Zwischenstopp in Katherine
Am Mittwoch bin ich dann doch die 510km vom Lake Argyle Resort nach Katherine gefahren. Es hätte einfach wenig Sinn gemacht, am Mittag auf dem heissen Campground hinter derm Victoria River Roadhouse anzuhalten und die restlichen 200km dann am nächsten Tag, inklusive eines Tank- und Einkaufen-Stopps in Katherine zu machen.
So habe ich halt beim Victoria River Roadhouse angehalten und getankt. Dann habe ich mir als Lunch im Roadhouse wieder einmal Fish&Chips gegönnt.
In Katherine habe ich im weitläufigen und sehr ruhigen Discovery Parks Katherine River, unten am Fluss, übernachtet. Der hat irgendwie drei verschiedene Namen, was mich etwas irritiert hat. Das scheinbar gute Big Figs Restaurant habe ich jedoch nicht besucht. Ich war froh, nachmittags mal wieder die Klimaanlage im Womo einschalten zu können, um abends etwas früher eine kühlere Temperatur im Camper zu erreichen.
Am nächsten Morgen hatte ich dann wenig Stress, denn die Fahrt zu Edith Falls war nur 60km weit. Daher tankte ich auf und ging wieder einmal richtig schön im grossen Woolworth einkaufen für die nächsten 5-7 Tage.
Leliyn (Edith Falls) im Nitmiluk-Nationalpark liegt 290km südlich von Darwin bzw. 60km nördlich von Katherine und ist über eine asphaltierte Strasse erreichbar.
Malerische Wasserfälle, hervorragende Bademöglichkeiten und mit dem Auto erreichbare Campingplätze sind die bekanntesten Merkmale dieses Teils des Nitmiluk-Nationalparks.
In der Nähe des Parkplatzes befindet sich ein Kiosk, der kalte und warme Speisen sowie Getränke, Eis und Lebensmittel des täglichen Bedarfs anbietet.
Picknicktische, Gasgrills, Toiletten und Duschen sind ebenfalls in der Nähe des Parkplatzes vorhanden.
Erster Tag auf dem Campground: Plunge Pools auskosten
Die Fahrt nach Edith Falls ist nicht der Rede wert. Bei meiner frühen Ankunft um 10:30 war der Day-Use Parkplatz proppevoll, was schon einen gewissen Eindruck der potenziellen Besucherdichte abgab. Ich war dann aber positiv überrascht, dass meine Site N21 tatsächlich so riesig war, wie bei der Buchung angegeben. Da hätten drei meiner Womos Platz gehabt. Andere Sites waren aber sehr klein, sodass die Besucher ihr Wohnmobil oder den Van richtig reinzirkeln mussten. Ich war einfach nur glücklich über diesen schattigen Platz, nahe bei den Duschen und mit der Möglichkeit, das Solarpanel in der Sonne aufzustellen. Hier werde ich zwei Nächte bleiben.
Am Nachmittag habe ich dann die Pool Noodle ausgepackt und bin zum grossen Plung Pool gegangen. Da ungewöhnlich viel Wasser den Wasserfall runterrauschte, hatte man mit Boien den schwimmbaren Bereich abgegrenzt. Der Plunge Pool ist nämlich bis zu 30m tief und kann bei diesem Wasserstand und -fluss gefährliche Strömungen ausweisen. Das Wasser war richtig schön temperiert und ich genoss das floaten im Wasser.
Kurz vor 16 Uhr habe ich mich dann trotz Hitze aufgerafft und bin den Loop-Walk rechts rauf zum Upper Pool gegangen. Der Weg an der rechten Seite ist ja einiges länger als auf der linken Seite, da man noch eine recht lange Strecke rauf und runter auf dem Escarpment gehen muss. Die Upper Plunge Pools waren im Abendlicht von unzähligen jungen Touris aus Frankreich belagert. Aber ich suchte mir eine ruhige Ecke und hatte einen Teil des Pools ganz für mich alleine. Diese Abkühlung tat sehr gut, da hätte ich noch viel länger aushalten können. Aber dann wollte ich den Loop Walk doch noch genügend früh vor dem Sonnenuntergang um etwa 18:30 abgeschlossen haben, um bei Tageslicht den Tag noch mit einem Dinner abschliessen zu können.
