Donnerstag: Fahrt zur Home Valley Station
Am Donnerstag Morgen habe ich mich von Kununurra aufgemacht, um (für diese Reise) ein letztes Mal etwas Gibb River Road und Kimberley Atmosphäre aufzunehmen. Der Ausflug besteht aus der zweimalen Querung des Pentecost Rivers und einem dreitägigen Aufenthalt in der Home Valley Station, davon zwei Tage in deren River Camp.
Die nordöstliche Einfahrt auf die Gibb River Road musste ich dann gleich festhalten.
Die Fahrt führt an diesem Ende bis über den Abzweiger zur Balanggarra Home Valley hinaus über Bitumen. Die einzige Challenge ist dabei das Pentecost River Crossing. Der Wasserstand der Flussüberquerung wird im Verlauf der Trockenzeit immer niedriger. Er verändert sich aber auch im Verlauf der Tide, da der Fluss bis weit ins Land hinein von dem hohen Tidenhub stark beeinflusst wird. Daher hat es auch Krokodile im Fluss.
Ich bin so ziemlich bei Niedrigwasser am Fluss angekommen. Das Wasser stand aber trotzdem anständig hoch. Jede Flussquerung wird auch immer mit einem erhöhten Puls und etwas Adrenalin begleitet. Da kein anderes Fahrzeug durchfuhr musste ich halt per Gefühl schätzen, wie tief es sein könnte. Ich und der Ranger haben es aber wieder perfekt geschafft.
So wi in der untenstehenden Gallierie sah die Querung des Pentecost Rivers übrigens Ende September im Jahr 2019 aus: Da konnte ich im Trockenen über den Fluss fahren.
Nach wenigen weiteren Kilometern auf dem Bitumen der GRR bin ich dann schon in der Balanggarra Home Valley Station angekommen. Ich wurde freundlich begrüsst und habe eine schöne Powered Site mit Baumschatten und mit sehr viel Aussicht erhalten. Ich habe gleich noch für das abendliche Dinner einen Tisch in der Dusty Bar reserviert. Es kommt nämlich noch mindestens eine Reisegruppe an.
Als Besucher kann man das Herz der Kimberley-Region mit den einzigartigen Unterkünften von Balanggarra Home Valley entlang der legendären Gibb River Road erleben.
Von komfortablen Hütten über familienfreundliche Unterkünfte bis hin zu authentischen Outback-Erlebnissen – jede Option spiegelt die Herzlichkeit und Kultur der Balanggarra-Region wider. Eingebettet in atemberaubende Landschaften bieten die Unterkünfte den perfekten Ausgangspunkt, um nahegelegene Schluchten, Wasserfälle und Wanderwege zu erkunden.
Als Gast kann man zwischen dem Homestead Camp in der Nähe der Dusty Bar, dem Pool und dem Kinderspielplatz – der perfekte Ort, um mittendrin zu sein, wählen. Oderman sucht Ruhe und Erholung: Dann besucht man als Gast das idyllische River Camp mit atemberaubender Aussicht und perfektem Sternenhimmel am Fluss. Camping in Balanggarra bietet eine einzigartige Verbindung zur Natur
Mit Zelt, Wohnmobil oder Wohnwagen: Als Gast kann man die Einfachheit der Natur geniessen und/oder die atemberaubenden Sehenswürdigkeiten der Umgebung besuchen.
Den Nachmittag, die grossen Duschen und das Dinner in der Dusty Bar habe ich gechillt genossen!
Und ich habe am Abend das erste Mal die Klimaanlage des Campers eingeschaltet.
Freitag und Samstag: River Camp mit fantastischem Ausblick auf den Pentecost River und die Cockburn Range
Am Freitag Morgen habe ich vor dem Wechsel zum River Camp gleich um 7 Uhr einen der zahlreichen Trails in Angriff genommen. Ich wollte den Bindoola Gorge Lookout Trail machen. Verschiedenfarbige Bänder markieren den vielfach kaum sichtbaren Weg. Er führte durch teilweise abgebranntes Buschland und die nächste Markierung war vielfach kaum zu finden. Leider merkte ich nicht, dass ich ab einem Abzweiger dem Bindoola Gorge Trail folgte. Dieser endete am Bindoola Gorge, aber ich dachte, er müsse noch weiter bis zum Lookout gehen. Aber ich fand auch nach dem erklimmen vieler grosser Steinblöcke entlang der Schlucht keine weiteren Markierungen mehr. Da bin ich den Weg halt wieder zurück gegangen. Erst beim Camper ist mir dann das Licht aufgegangen, dass ich dem falschen Weg gefolgt bin. Das war schade.
