Während den inzwischen recht zahlreichen Tagen im tropischen Nord-Queensland sind mir die unendlich vielen Schmalspurgeleise entlang der Strassen zu fast jedem Zuckerrohrfeld aufgefallen. Es gibt auch unzählige Strassenkreuzungen. Zuerst dachte ich, das seien Relikte aus der Vergangenheit. Das stimmt bei einigen Geleisen sicher, aber ich wurde eines besseren belehrt, als ich mit geschreddertem Zuckerrohr gefüllte Gitterwagen und Züge mit sehr, sehr vielen Gitterwagen gesehen habe. Und abends habe ich in Cardwell mindestens zwei Zuckerrohzüge rattern und die Loks tuten gehört. Das war schlussendlich der Anlass, dass ich gestern den Entschluss gefasst habe, nochmals zurück nach Tully zu fahren: Denn die Zuckerfabrik Tully Sugar bietet mehrmals täglich Führungen durch den Betrieb an, was doch sehr aussergewöhnlich ist.
Die nicht stattgefundene Führung durch die Tully Sugar Zuckerfabrik
Tully Sugar Limited ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des chinesischen Agrarunternehmens COFCO.
Das Unternehmen betreibt eine der grössten Zuckerfabriken Australiens in Tully, einer Stadt am Bruce Highway im äussersten Norden von Queensland.
Die Haupttätigkeit ist die Verarbeitung von Zuckerrohr zu Rohzucker von international anerkannter, hoher Qualität. Der gesamte Zucker wird exportiert. Melasse entsteht als Nebenprodukt der Zuckergewinnung und ist ein wertvolles Futtermittelzusatzmittel für Rinder. Die produzierte Melasse wird sowohl im Inland als auch auf internationalen Märkten verkauft.
Die Infrastruktur ist äusserst zuverlässig und effizient ausgelegt und profitiert von kontinuierlichen Investitionen in Mitarbeiter und Anlagen.
Das Unternehmen besitzt und bewirtschaftet ausserdem mehrere Zuckerrohrfarmen, hält Gewerbe- und Wohnimmobilien in Tully und ist eine anerkannte Ausbildungsorganisation.
Die Zuckerrohrverarbeitung findet in der Regel von Juni bis November statt. In diesem Zeitraum stammen 99 % der Energie aus erneuerbaren Energien, die das Unternehmen durch die Befeuerung ihrer drei Dampfkessel mit der Biomasse (Bagasse) gewinnen, die bei der Zuckerrohrverarbeitung anfällt.
Seit 1998 speist das Unternehmen, zusätzlich zur Deckung des eigenen Energiebedarfs, bei Betriebszeiten ihres Werks 10 Megawatt überschüssige erneuerbare Energie in das Stromnetz von Queensland ein.
Also bin ich gleich am Morgen vom lauschigen, ruhigen und sauberen Cardwell Van Park zurück zum 45km entfernten Tully Visitor and Heritage Centre gefahren, um die Tour um 10 Uhr zu buchen. Das Centre ist aber dauerhaft geschlossen und man darf eine Telefonnummer anrufen. Bei meinem Anruf wurde mir dann mitgeteilt, dass die Touren nur mit mindestens 6 Teilnehmenden durchgeführt würden. Ich sei aber bis jetzt der einzige Interessent für die Tour um 20 Uhr. Heute hätten sie erst um 16:15 genügend Buchungen. Aber das war mir zu spät. Und die Chance, dass sich genügend Teilnehmer für die Tour um 13 Uhr melden, war auch sehr gering.
So ist also meine geplante Tour durch die Zuckerfabrik ins Wasser gefallen, wie man so sagt. Und bei diesem Stichwort kann ich ganz gut überleiten zu Tully als „nassestem“ Ort Australiens!
Tully – einer der nassesten Orte Australiens
Die zweite Attraktion Tullys neben der Zuckerfabrik ist der 8m hohe „goldene Gummistiefel“ („The Golden Gumboot“) mit dem grünen Laubfrosch. Also bin ich wieder vom Bruce Hwy abgebogen und habe vor der Tully Sugar Fabrik geparkt. Dort steht der grosse Gummistiefel auch schon sehr prominent. Chrigel würde diese grosse Objekt genauso lieben, wie es die Australier tun.
