Carnarvon Gorge NP: Viele abwechslungsreiche und lange Wanderungen in der beeindruckenden Schlucht in den Sandstone Wilderness Parks von Queensland

—

, ,

Die Sandstone Wilderness Nationalparks von Queensland befinden sich in den Central Queensland Highlands zwische Emerald, Banana/Biloela, Injune/Roma und Charleville. Das Banana Shire betreibt eine umfassende touristische Webseite zu den Sandstone Wonders des östlichen Teils der Sandstone Wilderness. Es gibt ausführliche Broschüren zu den Sandstone Wonders (Banana Shire), zu Queensland’s Sandstone Wilderness Parks (QLD Parks and Forests) zum Carnarvon Gorge NP (QLD Parks and Forests) und zu den Central Queensland Higlands. Im Zentrum steht der grosse Carnarvon Gorge NP mit mehreren Abschnitten. Die Carnarvon Gorge Section ist mit drei Resorts und einem Day Use Area (Camping ist nur während Schulferien möglich), einer asphaltierten Zugangsstrasse und Wanderwegen zu beeindruckenden Attraktion der am besten erschlossene Nationalpark.

Rundherum befinden sich der Blackdown Tableland NP, Nuga Nuga NP, Expedition NP mit mehreren Sektionen, Minerva Hills NP sowie Cania Gorge NP, Isla Gorge NP, Lake Murphy CP und Kroombit Tops NP. Sie sind über mehrheitlich über unbefestigte Strassen erreichbar und bieten kaum ausgebaute Infrastruktur an. Dafür bieten sie Natur- und 4WD-Freunden wunderbare Erlebnisse an. Bei regnerischem Wetter ist der Zugang zu diesen Nationalparks aber nicht zu empfehlen, da die unbefestigen Strassen über die Schwarzerde (Black Soil) sehr glitschig und gefährlich werden kann.

Ich wunderte mich beim Recherchieren der vielen Nationalparks und Attraktionen, dass diese touristisch attraktive Gegend nicht öfter in den Reiseplänen von Touristen aus Europa auftaucht. Sie wird wohl am meisten von inländischen Touristen und Grauen Nomaden besucht, welche auf dem Inland Way von Süden (aus NSW/VIC) nach Norden oder umgekehrt einen Zwischenstopp einlegen.

Queenslands Sandsteinwildnis (Queensland’s Sandstone Wilderness)

Wandern Sie durch gewundene Schluchten und bestaunen Sie ehrfürchtig die hoch aufragenden Sandsteinfelsen und -vorsprünge. Entdecken Sie Felsmalereien, erfrischende Gebirgsbäche, tosende Wasserfälle und eine vielfältige Tierwelt. Lassen Sie sich von der wilden, dramatischen Landschaft und den Zeugnissen einer uralten, aber lebendigen Kultur verzaubern und Ihre Fantasie beflügeln. Fast 5’000km² Nationalparks in Queenslands Sandsteinwildnis warten darauf, von Ihnen entdeckt zu werden!

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit ist zwischen April und September. Die Temperaturen schwanken stark, wobei die Sommertemperaturen regelmäßig über 35 °C steigen. Im Winter kann es zu starkem Frost kommen, wenn die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen. Der meiste Regen fällt zwischen Dezember und März; Stürme können jedoch das ganze Jahr über auftreten. Viele Straßen sind unbefestigt und nach selbst geringen Regenfällen unpassierbar. Denken Sie daran: Bei Überschwemmungen sollten Sie die Reise lieber lassen.

Übersicht der Nationalparks

In untenstehender Grafik sind alle Attraktionen und die Zugänglich der Nationalparks aufgelistet.

Bei dieser Vielfalt an Nationalparks hatte ich mir zuerst eine kleine Rundfahrt durch Carnarvon Gorge, Expedition, Nuga Nuga und Blackdoen Tableland NP vorgenommen. Doch das unbeständige Wetter und die unbefestigten Abschnitte auf der Acadia Valley Access Road haben mich nach refilicher Überlegung und gutem Zuhören im Visitor Centre von Emerald dazu gebracht, dieses Abenteuer auf die gut zugängliche Carnarvon Gorge zu beschränken. Dafür habe ich ein paar weitere Einträge in meiner Bucket List ergänzen können.

