Blåvands Huk – Atlantikwall und Kunst am Strand

Blåvand ist das Ferienzentrum in Dänemarks Westend. Ein mehrfach preisgekrönter Campingplatz, unzählige Ferienhäuser und eine pulsierende Einkaufsstrasse mit vielen Parkplätzen. Da gibt es Restaurants, Supermärkte, Bäckereien, Souvenir-Shops, Kleiderläden, Outlet-Shops, Ferienhausausleiheoffices und Galerien auch für die ganz seltenen Tage, wenn das passende Strandwetter mal ausbleiben sollte. Und natürlich lockt an allen Tagen der endlose, breite und weisse Sandstrand, der für Dänemarks Westen so typisch ist! Zum Baden, zum Windsport, zum Strandwandern oder zum Bestaunen.

Etwas weiter die Einkaufsstrasse entlanggefahren, kommt man bald an Dänemarks westlichstem Punkt an: Holländische Seefahrer gaben dieser ‚Ecke‘ bei 8° 5′ den Namen Blåvands Huk.

Der Strand wechselt hier den Charakter: Zum raueren Norden, dem Westwind und seiner starken Brandung ausgesetzt, und zum Südosten etwas schmaler aber mit weniger Wellengang. Letzterer eignet sich zum Baden und für Familien etwas besser.

Eine gefährliche Untiefe liegt hier knapp vor der Küste: Horns Rev. Die 40km in’s Meer reichende Sandbank wird durch das 39m hohe Blåvands Huk Fyr geschützt, welches bei klaren Nächten alle 20s drei Mal die 40km weit hinaus blinkt. Nach 170 Stufen können Besucher auf 55müM die Aussicht geniessen.

Auf Horns Rev produzieren 14-30km vor der Küste zwei riesige Offshore-Windparks mit 170 Windkraftanlagen die Energie für etwa 350’000 Haushalte. Leider ist diese Gegend auch das Drehkreuz für viele Vogelzüge, weshalb die umweltfreundliche Energieerzeugung von Vogelschützern kritisiert wird. Im Frühjahr und Herbst nutzen unzählige Zugvögel die Strände und die Feuchtgebiete hinter den Dünen für eine Rast. Im Blåvand Naturcenter kann man sich darüber informieren.

Allerdings trifft man auch hier auf die einige unübersehbare Überreste eines historischen Grossprojekts: Die Bunkerruinen des Atlanktikwalls aus dem Ersten Weltkrieg. Der britische Bildhauer und Maler Bill Woodrow hat 1995 einigen Überbleibseln mit dem Projekt „Bunker/Mule“ Eselsköpfe und -Schwänze aufgesetzt. Das ganze spektakuläre Friedensprojekt besteht aus 57 Kunstobjekten von 22 Künstlern entlang von 500km der Dänischen Westküste.

Die Esel werden aber leider beim versuchten Ritt in das Wasser von diesen unbequemen Betonklötzen zurückgehalten… 

Der „Affe als Künstler“ ist ein weiteres Kunstwerk des 2007 verstorbenen Malers und Aktionskünstlers Jörg Immendorf. 

Ein richtiges Freiluftmuseum am Blåvands Huk!

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