DerGoldene Gummistiefel (The Golden Gumboot)
Der Goldene Gummistiefel ist Tullys ikonisches Wahrzeichen, das den Ruf der Stadt als einer der nassesten Orte Australiens feiert. Die 2003 errichtete, 7.9m hohe Fiberglasstruktur erinnert an Tullys Rekordniederschlag von 7’900mm aus dem Jahr 1950. In Form eines riesigen Gummistiefels (mit Metermass) gestaltet, symbolisiert er den beeindruckenden Niederschlag der Region.
Der Goldene Gummistiefel unterstreicht nicht nur Tullys klimatische Bedeutung, sondern dient auch als spielerische und bemerkenswerte Attraktion für Touristen und Einheimische gleichermassen.
Ein Traum wird Wirklichkeit
Die Idee des grossen Gummistiefels, um Tullys Image zu verbessern und Besucher willkommen zu heissen, wurde 1997 von der Gemeinde aufgegriffen, und die Finanzierung wurde 2002 erfolgreich sichergestellt. Der Tully Lions Club und der Tully Rotary Club sicherten unter der Leitung von Rod Hunt die Finanzierung und Spenden aus verschiedenen Quellen. Der von Brian Newell entworfene und gefertigte Gummistiefel, der von Tully Rotary installiert wurde, ist inzwischen zu einem beliebten Wahrzeichen geworden und symbolisiert die traditionelle und natürliche Schönheit der Stadt.
Tully – gebaut für den Regen
Tully und Umgebung verfügen über eine robuste Entwässerungsinfrastruktur. Die Stadt verfügt über tiefe Regenwasserkanäle und Durchlässe, die Regenwasser effizient von Strassen und Grundstücken ableiten und so Überschwemmungen verhindern. Strassen und Gehwege haben ein leichtes Gefälle, um einen schnellen Abfluss zu ermöglichen. Gebäude sind erhöht gebaut oder haben erhöhte Fundamente, um Wasserschäden zu vermeiden. Diese Massnahmen sorgen zusammen mit regelmässiger Wartung dafür, dass Tully trotz häufiger Starkregen widerstandsfähig und funktionsfähig bleibt.
Der grüne Laubfrosch
Der Grüne Laubfrosch (Litoria caerulea), der auf dem Gummistiefel abgebildet ist, ist in Natura der grösste Laubfrosch der Erde. Er ist durchschnittlich 110mm lang, wobei einige Exemplare sogar 140mm erreichen.
Sie bevorzugen schattige, feuchte Orte und sind im gesamten tropischen Norden verbreitet. Das Weibchen produziert zu Beginn der Regenzeit zwischen 200 und 2000 Eier. Grüne Laubfrösche sind an der Cassowary Coast ein vertrauter Anblick.
Fakten zum Gummistiefel
Der Stiefel ist 7.9m hoch, was den Rekordniederschlag von 7900mm im Jahr 1950 darstellt.
Der Gummistiefel besteht aus Fiberglas und hat zwei grossen Zyklonen standgehalten – Zyklon Larry und Zyklon Yasi.
Bei den Überschwemmungen von 1967 und 1973 stand dieser Gummistiefel an diesem Standort in 800mm Wasser.
Die Projektkosten und Sachleistungen beliefen sich auf insgesamt AU$ 90’000.
Die offizielle Eröffnung fand am 10. Mai 2003 statt.
Im Stiefel geht eine Wendeltreppe rauf zu einer Aussichtsplattform. Von dieser hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Zuckerfabrik und die eher funktioniale (also nicht so schöne) und geneigte (siehe Textbox oben) Geschäftssrasse von Tully.
Tully – „Ein ziemlich nasser Ort“
Warum regnet es so viel?
Tully liegt in den Wet Tropics, wo sich zu bestimmten Jahreszeiten Zyklonen und Monsunbedingungen entwickeln. Diese können starke Regenfälle über die Küste von Far North Queensland bringen.
Die Küstenlinie in der Nähe von Tully verläuft fast in Nord-Süd-Richtung, wobei die Stadt auf einer schmalen Küstenebene zwischen Mount Tyson und Mount Mackay liegt.
