Wenn man in der Pilbara ist, muss man schon auch eine Tour durch mindestens eine der gigantischen Industrieanlagen (Esienerzminen, Salzgewinnung, Hafenanlagen) machen. Da ich die Minentour in Tom Price schon zwei Mal gemacht hatte, wollte ich dieses Jahr eine Hafentour machen. Diese werden von der Seafarers Mission in Dampier und in Port Hedland angeboten.
Buchungen während den Schulferien (und danach) organisieren
Doch bevor ich die Touren gebucht habe, musste ich Buchungslücken in den stark ausgebuchten Campingplätzen der Region oder andere Stellplatzoptionen finden. In Port Hedland wollte ich nicht auf den grossen Overflow-Parkplatz ohne Infrastruktur, wo die Wohnwagen-Gespanne dicht an dicht stehen. Daher war die Verfügbarkeit des Discovery Park in Port Hedland mein „Termin-Anker“. Die früheste Verfügbarkeit von zwei Nächten einer Powered Site war vom 8. bis zum 10. Juli. Die habe ich als erstes gebucht und dann die Tage vom 3. Juli bis dann mit einer möglichst sinnvollen und guten Buchungs-Serie zu füllen. Das sah dann so aus:
- Für den 3. Juli gab es ausschliesslich die Option Millars Well Overflow in Karratha, da ich an diesem Freitag noch den Reifen in Karratha reparieren lassen wollte.
- Für den 4. Juli habe ich auf dem kleinen Campingplatz in Dampier noch die allerletzte Site („for SMALL campervans“) gebucht.
- Am 5. Juli habe ich noch eine Powered Site im The Cove Caravan Park in Point Samson ergattert.
- Und für die letzte Lücke von zwei Tagen ging es dann etwas zurück auf eine der wenigen noch für zwei Tage verfügbaren unpowered Sites im riesigen Cleaverville Beach Camping.
In Port Heland konnte ich am 9. Juli noch erfolgreich die Hafentour buchen!
Mit den darauf folgenden je zwei Nächten im 80 Mile Caravan Park und im Barn Hill Beach Station Stay (siehe hier) hatte ich dann bis Broome mal Ruhe. Da am 6. Juli der Kimberley Season Pass (mit 50% Rabatt) in der ganzen Kimberley-Region veröffentlicht und gestartet wurde, habe ich am 7. Juli (Cleaverville) meine Trips rund um Broome (inkl. Tours) und am 8. Juli (Port Hedland) den Trip bis zur Home Valley Station durchgebucht. Da muss ich mir nun keine Gedanken mehr machen.
Freitag: Fahrt nach Karratha, Reifen reparieren und Einkaufen
Am Freitag bin ich den Red Dog Highway entlang der Rio Tinto Eisenbahnlinie und durch die Chichester Range nach Karratha gefahren. Den Abzweiger in die Chichester Range zu Python Pool und weiteren Walks habe ich wegen der Reifenreparatur auf ein nächstes Mal aufgeschoben. Es ist aber schon sehr spannend, die Windungen der Eisenbahnlinie rauf und runter durch die Range zu beobachten. Auch die Strasse geht ein paar Mal ziemlich rauf und runter. Die Züge müssen da zeimlich hart arbeiten!
Als erstes hielt ich im Visitors Centre und holte meine schriftliche Bestätigung meines Overflow-Platzes ab. Diese wird unbedingt benötigt, auch wenn man online gebucht hat. Ich hatte ja schon gecheckt, dass im Juli leider keine Führungen in den Muruhuga Nationalpark angeboten werden. Das wusste die Mitarbeiterin aber nicht und ich musste ihr das auf meinem Smartphone zeigen, da ihr Internet nicht funktionierte. Auch die nächste Hafentour in Dampier ist erst wieder am Mittwoch, da diese nicht täglich stattfinden. Dann bin ich jedoch schon ein paar Stationen weiter. Aber ich hatte ja schon die Hafentour in Port Hedland gebucht. Dieser Hafen ist sowieso grösser.
In Karratha bin ich durch das aufgeräumte und für eine Minenstadt ziemlich ansehnliche Zentrum direkt zu Tyre Power gefahren. Ich durfte das Rad mit dem defekten Reifen runterlassen und auf der Pallette zur Reparatur bereitstellen. Das ging nach dem Lehrgang durch Damian (siehe hier) wunderbar. Ich wusste aber, dass ich unbedingt eine Unterlage für ein nächstes Mal benötige, denn auch auf Betonboden macht das Kriechen unter das Auto keinen Spass.