Mittwoch und Donnerstag: Eine kleine Pause in Emerald, dem Hub der Central Tablelands

Am Mittwoch bin ich auf dem Capricorn Way von Longreach nach Emerald gefahren. Die 420km lange, überwiegend sehr wellige Strecke immer nach Osten war nicht sehr interessant. Aber wenigstens veränderte sich die Landschaft und es wurde bergiger. Nach 313km habe ich auf einer „Passhöhe“ beim Drummond Range Lookout auf etwa 430müM angehalten und die Berge begutachtet. Von einer Ebene kommt man zum nächsten Hochland. An die unendlichen Weiten habe ich mich ja schon gewöhnt.

Kurz vor Emerald hätte ich in die Sapphire Gemfields fahren können und mir mit einer Lizenz ein paar Edelsteine suchen können. Auf für die Gemfields gibt es eine schöne Broschüre. Aber dazu müsste man in den etwas kühleren Monaten für eine längere Zeit hier unterwegs sein.

Sapphire Gemfields

Die Sapphire Gemfields sind eines der grössten Saphirgebiete der Welt.

Sie umfassen die Ortschaften Rubyvale, Sapphire, Anakie und Willows, und liegen nur 45 Autominuten westlich von Emerald und erstrecken sich über fast 900km2.

Wo man Schätze findet

Schatzsuchparks sind ideal für alle, die noch nie nach Edelsteinen gesucht haben, und eignen sich für Menschen jeden Alters und Fitnesslevels. Die Grabungsarbeit ist bereits erledigt – man kauft einfach einen Beutel Waschmittel und legt los. Freundliche Mitarbeiter stehen den Gästen mit Rat und Tat zur Seite und zeigen, wie man Saphire und Zirkone sieben und sortieren kann.

Bei geführten Edelsteinsuchtouren trifft man einen erfahrenen Schatzsucher in einem ausgewiesenen Gebiet. Dieser zeigt den Gästen, wie sie Ihre Funde graben, sieben, waschen und begutachten. Die gesamte Ausrüstung wird gestellt.

Das Suchen nach Saphiren ist die Kunst, den Boden aufmerksam abzusuchen, um an der Oberfläche Edelsteine zu finden. Am besten funktioniert es nach Regenfällen und kann überall dort durchgeführt werden, wo es Erde gibt – man sollte es in Bachbetten, auf Waldwegen oder an einem der oben genannten ausgewiesenen Gebiete versuchen. Es klingt einfach, aber man muss wissen, worauf man achten muss – in Edelstein-Parks und auf geführten Touren lernt man, einen Edelstein von einem hübschen Stein zu unterscheiden!

Ausgewiesene Suchgebiete

Wenn man alleine auf Edelsteinsuche gehen möchte, kann man aus etwa einem Dutzend Gebieten (sogenannten „Areas“ und „Lands“) wählen, die für die Freizeit- und touristische Suche nach Saphiren ausgewiesen sind. Bevorman sich jedoch auf den Weg macht, sollte man Folgendes beachten:

  • Erwerben Sie hier online oder telefonisch bei MyMines unter (07) 3199 8133 eine Schürflizenz. Halten Sie Ihre E-Mail-Adresse bereit, wenn Sie anrufen. Die Lizenzen sind günstig und beinhalten Kartenmaterial und die Schürfregeln.
  • Laden Sie die Lizenz herunter oder drucken Sie sie aus. Der Empfang an den Schürfstellen kann schlecht sein, daher ist dies unbedingt vor Ihrer Reise erforderlich!
  • Camping ist an einigen Orten erlaubt, aber Sie müssen autark sein und eine Genehmigung erwerben – diese ist nicht mit einer Schürflizenz zu verwechseln! Eine Liste der Standorte und die Möglichkeit, die Campinggenehmigung online zu erwerben, finden Sie hier oder telefonisch bei MyMines unter (07) 3199 8133.
  • Handwerkzeuge und Bergbauausrüstung können Sie bei lokalen Anbietern kaufen oder mieten.

