Im Outback von Central Queensland die ikonischen kleinen Orte, die entspannte Stimmung, die langen geraden Strassen, das angenehm warme Wetter und die bezaubernde Landschaft geniessen

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Als mir vor ein paar Wochen andere Reisende von der dieses Jahr kühlen und regnerischen Trockenzeit an der nödrlichen, tropischen Küste von Queensland erzählten, konnte ich mir nichts darunter vorstellen. Es ist doch Trockenzeit und „kalt“ bedeutet wohl einfach „nicht so heiss“. Die letzten Tage haben mich aber eines besseren belehrt. Das Wetter fühlt sich richtig kühl und regnerisch an. Und der September ist dazu typischerweise eher ein windiger Monat. Das hatte bei mir etwas Auswirkung auf die Stimmung (zu oft die Wetter-App konsultiert) und die Gesundheit (Erkältung).

Montag: Fahrt nach Charters Towers

Daher bin ich am Montag von Airlie Beach nicht weiter Richtung Süden Richtung Makay gefahren, sondern die Küste rauf nach Norden und dann auf dem Overlanders Way nach Charters Towers. Auf der Hälfte der Strecke habe ich beim „Comfort Stop“ (der wirklich sehr komfortabel ist) angehalten und mir in der Visitors Info einen ganzen Berg Prospekte geben lassen. Die Regale waren sehr praktisch in „Süden“, „Norden“ und „Westen“ aufgeteilt. Die Mitarbeiterin hat mir sehr nett geholfen, die besten Broschüren des Westens zusammenzusuchen.

So bin ich dann gut ausgerüstet bis fast nach Townsville gefahren, habe zwischen A1 und A6 eine Abkürzung genommen und bin dann auf der A6 (dem touristischen Overlanders Way) südwestlich nach Charters Towers gefahren. Es war schon fast etwas emotional, mal wieder sehr blauen Himmel zu sehen und beim Aussteigen die trockene Wärme des Outbacks zu spüren! Am Ortseingang habe ich beim World Monument die früher sehr erfogreiche Geschichte von Charters Towers erlesen und die historische Gold Mining Site beim selben Parkplatz besucht.

Ich hatte aber Hunger und bin daher rasch zum Charters Towers Tourist Park, wo ich einen schattigen Platz erhalten habe.

Das war wieder ein sehr gemütlicher und ruhiger Campingplatz! Ich habe die Wärme im Schatten der Markise und den blauen Himmel sehr genossen.

Dienstag: Fahrt nach Hughenden

Am nächsten Morgen hatte ich keine sehr grosse Lust, ein paar historische Häuser in Charters Towers oder die Venus Gold Battery History Tour zu machen. Bei der gestrigen Fahrt durch den Ort hat es mich nicht so animiert, da nochmals zu Fuss durchzugehen. Aber eigenlich wollte ich so rasch wie möglich hinter die Great Dividing Range in’s weite Outback nach Hughenden fahren!

Nach 134km, gut der Hälfte der Strecke zwischen Charters Towers und Hughenden bin ich an der Wasserscheide der Great Dividing Range auf 550m Höhe angehalten. Von hier aus fliesst nun alles Wasser Richtung Südwesten durch das Channel Country in den Lake Eyre! Der Ausblick in den White Mountains Nationalpark vom Scenic Outlook hat mir auch gefallen.

Auf der gerade Strasse mit vielen Roadtrains, entlang der Eisenbahnlinie (mit Minenzug) und mit dem Blick über das weite, gelb leuchtende Land wurde ich ziemlich emotional. Ich hätte nicht gedacht, dass ich diese Landschaft so sehr vermisst hatte! Aber vielleicht waren es auch nur die wunderschönen Erinnerungen an Westaustralien und ein Anflug von „Heimweh“ nach WA.

Auf jeden Fall bin ich dann sehr gut im sehr typischen Outback-Ort Hughenden eingetroffen. Nach dem Besuch Flinders Discovery Centre (über den Dinosaur Discovery Trail mehr in einem nächsten Blogbeitrag) habe ich mir in der historischen Holdens Bakery eine Pasty und eine Cola geholt und vor dem Laden verspeist. Mit Kunstwerken, einem künstlichen See, Sportstätten und Murals hat sich der kleine Ort viel Mühe gegeben, ein hübsches und ansprechendes Ortsbild zu entwickeln.

Dann habe ich im nahe gelegenen Hughenden Allen Terry Caravan Park für die nächsten drei Nächte eingecheckt. Hughenden soll die Basis für Ausflüge in den Porcupine Gorge National Park und zum Kronosaurus Korner (Dinosaur Discovery Trail) in Richmond sein. Das wird sicher spannend, die zahlreichen Bulk Roadtrains zu zählen, welche am Campingplatz vorbeifahren. Wenigstens ist abends und nachts Ruhe. Und da man hier für AUD 30/Person übernachten kann, haben mich die drei Nächte nur AUD 90 gekostet! Und die Wettervorhersage für die nächsten Tage war einfach nur perfekt.

Nach den Ausflügen rund um Hughenden soll es für zwie Nächhte nach Winton und drei Nächte nach Longreach gehen, welche beide viele interessante touristische Angebote aufgebaut haben.

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