Die Reparatur wurde mir in den den nächsten ein bis zwei Stunden versprochen. Da habe mich auf den Weg zum nahegelegenen Kmart gemacht, um mir eine Bettauflage und weitere Antirutschmatten zu kaufen. Auch eine Picknick-Unterlage war auf meiner Einkaufsliste. Kaum war ich von meinem erfolgreichen Einkauf wieder bei Tyre Power, kam schon die SMS, dass die Reparatur erfolgreich abgeschlossen war. Das Rad lag schon unter dem Auto und war an das Kabel angeschlossen. Mit der Picknick-Unterlage ging das Raufdrehen des Rades sehr viel einfacher, als ich mir das vorstellte. Mit AUD 55 war die Reparatur auch noch günstig.
Ich fuhr dann gleich noch zum Parkplatz des Einkaufscenters und machte dann noch Essenseinkäufe bei Woolworth.
Einen kleinen Lunch gab es dann auf dem schattigen Parkplatz an einer Sportanlage auf dem Weg zu Milars Well. Das Overflow Camping ist in grosszügige, terrasierte Parzellen aufgeteilt. Duschen und WC hat es in der nahe gelegenen Sportanage Milars Well. Den Rest des Nachmittags habe ich gemütlich im Schatten beim Camper verbracht.
Samstag: Murujuga NP, Hearsons Cove und Industrie-Atmosphäre im kleinen Dampier Camping
Am Samstagorgen bin ich zuerst zu Repco gefahren und habe mir ein Tyre Repair Kit und einen für einen zukünftigen Radwechsel passenden Drehmomentschlüssel gekauft. Dann ging es weiter zu Nganjarli (Deep Cove) auf der Burrup Peninsula. Das ist die einzige Self Guided Tour Murujuga NP machen kann. Der Nationalpark wurde gerade eben im Jahr 2025 in die Liste der UNESCO-Welterben aufgenommen.
Murujuga Nationalpark
Das Highlight des Murujuga-Nationalparks sind seine Petroglyphen. Diese in Felsen eingravierte Kunst ist weltweit einzigartig. Murujuga beherbergt die grösste und vielfältigste Sammlung von Felskunst. Die dargestellten Bilder dokumentieren mindestens 47’000 Jahre Menschheitsgeschichte. Faszinierend! Ein paar der Kunstwerke und die Geschichte kann man auf einem eigens dafür angelegten, 700 Meter langen Steg erfahren.
Den Nationalpark kann man zum heutigen Zeitpunkt ansonsten nur mit täglichen Führungen durch indigene Ranger noch vertiefter erfahren. Mit dem Murujuga Project soll der Park jedoch in der Zukunft besser zugänglich gemacht werden.Murujuga bedeutet in der Sprache der Ngarluma-Yaburara „Herausragender Hüftknochen“. Der Name bezieht sich auf die 42 Inseln des Dampier-Archipels, die Burrup-Halbinsel und den Murujuga-Nationalpark. Die Ngarda-Ngarli leben seit Zehntausenden von Jahren in Murujuga und haben eine tiefe spirituelle Verbindung zu diesem Land.
Die Felszeichnungen von Murujuga regen die Fantasie an. Sie zeigen Darstellungen von Menschen, ausgestorbenen Tieren sowie von Tieren, Vögeln und Fischen, die heute noch dort leben. Besonders sehenswert sind die Gravuren von Beutelwölfen (Tasmanischen Tigern). Diese Felskunst hat für die Aborigines eine tiefe Bedeutung, da sie eine Verbindung zu ihren Geschichten, Bräuchen und ihrem Wissen über ihr Land und seine Ressourcen herstellt. Sie verbindet sie mit den Ereignissen und Menschen der Vergangenheit und mit ihren heutigen Glaubensvorstellungen. Neben den Felszeichnungen kann man Fischfallen, Felsunterstände und Steinformationen entdecken.
Die Landschaft von Murujuga ist vielfältig. Es gibt felsige Klippen, enge Täler, Mangroven und Wattflächen. Das bietet zahlreiche Lebensräume für eine Vielzahl von Wildtieren. Über 14 einheimische Säugetierarten leben hier. Zu den weiteren Geschöpfen zählen 14 Fledermausarten und 58 Reptilienarten. Zu den geschützten Tierarten gehören der Pilbara-Olivenpython, das Rothschild-Felskänguru und verschiedene Watvogelarten.