Die angrenzenden Gebirgsketten ziehen Regenwolken von der anderen Seite des Korallenmeeres an. Weiter südlich schwenkt die Küste nach Osten ab und die Gebirgsketten sind weiter von der Küste entfernt. Dort fällt nicht so viel Regen, da die Auswirkungen der Südostwinde geringer sind.
Tullys Wirtschaft wird vom Regen geprägt
Die Anbaufläche für Zuckerrohr in der Region Cassowary Coast betrug im Jahr 2023 etwa 29’000 Hektar. Die Menge des in der Tully Sugar Mill und der South Johnstone Mill verarbeiteten Zuckers betrug im Jahr 2023 rund 3,8 Millionen Tonnen.
Bananen wachsen auch im Überfluss: Es wurden 2023 etwa 225’000 Tonnen in der Region produziert.
Das Wasserkraftwerk Kareeya, auch bekannt als Tully Falls Hydro Electric Project, nutzt Regen und die geografische Lage der Tully-Schlucht zur Stromerzeugung. Das Kraftwerk produziert jährlich etwa 472 Gigawattstunden (GWh) Strom – das entspricht dem Stromverbrauch von etwa 94’400 durchschnittlichen australischen Haushalten für ein Jahr, vorausgesetzt, der durchschnittliche Haushaltsverbrauch liegt bei etwa 5’000kWh pro Jahr.
Weitere landwirtschaftliche Produkte, die in dem niederschlagsreichen Gebiet florieren, sind der Anbau von Litschis, Kürbissen und Wassermelonen sowie die Barramundi- und Garnelenzucht. Touristisch ist Wildwasser-Rafting erfolgreich.
Fakten zum Niederschlag in Tully
Durchschnittlicher Jahresniederschlag in Tully: 4’116mm.
Höchster Niederschlag in Tully: 7’900mm im Jahr 1950
Grösster Regen in kurzer Zeit in: Tully: 1’407mm in 48 Stunden, im Januar 1967.
Höchster jemals in Tully gemessener Tagesniederschlag: 1’140 mm
Durchschnittliche Anzahl der Regentage pro Jahr: 150 Tage
Regenmessungen der Tully Sugar Mill
Die offiziellen Niederschlagsaufzeichnungen der Tully Sugar Mill reichen bis ins Jahr 1925 zurück – dem Jahr, in dem die Zuckerverarbeitung in der Mühle begann. Über die Jahre wurden die Aufzeichnungen von einigen wenigen sogenannten „Niederschlagsbeobachtern“ sorgfältig geführt. Einer der engagiertesten war der stellvertretende Buchhalter Vince Weinert, der den Regenmesser rund 30 Jahre lang bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2003 betreute.
Die gesamten historischen Daten zum Regenfall in Tully sind hier publiziert und können als Excel oder PDF heruntergeladen werden.
Und mit diesem Ausblick und dem in der grossen Bakery gekauften Pie (für AUD 6.30) konnte ich doch wieder Frieden schliessen mit der nicht stattgefundenen Führung.
Weiterfahrt nach Ingham
Auf meiner Fahrt zum gepflegten Ingham Tourist Park habe ich beim Hinchinbrook Lookout angehalten. Wenn man den kurzen Weg zum Panjoo Ausblick geht, kann man die beeindruckende Aussicht auf Hinchinbrook Island sogar ganz ohne Stromleitungen geniessen.
Der Hinchinbrook Island Nationalpark schützt die Insel seit 1932 und ist mit 39’900 Hektar einer der grössten Insel-Nationalparks Australiens. Die Insel liegt im Weltnaturerbegebiet des Great Barrier Reef und ist durch den malerischen Hinchinbrook Channel vom Festland getrennt. Umgeben von Meeresschutzgebieten bieten die Saumriffe und Seegraswiesen Lebensraum für einige gefährdete Arten, darunter Dugongs und Grüne Meeresschildkröten.