Kurz vor dem Parkplatz (deutlich nach 17 Uhr) traf ich eine leicht verzweifelte, junge Britin, die noch einen Site zum Übernachten suchte. Aber der Campground war für die nächsten drei Nächte (Wochenende!) komplett ausgebucht und das Café schon geschlossen. Da konnte ich ihr nicht weiterhelfen. Es sind halt neben australischen Touristen und vielen Work&Travel-Touris auch sehr viele europäische Touris unterwegs, welche hier ihre Sommerferien verbringen. Ich hätte nicht gedacht, dass so viele europäische Touris im europäischen Sommer hierhin kommen!
Die Nacht war dann mit der Dunkelheit und der leicht kühlenden Brise durch mein Schlafzimmerfenster am Kopf recht angenehm.
Zweiter Tag auf dem Campground: Weitere Pools auskosten
Am Freitag bin ich früh aufgestanden, denn ich wollte kurz nach dem Sonnenaufgang um 07:00 auf der linken Seite des Wasserfalls den Walk zum etwas entfernteren Long Hole und eventuell sogar bis zum Freshwater Hole (weitere 2x2km) machen. Das Long Hole war dann mit seiner Länge und dem Baumbestand sehr schön. Aber weniger attraktiv zum Schwimmen wegen der Tiefe und dem unbekannten Krokodil-Bestand.
Aber am oberen Ende des Holes gab es wiederum einen schönen Wasserfall mit ein paar bebadbaren Becken zwischen den Felsen. Diese Pools konnte fast ganz alleine geniessen, nur ein paar Wanderer kamen vorbei. Die hatten die Mehrtages-Wanderung ab Kahterine Gorge gemacht. Und ich traf die Britin von gestern Abend nochmals: Sie wurde von einer Camperin eingeladen, auf ihrer Site zu parken und zu übernachten.
Während der Abkühlung im Pool entschied ich, keine weitere Wanderstunde bis zum Freshwater Hole zu investieren, sondern nochmals den Weg zu den Upper Pools und auf der (längeren) anderen Seite runter zu machen.
Natürlich habe ich mich auch nochmals in’s Wasser der Upper Pools gewagt. Es war aber schon wieder recht viel los. Zurück beim Camper war ich dann doch 6.75km und 3.25h (davon 1.75h in Bewegung) unterwegs gewesen!
Nachdem ich einen kleinen Lunch zubereitet hatte, kamen auch schon viele neue Camper an. Es war lustig zu beobachten, wie die enge Kurve vor meiner Site von den riesigen Gespannen gemeister wurde. Dann hielt bei meiner Site ein Campervan an und die Frau fragte mich, wann ich meine Site verlassen würde. Ich sagte, dass ich morgen weiterfahren würde und konnte ihr erklären, dass meine Site so gross sei und sich ihre kleine Site hinter meiner Site befand. Wer vesteht schon, warum die Sites so total unterschiedliche Grössen haben?
Auf jeden Fall stellte sich später heraus, dass meine neue Nachbarin Birgit in Süddeutschland zuhause ist, schon mehrmals in Australien war und aktuell ein befreundetes Paar von Ost nach West durch Australien führte. Wir haben uns ein paar Mal über unsere Erlebnisse ausgetauscht, was sehr nett war.
Am Nachmittag bin ich dann nochmals mit Pool Noodle in den Plunge Pool und habe mich abgekühlt.
Abends wurde mir dann noch eine Kragenechse auf dem Campground gezeigt, leider hat die Kamera nicht auf die Echse sondern auf den Rasen fokussiert. Da hilft keine KI.
Es schon ziemlich heiss tagsüber! Aber die Nacht war wieder recht ertäglich, denn es kühlte am Freitag wegen tieferem Taupunkt recht gut ab.
Weiterfahrt in den Kakadu NP
Am Samstag bin ich dann wieder recht früh los, um genügend früh im Campground von Gunlom Falls anzukommen. Der liegt an einer wahrscheinlich recht rauhen, 35km langen Gravelroad. Und die Campgrounds im Kakadu NP sind alle first-come-first-served. Ich war mir nicht sicher, wie stark belegt dieser Campground sein würde.
Auf jeden Fall haben mir die fantastischen Pools der Edith Falls super gut gefallen. Und der Campground ist auch bei Vollbelegung noch angenehm. Auf jeden Fall, wenn man so eine grosse Site gebucht hat.



























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