Danach bin ich zur Reception gefahren und habe in das rund 4km entfernte River Camp gewechselt. Dort habe ich die „allocated Site“ 5 erhalten, die einen direkteb Blick auf den breiten Pentecost River und die Cockburn Range hat.
Entfliehen Sie dem Alltag und besuchen Sie das River Camp am Ufer des Pentecost River, nur 4 km von der Homestead entfernt. Hier erwachen Sie zu den Klängen der Natur und genießen atemberaubende Ausblicke auf die Cockburn Range. Direkt am Ufer des mächtigen Pentecost River gelegen, ist dieses Camp bekannt für seine unvergesslichen Sonnenuntergänge, die vielfältige Tierwelt und erstklassige Angelplätze. Es stehen Stellplätze ohne Stromanschluss zur Verfügung (Generatoren sind zwischen 8:00 und 20:00 Uhr willkommen). Das Camp bietet Ihnen Sanitäranlagen mit Warmwasserduschen, Toiletten mit Wasserspülung und überdachten Bereichen.
In der Hitze des Tages genoss ich den Ausblick. Der tidale Fluss verwandelt sich sehr stark mit Ebbe und Flut! Spannend ist, dass sich die Fische mit Ebbe und Flut raus- und reintragen lassen.
Und die Cockburn Range im sich verändernden Licht zu beobachten, ist schon auch sehr faszinierend.
Als die Dämmerung hereinbrach, wunderte ich mich über das Gekreische im Baum neben meinem Camper. Es waren Fledermäuse (Fruit Bats), welche die Bäume mit Blüten besuchten. Am nächsten Morgen sah ich das Resultat: Da die Motorhaube meines Campers unter einem Ast mit Blüten stand, war diese vollständig mit Fledermauskacke und Blütenresten versifft.
Nach einem Gespräch mit meinen Nachbarn machte ich mich nochmals ans Ufer des Flusses auf: Ich wollte doch auch mal das Saltie im Wasser des Flusses sehen. Und tatsächlich konnte ich es ausmachen und fotografieren.
Etwas später war ich dann komplett alleine auf dem Campground. Da nahm ich die Gelegenheit des nahe gelegenen Wasserhahns mit Trinkwasser wahr und wusch nicht nur die Motorhaube sondern auch endlich mal wieder alle Fenster!
Tagsüber wurde es dann so stark windig, dass ich den Nachteil der Allocated Site direkt am sehr staubigen Weg feststellte: Ich und der Camper wurden total von Bull Dust eingestaubt. Das war drinnen und draussen ziemlich eklig. Und es war heiss! Da habe ich mich, nach einer kurzen abkühlenden Dusche, in den nahegelegenen Unterstand verzogen und über die nächsten Stunden die Ankunft der neuen Gäste beobachtet. Aber auch so habe ich den Tag geniessen können und etwas am Blogbeitrag zu Purnululu schreiben können. Natürlich hatte ich meinen Camper am späteren Nachmittag so umgeparkt, dass er nicht mehr unter dem Baum stand!Auch abends war es noch so heiss, dass es heute keine warme Mahlzeit gab und ich abends ohne Licht im Camper mit offenen Fenstern einfach nur etwas Musik mit den Kopfhörern gehört habe. Irgendwie ist es total mühsam, dass mein Camper drinnen und draussen nur weisses Licht hat, welches abertausende kleine und kleinste Insekten magisch anzieht. Ich brauche unbedingt eine gelborange Leuchte!
Sonntag: Rückfahrt nach Kununurra
Am Sonntagmorgen bin ich wieder früh aufgstanden und habe als erstes den Sonnenaufgang fotografiert. Obwohl jeden Tag ein Sonnenaufgang stattfindet, sind die Sonnenauf- und untergänge in der Kimberley immer wieder schön.