In Emerald habe ich dann nach über fünf Stunden Fahrt gegen 14 Uhr im Emerald Tourist Park für 2 Nächte eingecheckt. Mir gefiel aber der Platz unter einem Baum in der heissen Sonne nicht. Denn diese schien nachmittags direkt auf die linke Seite des Womo und abends waren Gewitter und Regen angesagt. So habe ich an der Rezeption einen besseren Platz verhandelt, welche am späteren Nachmittag etwas Schatten hatte und sich nicht unter einem Baum befand. Meine neue Site #1 war diesbezüglich deutlich besser als die ursprüngliche Site #6.

Die Nacht war dann mit meinem Husten und dem Regen nicht so gemütlich. Wenigstens war es am Morgen wieder trocken, aber schwül.

Später bin ich dann zu Fuss zum Visitor Centre gegangen und musste feststellen, dass Google Maps perfekt alle Fusswege kannte, aber Emerald als Hub für die Central Highlands komplett auf Autofahrer ausgerichtet war. Wo ich als Fussgänger die Strasse queren sollte, standen grosse Schilder, dass man als Fussgänger dem motorisierten Verkehr Vortritt geben soll!

Im Visitor Centre liess ich mich von den Angestellten bezüglich meiner Reisepläne beraten. Bei der unbeständigen Wetterlage wollte ich eine Rundfahrt auf ausschliesslich befestigten Strassen machen. Die Strasse von Rolleston nach Blackwater war definitiv durchgehend befestigt, aber die Arcadia Valley Access Road war nur teilweise befestigt. Auch hatte der Campground im Nuga Nuga NP nicht einmal eine Toilette. Men empfahl mir, bei nassen Wetter keine unbefestigte Strasse zu fahren. So stand es auch ausdrücklich in der Broschüre. So entschied ich, nach dem Besuch des Carnarvon Gorge NP 440km über den Dawson Hwy durch das Coal Country direkt an die Küste zu fahren.

Hinter dem Visitor Centre konnte ich dann noch „The Big Easel“ besichtigen. Es ist das weltgrösste Gemälde auf einer Staffelei und stellt Van Gogh’s Sonnenblumen dar. Auf dem Mosaikweg konnte ich dann noch die Geschichte der Gegen nachvollziehen. Der Emerald Pioneer Cottage Complex war leider geschlossen.

Auf meinem nachfolgenden Rundgang durch den Ort habe ich leider kein einziges Café gefunden. Alles ist extrem funktional auf die regionalen Bedürfnisse ausgerichtet. So kam ich dann nach einiger Zeit wenig begeistert wieder beim Womo an und verbracht den restlichen Tag mit Nichtstun.

Freitag, Samstag und Sonntag: Zuerst das Wetter aussitzen und dann Carnarvon Gorge bei schönen Wetter erwandern

Am Freitag war die 240km lange Fahrt zum BIG4 Carnarvon Gorge Holiday Park über die welligen Strassen nach rund 3 Stunden ziemlich ereignislos absolviert. Ich checkte am Mittag im wunderschön gelegenen Campingplatz ein, verlängerte von zwei auf drei Nächte und freute mich über das (noch) schöne Wetter, die Lage mitten im Wald, das Konzert der Vögel und den Besuch der Kängurus (mit Joey). Die drei Nächte gaben mir wettertechnisch etwas Freiraum für die Wanderung. So einen idyllisch gelegenen Campingplatz hatte ich schon lange nicht mehr. Leider könnte aber die Infrastruktur etwas mehr Effort in Reinigung und Reparatur bekommen, bemerkte ich nach der ersten Begeisterung.

Abends kam dann der angesagte Regen. Ich schaute mir die BOM Wetter App ganz genau an und hoffte darauf, dass es am Sonntag trocken und sonnig sein sollte. Meine Wanderung durch die Schlucht sollte also am Sonntag stattfinden. Der Samstag war wohl nur zum Aufarbeiten der Blogbeiträge über Winton und Longreach geeignet. Und vielleicht hatte sich am Sonntag auch mein mühsamer Husten endlich etwas beruhigt.

