Am Dienstag bin ich von Ingham mit einem Einkaufsstopp bei Coles direkt zum Coral Coast Tourist Park in Townsville gefahren. Ich habe einen angenehmen Platz gekriegt, wo ich im Schatten der Markise auf dem „Slab“ gut die Zeit verbringen konnte und der mich besuchenden Echse (Horner’s Dragon) zuschauen konnte. An den lauten Strassenlärm von zwei Seiten musste ich mich jedoch gewöhnen. Das war schon etwas unangenehem. Die freie Zeit habe ich genutzt, um etwas an meinem Blogbeiträgen zu arbeiten. Ich war gleichzeitig auch etwas angespannt, da ich nicht so genau wusste, ob denn der für morgen gebuchte Service meines hohen Womos auch reibungslos klappen würde. Denn damit hatte ich ja noch gar keine Erfahrung. Ich hatte ja extra noch einen weiteren Tag im Tourist Park gebucht, damit ich bei Bedarf flexibel war.
Am Dienstag bin ich dann etwas früher aufgestanden, denn ich hatte ja um 07:30 bei Carmichael Ford den Servicetemin für den Ford Ranger (14’300km) vereinbart. Der war ja nicht weit weg. Als ich bei schönstem Wetter um 07:15 ankam, standen erst zwei Autos dort. Doch die doppelte Kolonne wurde immer länger und es waren am Schluss mindestens 15 Fahrzeuge. Punk 07:30 kamen vier Mitarbeitende, welche die Fahrzeuge eincheckten (mit Fotos) und den Kunden einen Schlüssel für den Leihwagen gaben. Bei meinem Womo hatte die Mitarbeiterin aber Bedenken, ob sie bei diesem wegen fehlender Grube und der Höhe des Fahrzeugs überhaupt den Service durchführen konnten. Das gefühlt lange Warten auf die Antwort war ziemlich unangenehm. Doch der Werkstattchef gab grünes Licht. Da ich als einziger auf mein Fahrzeug warten wollte (und keinen Leihwagen bestellt hatte), wurde mein Womo als eines der ersten abgearbeitet und ich durfte in der Zwischenzeit drinnen mich bei Kaffee und Cookies die Zeit vertreiben. Um 8 Uhr kam die SMS, dass ein Mitarbeiter mit dem Service angefangen hatte und um 09:30 war dieser dann auch schon abgeschlossen. Alles ist in Ordnung mit dem Fahrzeug! Und der Service hat nur AUD 420 gekostet, was ich als sehr günstig empfand. Das war ein perfektes Kundenerlebnis!
Und so konnte ich mich auf die Suche eines TPMS (Tyre Pressure Monitoring System) machen. Ich wollte in der Zukunft nicht noch einmal von einem Reifenschaden überrascht werden. Das letzte Mal hatte ich wegen meines sensiblen „Popo-Meters“ richtig Glück gehabt. Das wohl bei allen neuen Ford Ranger standardmässig eingebaute TPMS ist bei meinem Modell nicht aktiviert und die Ventile haben auch keinen Sensor. Man könnte das zwar irgendwie (halb legal) aktivieren, aber dann hätte ich wohl keinen Offroad-Modus. Also hatte ich hatte ich Bekannte um Rat gefragt und im Web ein System von Oricom mit vier externen Sensoren, Bluetooth/App und einem Offroad-Modus für AUD 249 gesehen, welches bei Repco verfügbar sein sollte. Also fuhr ich zu Repco. Auf der Fahrt hat es unvermittelt angefangen zu regnen. Da war ich froh, dass ich während des Autoservice nicht mit dem Bus in das Stadtzentrum gefahren war und ich gratis den „Express-Service“ gekriegt hatte.