Im Juli 2025 wurde die Kulturlandschaft Murujuga nach jahrelangen Bemühungen der Ngarda Ngarli, der traditionellen Eigentümer und Hüter des Landes, vertreten durch die Murujuga Aboriginal Corporation, in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Murujuga ist eine geschichtsträchtige Kulturlandschaft mit einer reichen Vielfalt an materiellen und immateriellen Stätten, kulturellen Traditionen und spirituellen Orten. Mit schätzungsweise ein bis zwei Millionen Bildern beherbergt Murujuga eine der grössten, dichtesten und vielfältigsten Sammlungen von Felskunst weltweit. Die Felszeichnungen, Steinformationen, Muschelhaufen und Steinwerkzeuge liefern einen visuellen und archäologischen Beleg für die kontinuierliche Nutzung und Pflege des Gebiets über mehr als 50’000 Jahre. Das Welterbegebiet umfasst die Burrup-Halbinsel, die 42 Inseln des Dampier-Archipels und angrenzende Meeresgebiete und ist von tiefgreifender kultureller und spiritueller Bedeutung für die traditionellen Eigentümer und Hüter des Gebiets, die Ngarda-Ngarli.
Der Murujuga-Nationalpark ist der erste Nationalpark in Westaustralien, der gemeinsam verwaltet wird. Er befindet sich im Besitz der Murujuga Aboriginal Corporation (MAC). Die MAC vertritt die fünf traditionellen Eigentümergruppen des Gebiets: die Ngarluma, Yindjibarndi, Yaburara, Mardudhunera und Wong-Goo-Tt-Oo.
Die grosse Anzahl von Felsritzungen, -schabungen und -hämmerungen (Petroglyphe), die man auf diesem kurzen Walk bestaunen kann, sind schon recht eindrücklich. Und so früh am Morgen hatte ich auch die ganze Atmosphäre für mich alleine. Total verrückt ist aber, dass nur ein paar hundert Meter von dieser Stelle mehrere riesengrosse Baustellen sind, wo Woodside ihre Aufbereitungsanlagen für Offshore-Gas stark erweitert. Dagegen protestieren aktuell auch die indigenen Besitzer, weil sie sich vom Staat WA hintergangen fühlen.
Nach diesem eindrücklichen, kurzen Walk bin ich zum Strand an Hearson’s Cove gefahren. Auch hierhin wurde die Strasse befestigt und es wurden zwei schöne überdachte Picknick-Tische, ein zentrales BBQ und Toiletten gebaut. Ich habe den Camper neben einen der beiden Picknick-Tische gestellt, um das Revier zu markieren und habe dann einen kleinen Ausflug entlang der beeindruckenden Bucht gemacht. Das Wasser war noch recht weit draussen, kam aber rasch rein.
Zurück beim Camper habe ich den Campingstuhl ausgepackt und die Aussicht genossen. Da es langsam Mittagszeit war, habe ich mal wieder alle notwendigen Zutaten für einen BBQ-Lunch eingepackt und den blitzblank geputzten BBQ angeworfen. So ein kleines Veggie-Taco ist doch immer wieder fein. Ich schämte mich aber danach ein wenig, dass ich die BBQ-Platte nicht mehr so lupenrein hinkriegte. Beim nächsten Einkauf musste daher das richtige Equipment auf die Einkaufsliste.
Gut genährt bin ich dann zum kleinen, sehr rustikalen Camping in Dampier gefahren. Das liegt mitten in den Gebäuden von Rio Tinto und man hört im Hintergrund periodisch und 7×24 das Auskippen der Eisenerzwaggons. Am Aussichtspunkt vor dem Camping hat man den direkten Blick auf den Anlager mit drei oder vier Eisenerzschiffen, die fleissig beladen werden. Das war’s dann auch schon.
Die Infrastruktur des Campings ist überschaubar, aber ich hatte einen schönen Platz und mein Nachbar ist, trotz Buchung, nicht aufgetaucht. Nach dem üblichen Sonnenuntergang in Industrieromantik war ich nachts dann froh, nicht in einem Dachzelt schlafen zu müssen. So von wegen 7×24 Betrieb.
Am Morgen lagen dann schon wieder andere Schiffe am Anleger.
Fakten zu den zwei Häfen in Dampier
Im Durchschnitt werden jede Woche 16 Schiffe beladen
An jedem der drei Schiffsverlader können 10’000 Tonnen Eisenerz pro Stunde verladen werden.Ein durchschnittliches Eisenerzschiff fasst etwa 180’000 Tonnen Erz.
- Parker Point nahm 1966 den Betrieb auf und besteht aus zwei Zugentladern, vier Schiffsanlegestellen und zwei Schiffsverladern mit einer Kapazität von etwa 100 Millionen Tonnen.
- East Intercourse Island nahm 1972 den Betrieb auf und verfügt über einen Zugentlader, eine Schiffsanlegestelle, einen Liegeplatz und einen Schiffsverlader mit einer Kapazität von etwa 50 Millionen Tonnen.
