Womo waschen sollte. Es war nach der langen Reise schon (zu) sehr verdreckt und sah langsam etwas unanständig aus. Die Suche nach Waschplätzen brachte ein paar Ergebnisse, aber ich konnte nur Self-Service Anlagen finden. Aber keinen bedienten Waschservice, den ich für das hohe Womo gerne gehabt hätte. Dafür fand ich mehrere mobile Unternehmen, welche beim Kunden ein Womo oder einen Wohnwagen innen und aussen professionell auf Vordermann bringen. Es braucht nur einen Strom- und einen Wasseranschluss. Man nennt das „Detailing“ – wieder etwas gelernt! Das werde ich dem Camper vielleicht mal nach dem ersten oder zweiten Jahr spendieren…
Weiterhin suchte ich mir die Adresse von Bunnings in Darwin und ein auf dem Weg nach Lee Point gelegenes Einkaufszentrum (das riesige Casuarina Square) heraus, damit ich meine Besorgungen machen konnte. Denn bei Bunnings wollte ich mir eine Plexiglasscheibe als Abdeckung für meine beiden Alkoven-Fenster am Bett sowie ein Satz Gumminoppen für die Schranktüren kaufen. Die verbauten Mini-Gumminoppen sind inzwischen fast abgefallen und im Staub verschwunden. Auch der (noch nie benutzte) Fernseher hämmert bei unebenen Strassen gerne gegen das Fenster oder die Schrankwand. Da müssen klebbare Gumminoppen ihren Dienst verrichten.
Mit diesen positiven Gedanken habe ich trotz neuer Geräuschkulisse gut geschlafen.


































































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