Bei Repco hatten sie aber nur ein System von DriveTech vorrätig, welches gleich teuer war, aber keine App (und Bluetooth) hatte. Das war für mich keine valable Option. Aber dafür konnte ich dort gleich noch zwei Fussmatten kaufen. Mir wurde ein anderer Laden empfohlen, welche das TPMS vielleicht vorrätig hätte. Aber dort schaute man mich mit grossen Augen an und sagte mir, dass sie sowas schon lange nicht mehr verkauften, da alle Autos ein eingebautes TPMS hätten. Da kennen sie aber den 4×4-Markt und die Caravan-Szene nicht…
Also ist mir in den Sinn gekommen, dass der BCF Superstore in der Nähe vielleicht ein solches System an Lager hat. Ich habe im Web nachgeschaut und sie hatten laut Webseite tatsächlich genau das gesuchte System vorrätig! Und so war es dann auch. Ich konnte mich auch zurückhalten, im riesigen Laden weitere Gadgets zu kaufen. Nun kann ich morgen vor der Weiterfahrt nach Airlie Beach das System installieren und ich habe etwas mehr Sicherheit auf zukünftigen Fahrten. Sollte ich irgendwann mal die Reifen erneuern müssen, werde ich mir vorher vier interne Sensoren kaufen und diese installieren lassen. Dann muss ich beim Aufpumpen oder Luftablassen nicht jedes Mal die Sensoren ab- und anschrauben.
Den Rest des Tages habe ich dann die Markise als Regenschutz genutzt und trotzdem draussen doch noch den Air Fryer in Betrieb genommen. Denn bei schlechtem Wetter ist gutes Essen ein toller Stimmungsaufheller.
Am Donnerstagmorgen habe ich dann das trockene Zeitfenster genutzt, zwei Waschmaschinen (mit Kreditkarte) gefüllt und die Wäsche aufgehängt. Als gegen 10 Uhr wieder Regentropfen vom Himmel kamen, habe ich schnell die fast komplett trockene Wäsche abgehängt. Nur einzelne Stücke musste ich dann nachmittags, wenn die Sonne kurz schien, noch nachtrocknen. Die restliche Zeit habe ich genutzt, um einen weiteren Blogbeitrag zu recherchieren und zu schreiben. Und ich habe nochmals etwas genauer die Samstag/Sonntag Wetterprognose für die Whitsunday Islands geprüft. Es wird weiterhin recht stark winden, aber am Sonntag könnte das Wetter trockener und etwas weniger windig sein. Da ich meine samstägliche Whitsunday-Cruise mit einer Umbuch-Option gekauft hatte, habe ich angerufen und die Cruise auf den Sonntag verschoben. Das gibt mir auch noch einen weiteren Tag, um meine (wie immer recht hartnäckige) Erkältung etwas weiter auszukurieren.
Und bei dem andauernd regnerischen und windigen Wetter habe ich mir auch überlegt, dass ich gerne wieder etwas wärmeres Wetter hätte und ich dieses im Outback von Central Queensland sicher finden würde. Und so habe ich eine schöne Runde durch das Outback geplant und gebucht. Das gibt mir die Gelegenheit, in paar ikonische Orte (Minen, Schaf/Rinderfarmen, Opale, Qantas, Waltzing Matilda, Flüsse) und zwei Nationalparks mit beeindruckenden Schluchten zu besuchen sowie den Spuren der Dinosaurier zu folgen.
Am Freitagmorgen habe ich mich dann auf den Weg nach Airlie Beach (286km) gemacht. Beim Ausstecken des Stromkabels sass ein winziger Laubfrosch auf dem Stecker des Stromkabels. Der ist doch tatsächlich das orange Stromkabel etwa 1.5m raufgeklettert und hat es sich unter der Klappe des Stromanschlusses, inklusive LED-Beleuchtung aus dem Stecker) gemütlich gemacht. Ich habe ihn dann sorgfältig an seinen angestammten Platz auf einem Baum befördert. Ich habe mir dabei schmunzelnd überlegt, was für eine faszinierende Fauna Australien hat. Und der Frosch hat sich wohl beim Klettern am orangen Stromkabel überlegt, was für eine faszinierende Fauna seine Heimat hat.
Und so habe ich in den drei Tagen trotz Nichtstun erfolgreich den ersten Service des Ford Ranger hinter mich gebracht, ein TPMS installiert, Fussmatten zugeschnitten und platziert, (nicht so schlimme) Erkältungssymptome etwas ignoriert und Blogbeiträge geschrieben.





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