Hinchinbrook Island ist bekannt für seine vielfältigen Lebensräume, darunter nebelverhangene, heidebedeckte Berge, Sandstrände, Papierrinden- und Palmen-Feuchtgebiete sowie ausgedehnte Wälder. Im Westen erstrecken sich üppige Regen- und Eukalyptuswälder bis zu einem von Mangroven gesäumten Kanal, während die Ostküste von weiten Buchten und felsigen Landzungen geprägt ist. Die Mangrovenwälder der Insel zählen zu den artenreichsten und vielfältigsten Australiens und sind ein wichtiger Brutplatz für viele Meerestiere.
In Ingham konnte ich dann zum Abschluss meines Lernzieles, mehr über den Zuckerrohranbau und die Zuckerproduktion noch einen sehr langen Zuckkerrohrzug beim Queren des Bruce Hwy beobachten.
Zuckerrohranbau und Rohzuckerproduktion in Queensland
Queensland produziert jährlich durchschnittlich 30 bis 35 Millionen Tonnen Zuckerrohr, woraus etwa 4 bis 4,5 Millionen Tonnen Rohzucker gewonnen werden. Dies entspricht rund 95 % der gesamten Zuckerproduktion Australiens.
Als wichtiges Nebenerzeugnis der Zuckerproduktion entstehen bei diesem Prozess zudem rund 1 Million Tonnen Melasse pro Jahr (historisch erfasst der Wirtschaftssektor allein den Exportanteil mit teils über 650’000 Tonnen, während der Rest im Inland als hocheffizientes Viehfutter oder zur Ethanolproduktion genutzt wird).
Die wichtigsten Produktionsdaten auf einen Blick:
Zuckerrohr-Ernte: Ca. 30–35 Millionen Tonnen pro Jahr (in der Saison 2023 lag die Ernte witterungsbedingt etwas niedriger bei 28,65 Millionen Tonnen).
Rohzucker-Ertrag: Ca. 4 bis 4,5 Millionen Tonnen. Das Verhältnis liegt im Durchschnitt bei etwa 7 Tonnen Zuckerrohr für 1 Tonne Rohzucker.
Export-Quote: Etwa 80 bis 85% des in Queensland erzeugten Rohzuckers werden in den asiatisch-pazifischen Raum sowie nach Großbritannien exportiert.
Hauptanbaugebiete: Die wichtigsten Regionen liegen entlang der Ostküste, darunter die Regionen Burdekin (gilt als Australiens „Zucker-Hauptstadt“), Mackay, Ingham und Bundaberg.
Zuckerrohranbauregionen in Queensland
Queensland ist das Herz der australischen Zuckerindustrie und stellt rund 95% des gesamten Zuckers des Landes her. Die wichtigsten Mühlenregionen von Queensland, von den Regenwäldern im Norden bis zum roten Boden im Süden, sind untenstehend aufgelistet.
Dieses weitverzweigte, private Schienennetz wird von den jeweiligen Zuckerfabriken (Sugar Mills) betrieben und instand gehalten. Es dient dazu, das frisch geerntete Zuckerrohr auf dem schnellsten Weg von den Feldern zu den Verarbeitungsanlagen zu transportieren.
Wichtige Merkmale des Netzes:
Spurweite: Der Grossteil des Netzes (etwa 19 von 20 Einzelnetzen) nutzt eine extrem schmale Spurweite von 610mm (2 Fuss). Eine Ausnahme bildet unter anderem die Pioneer Mill bei Brandon mit einer Spurweite von 1’067mm.
Infrastruktur: Über das gesamte Netz sind etwa 250 dieselhydraulische Lokomotiven und über 50’000 Transportwaggons (Cane Bins) im Einsatz.
Betriebszeit: Die Züge verkehren hauptsächlich während der Erntesaison (Crushing Season) zwischen Juni und Dezember, dann oft rund um die Uhr.
Noch mehr Zuckerrohrverarbeitung und Verschiffung ansehen?