Als ich am Morgen die Türe des Womos aufmachte um auf die Toilette zu gehen, fiel mir gar nicht auf, dass mein Camper so leicht geneigt gegen vorne links stand, dass das Wasser des Daches in die Türöffnung lief. Das fiel mir erst auf, als ich beim Einsteigen auf den Türtritt trat und durch mein Gewicht ein grösserer Schwall Wasser vom Dach reinlief. Und der Dreck vor meinem Womo war auch nicht so toll. Da hatte ich mal wieder etwas zum Putzen und Trocknen und ich merkte mir für die nächsten Regengüsse, dass das Womo immer etwas Neigung gegen hinten haben muss, damit das Wasser hinten abläuft.

Also nutzte ich den Tag zum Schreiben der beiden Blogbeiträge und zum Chillen. Am späteren Nachmittag kam dann die SMS, dass das Restaurant heute den letzten Tag der Saison hatte und alle noch verfügbaren Menüs und Getränke zum halben Preis angeboten wurden. Das habe ich dann nach 17 Uhr genutzt und mir ein Chicken Schnitzel (Mexican Sauce, die gab es noch) und ein kühles Bier bestellt.

Die Nacht auf Sonntag war dann raltiv kurz: Ich kämpfte immer noch mit dem Husten und gerade neben mir hat ein Britz Campervan mit einem Schnarcher im Swag gerade neben meinem Womo geparkt. Warum man diesen direkt neben mich gestellt hat, obwohl der ganze Campingplatz ziemlich leer war, konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Aber ich wollte ja sowieso um 05:30 (Sonnenaufgang) aufstehen, damit ich spätestens um 07:30 mit der Wanderung bei der 4km entfernten Day Use Area starten konnte.

Und so fand es dann auch statt. Ich konnte um 07:30 die 14km lange Wanderung bis zur Art Gallery und zurück via das Amphitheatre und den Moss Garden in Angriff nehmen. Mit den einzuplanenden 5h und Grade 3 sollte ich am Mittag wieder zurück sein und nur einen Teil der Wanderung bei heissen Temperaturen machen müssen. Denn heute war wirklich tolles Wetter: Trocken, nur ein paar Wolken aber ganz schön schwül. Auf die beiden längeren Wanderungen über 21km/7h (Moss Garden, Boowinda Gorge und Big Bend) oder sogar 22km/8km (Moss Garden, Amphitheatre, Art Gallery, Cathedral Cave) mit jeweils Grade 4 habe ich verzichtet. Das wäre zu anstrengend.

Der Weg durch den Wald in der recht weiten Schlucht war dann einfach nur wunderbar. Er ist gut ausgebaut und steigt nur wenig an. Ich konnte die Rufe der Vögel und die grüne Natur richtig geniessen. So viele Kookaburras habe ich noch nie in meinem Leben gesehen und gehört!

Die fünf Bachquerungen auf Steinen im Wasser haben auch richtig Spass gemacht.

Die Art Gallery war dann sehr beeindruckend. So schöne und umfangreiche Bilder und Ritzungen hätte ich nicht erwartet. Die Texte auf den Schildern halfen auch, die Geschichte und den Sinn hinter dieser Gallerie besser zu begreifen.

Auf den Bänken des Boardwalks konnte ich dann in einer Pause die Gallerie bewundern, etwas trinken und eine Banane essen sowie mit einem australischen Paar in meinem Alter sprechen. Er wollte noch die zusätzlichen 2h bis Big Bend machen und die enger werdende Schlucht anschauen, und so machte er sich alleine auf den Weg und liess seine Frau alleine den Weg zum Parkplatz zurückgehen. Das fand ich etwas speziell…

Ich machte mich dann auf den Weg zurück. Der Zugang zu Ward’s Canyon ist wegen Steinschlag weiterhin gesperrt.

Schon nach kurzer Zeit kam der nächste Abzweiger zum Amphitheatre. Es ging nach kurzem Weg eine steile Treppe rauf in einen Felsspalt. Durch diesen Spalt kam ich in eine fantastisches Amphitheater, rundherum umgeben von hohen, senkrechten Sandsteinfelsen. Das war nochmals sehr beeindruckend und übertraf meine Erwartungen wieder total.

Als nächstes kam der etwas längere Abzweiger zum Moss Garden. Auch hier durfte ich nochmals den Bach überqueren. Die kleine, sehr feuchte Nebenschlucht mit tropfenden Wasser und einem kleinen Wasserfall sowie komplett mit Moosen abgedeckten Felsen war sehr idyllisch. Ich setzte mich nochmals auf eine der Bänke, trank etwas Wasser, ass meine zweite Banane und wechselte das inzwischen nass geschwitzte T-Shirt gegen ein trockenes. Das war sehr viel angenehmer für die restlichen rund 4km in der nun schon recht heissen Sonne zum Parkplatz.