Da Niedrigwasser im an der hiesigen Küste erst um 10 Uhr war, wollte ich trotz zeitigem Aufstehen nicht zu früh am Pentecost River sein. Aber ich war trotzdem schon um 8 Uhr auf der Piste und dann auf der Gibb River Road. Dann nach den drei gemütlichen, aber heissen und staubigen Tagen war ich froh, wieder für ein paar Tage in die Zivilisation ohne so viel Staub zu fahren.
Am Pentecost River Crossing konnte ich einen LKW beim Durchqueren des Wassers beobachten: Die Bugwelle war ganz schön beeindruckend. Aber ich kann ja etwas langsamer fahren. Mir schien es trotzdem, dass es heute etwas mehr Wasser hatte als vor drei Tagen. Aber auch dieses Mal klappte die Überquerung ohne Problem. Das Wasser stand tatsächlich ein wenig höher: Es duschte zwar den Unterboden und die Treppe und floss wieder ein wenig durch die Öffnung des Gaskastens. Aber alles im sehr ungefährlichen Umfang. Und ich konnte schon wieder ein paar schöne Erinnerungsfotos machen.
In Kununurra hielt ich dann zuerst mal bei der Swim Beach um zu schauen, welche Läden am Sonntag offen haben und vielleicht die gewünschte gelborange Lampe haben. Dabei beeindruckte mich der schöne Boab und der lange Diversion Dam, welcher das Wasser des gestauten Ord River in den Kanal zur Bewässerung der vielen Felder und in den weiteren Flusslauf Richtung Wyndham aufteilt.
Nach einem kurzen Zwischenstopp beim Coles schaute ich in den General Store , der sowas aber nicht hatte. Ich fuhr zu Autopro, der auch keine gelbe Leuchten hatte, michir aber den Tackle Shop gleich um die Ecke empfohl. Der hatte offen und ein riesiges Angebot. Nun habe ich zwei kleine Akkuleuchten mit Magnet und Velcro-Straps, die rot, orange und weiss leuchten! So genial.
Da ich erst ab 11 Uhr im Kimberleyland Holiday Park einchecken konnte, habe ich entschieden, dass ich noch die 10km zum berühmten Ivanhoe Crossing fahren werde. Dort quert ein tiefer befahrbarer Damm, über und durch welchen das Wasser des Ord Rivers fliesst. Das heisst, der kontrollierte Rest des Wassers, welches aus dem Lake Argyle abgelassen und nicht für die Bewässerung umgeleitet wird. Jeder 4WD-Enthusiast muss da mal rüberfahren. Ich habe es aber bei ein paar Fotos belassen, denn ich hatte die letzte Woche ja schon dreissig Mal Wasser überquert. Es machte trotzdem Spass, den vielen Autos zuzuschauen, welche je nach Geschwindigkeit eine recht hohe Welle im knietiefen Wasser erzeugten. Irgendwann darf auch mal Schluss sein.


Im Kimberleyland angekommen, habe ich mich dann gleich an die schon lange hinausgezögerte Wäsche gemacht. Hier hat es tatsächlich moderne Frontloader mit Kreditkarte (nur $4.30) und Warmwasser. Ich habe die Waschmaschine gleich zwei Mal gefüllt. Nachdem der zweite 34-minütige Waschgang zuende war, war die Wäsche des ersten Waschgangs auf der Wäscheleine schon trocken! So heiss (34°) und trocken war es heute. Ich habe bei der vielen Arbeit unheimlich viel geschwitzt. Aber zwischendurch konnte ich mit meinen Nachbarn, einem Schweizer Paar auf der zweimonatigen Reise mit dem Adventure Camper von Darwin nach Perth sprechen.
Das einheimische Kroki kam aber heute zwischen 4:30pm und 5pm nicht vorbei. Dafür gab es vor dem Besuch der Dusche noch einen abendlichen Blick auf Lake Kununurra.
Abends habe ich dann erfolgreich die beiden Leuchten ausprobiert und parallel im Camper die Klimaanlage laufen lassen.
Morgen Montag geht es dann auf eine 5-stündige Cruise über 50km vom Diversion Dam den künstlich regulierten Ord River rauf zum knapp 100m hohen Staudamm des Lake Argyle. Irgendwie finde ich es noch schwierig, meine Erwartung an diese Cruise zu definieren.















































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