Aber vielleicht werde ich morgen noch nach Lucinda fahren und das Lucinda Bulk Sugar Terminal mit den 467’000 Tonnen Lagerkapazität und seinem 5.76km (!) langen Tiefsee-Anleger, einem der längsten der Welt, besuchen gehen. Aufgrund der extremen Länge des Anlegers musste die Erdkrümmung bei der Konstruktion berücksichtigt werden. Würde man eine gerade Linie vom Fuss des Anlegers am Ufer ziehen, läge das Ende der Konstruktion aufgrund des Horizontverlaufs etwa 2 Meter unterhalb dieser Linie. Die Mole erreicht mit ihrer Länge die Tiefsee des Korallenmeeres und umgeht dabei die flachen Küstenebenen. Vorher mussten die grossen Schiffe, welche draussen ankerten, mit kleineren Schiffen beladen werden. Vom kleinen Ort Lucinda aus geht die gesamte Produktion der Zuckerfabriken Victoria und Macknadedes des Zuckerrohrgebiets am Herbert River auf seine Reise in die weite Welt.
Und natürlich war das am Sonntagabend nicht nur ein Gedanke, denn ich bin am Montagmorgen nach einer weiteren kühlen Nacht (13°C) nach Lucinda gefahren und habe den Kontrast zwischen dem kleinen Örtchen (mit Campingplatz) und dem Bulk Sugar Terminal und dem tieffrequenten Dauergeräusch des Anlegers (bzw. dessen Fördertechnik) staunenend betrachtet.
Der Anleger des Lucinda Bulk Sugar Terminal (Lucinda Jetty)
Lucinda liegt in der Nähe des südlichen Endes der zum Weltkulturerbe gehörenden Hinchinbrook-Insel und beherbergt das Lucinda Bulk Sugar Terminal. Das Terminal wurde 1979 erbaut und besitzt den längsten Anleger (Kai) der Südhalbkugel. Mit einer Länge von 5,76 km und getragen von mehr als 660 Beton- und Stahlpylonen ist der Anleger ein ingenieurtechnisches Meisterwerk, dessen Länge tatsächlich der Erdkrümmung folgt.
Der Anleger ermöglicht es Lucinda, grosse Zuckertransportschiffe mit einem Ladevolumen von bis zu 50’000 Tonnen abzufertigen. Jährlich exportieren etwa 20 Schiffe Zucker von Lucinda in verschiedene Märkte weltweit. Der Hafen von Lucinda besteht aus landseitigen Anlagen zur Zuckerverarbeitung und -lagerung, einem einzelnen Trestle-Anleger und einem Förderband, das zu einem Offshore-Liegeplatz und einem Schiffsbelader führt.
Am 3. Februar 2011 überquerte der tropische Wirbelsturm Yasi der Kategorie 5 in den frühen Morgenstunden die Küste von Nord-Queensland und brachte gemessene Windspitzen von 185 km/h nach Lucinda. Auf dem Höhepunkt des Sturms schlugen Wellen über das Deck des Anlegers und zerstörten den Schiffsbelader sowie das Lucinda Jetty Coastal Observatory (LJCO). Das LJCO befand sich am Ende des Anlegers und lieferte wertvolle optische Daten über die lokalen Küstengewässer und atmosphärischen Bedingungen
Lucinda Jetty wurde durch den Zyklon schwer beschädigt, die Kosten beliefen sich auf schätzungsweise 50 Millionen Dollar. Nach 18 Monaten Reparaturarbeiten wurde der Anleger wiedereröffnet.
Wer konsumiert nur jährlich diese 4 bis 4.5 Millonen Tonnen Rohzucker im Inland und im Ausland (3.4 bis 3.8 Millionen Tonnen werden überwiegend nach Asien und Grossbritannien exportiert)? Und wieviele Rinder in Quernsland werden jedes Jahr von einer Million Tonnen Melasse satt(er)? Wenn die Melasse denn nicht für die lokale Ethanol- und Rumproduktion verwendet wurde?
Und wie wirkt sich diese unfassbar grosse Monokultur auf die Ökosysteme aus?
Mit diesen Erlebnissen und dem neu erlangten Wissen konnte ich schon den Nachmittag am Sonntag und Montag mit Nichtstun vor dem Womo abfeiern, oder?
Ja Michael, ich liebe die riesigen Sachen wie dieser Gumboot. Die „Big Things of Australia“ abzuklappern wäre durchaus ein hübscher Spass, wenn auch ziemlich zeitintensiv 🙂
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