Die recht lange Wegstrecke vom Moss Garden zurück zum Parkplatz zog sich dann in der inzwischen recht heiss scheinenden Sonne auch etwas hin. Dafür konnte ich am Ende des Weges noch einen Tree Goanna entdecken, der es sich an einem Baumstamm gemütlich gemacht hatte.

Um 12:30 bin ich dann nach 15km und 5h etwas ermüdet aber total begeistert beim Womo angekommen.

Die Tracks zu Mickey Creek, zum Warrumbah Lookout, zum Boolimba Bluff sowie zur Big Bend habe ich mir für einen nächsten Besuch mit stabilerem Wetter aufgespart.

Zurück auf meiner Site im Holiday Park habe ich mein Womo nun mit der richtigen Neigung aufgestellt. So konnte ich mit dem Kopf auf der gegenüberliegenden Seite des Schnarchers schlafen, störte mit meinem abendlichen und nächtlichen Gehuste vielleicht auch etwas weniger und das Wasser würde bei weiterem Regen auf der anderen Seite ablaufen. Nachmittags konnte ich dann noch meine beiden Nachbarn sprechen. Die beiden Holländer haben sich vor 35 Jahren beim Didgeridoo-Spielen in Holland kennengelernt. Michiel hat dies zum Beruf gemacht und ist seit vielen Jahren sehr oft in Australien und in der ganzen Welt als professioneller Didgeridoo-Spieler und gibt auch Kurse in den Niederlanden und Australien. Nach seinem ersten Besuch bei den alten Meistern in Arnhemland/Australien, dem Geburtsort des traditionellen Didgeridoos (Yiḏaki), wurde Michiel in einen der vielen Yolŋu-Clans aufgenommen. Er hat mir erklärt, wo er überall schon gespielt hat und in welchen Aboriginal Communities in Queensland (wo das Didgeridoo historisch gar nicht gespielt wurde) und in Arnhemland er schon unterrichtet hat. Er wurde als Weisser besonders in Queensland kaum akzeptiert: Ganz anders jedoch in Arnhemland, wo er ja sehr willkommen aufgenommen wurde. Nur sich von einem Weissen, nach den sehr schlimmen Erfahrungen in der Mitte des letzten Jahrhunderts, etwas professionell beibringen zu lassen, sei schon eine ziemlich grosse Hürde für die Leute. Von seinem Freund (dessen Namen ich leider vergessen habe) habe ich erfahren, dass er auch schon elfmal in Australien unterwegs war.

Und ich habe mich gewundert und gefreut, welche speziellen Lebenswege und Lebenseinstellungen es doch gibt! Eine Kostprobe ihres Könnens haben die beiden aber leider nicht gegeben. Meine nachträgliche Recherche (es gibt ja nicht so viele niederländische Didgeridoo-Spieler) hat folgendes ergeben: Auf der Webseite von MT-Yidaki und auf Youtube kann man sein professionelles Können geniessen. Mit seiner Band Acoustick (Youtube) verbindet er wohl elektronische Trance Musik mit Didgeridoo.

Nach dem Nachtessen wollte ich noch rasch die Platypus im gleich hinter meinem Womo fliessenden Creek besuchen gehen. Doch es zeigte sich mir keines. Dafür konnte ich tausende von Flughunden bewundern (siehe Bild in der Gallerie weiter oben), welche ganz still über den Campingplatz flogen.

Montag: Weiterfahrt durch das Coal Country an die Küste nach Tannum Sands

Am Montagmorgen bin ich dann bei weiterhin schönem Wetter wiederum früh aufgestanden. Denn es ging zuerst zurück nach Roleston und von dort über den weiterhin sehr welligen Dawson Hwy durch das Coal Country runter an die Küste ins lauschige Tannum Sands südlich von Gladstone. Das waren rund 450km. Ich freute mich nach dieser langen Runde durch das Outback auf die Küste und hoffte auf einigermassen schönes Wetter!

Kommentar verfassen

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..