Fakten zu den Eisenerz-Zügen
Der Bahnbetrieb wurde 1966 aufgenommen. Rio Tinto betreibt das grösste private Schwerlast-Eisenbahnnetz in Australien, das sich über mehr als 1’700 km von seinen 16 Minen bis zu vier Häfen erstreckt.Jeder Waggon enthält etwa 120 Tonnen Erz. Züge fahren mit Geschwindigkeiten von bis zu 80km/h und transportieren je rund 25’000 Tonnen. An manchen Strassenübergängen dauert es etwa vier Minuten, bis ein Zug vorbeigefahren ist.
Sonntag: Fahrt nach Point Samson mit Idylle und noch mehr Schwerindustrie
Am Sonntag habe ich mich auf den Weg nach Cossack aufgemacht. Das historische Örtchen kenne ich ja schon, das haut nicht mehr aus den Socken.
Die Aussicht vom Reader Head Lookout war dann aber so schön, dass ich runter zur Settler’s Beach gefahren bin und ganz alleine eine schön lange Strandwanderung gemacht habe. Ziemlich genial, muss ich sagen.
Dann habe ich auf dem Weg nach Point Samson bei Wickham natürlich bei den an der Strasse ausgestelltem historischen Haul Truck und der alten Lokomotive mit Waggon anhalten müssen.
Auf der Informationstafel stand, dass man beim Port Walcott Yacht Club die Halden des Cape Lambert Hafen bewundern kann und unterwegs auch noch auf den zwei Brücken über die Eisenbahnlinien die Züge bewundern könne. Also bin ich zuerst nach Wickham gefahren, habe dort etwas Lebensmittel, ein Grill-Multitool und einen Gas-Grillanzünder gekauft. Eigenlich suchte ich den Weg rauf zum Tank Hill Ausblick, den ich aber nicht gefunden habe. Daher ging es also zum Yacht Club, wo ich die riesigen Erzhalden bewundern und das Schild lesen konnte (siehe unten). Die dominierende Farbe war tatsächlich das Pilbara Pink des Eisenerzstaubes, der sich einfach überall festsetzt. Etwas pervers ist, dass gleich hinter den Dünen ein sehr wichtiger Strand (Bells Beach) mit Nistplätzen von geschützten Schildkröten ist…
Fakten zur Cape Lambert Hafen-Infrastruktur
Cape Lambert ist Teil eines erstklassigen, integrierten Netzwerks aus 16 Eisenerzminen, vier unabhängigen Hafenterminals, einem 1’960 Kilometer langen Schienennetz und der dazugehörigen Infrastruktur.
Das Netzwerk ist darauf ausgelegt, schnell auf Nachfrageänderungen zu reagieren und wird vom Rio Tinto Betriebszentrum in Perth unterstützt.
Rio Tinto erweitert seine Betriebe in der Pilbara-Region und führt gleichzeitig Technologien der nächsten Generation ein, um eine höhere Effizienz, niedrigere Produktionskosten und eine verbesserte Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltleistung zu erzielen.
- 48 Einzelne Halden (2 Notfallhalden)
- 7.1 Mio. t Gesamtkapazität des Haldenlagers
- 4 Muldenkipper, 4 Schiffsbelader, 8 Liegeplätze
- Zwei Erzkais – einer 3.1km lang und einer 1.8km lang
- 7 Rückgewinnungsfahrzeuge, 9 Stapler
- 4 Schiffsbelader
- Maximale Schiffsgrösse bis zu ~250’000 Tonnen
- 99.57km Förderband in Cape Lambert
Übernahme von Verantwortung von Rio Tinto für die Umwelt
Bei der Planung und dem Betrieb der Anlagen bemüht sich Rio Tinto, die Umweltauswirkungen der Aktivitäten zu vermeiden, zu verhindern, zu mindern und zu beheben.
- Schildkröten
Der nahegelegene Bells Beach ist ein bekannter Niststrand für eine Population geschützter Flachrückenschildkröten mit schätzungsweise über 200 Nestern pro Jahr.
Das Schildkrötenforschungsprogramm des RTIO, das seit 2004 läuft, zeigt, dass jedes Jahr etwa 80-100 Weibchen nisten und alle 2-3 Jahre zurückkehren.
In Cape Lambert und Umgebung werden umfangreiche Managementmassnahmen durchgeführt, um potenzielle Auswirkungen auf diese Nistkolonie zu mindern. Delambre Island, eine regionale Nistkolonie, wird ebenfalls überwacht, um diese Auswirkungen zu überprüfen.- Licht
Die Lichtemissionswerte wurden von der Umweltbehörde genehmigt und werden am Bells Beach überwacht, um sicherzustellen, dass potenzielle Auswirkungen auf Meeresschildkröten kontrolliert werden. Zu den Kontrollmassnahmenhmen gehören Abschirmung, Ausrichtung, Höhe und die Verwendung von Farbfiltern.- Wasser
Cape Lambert nutzt eine Kombination aus Trinkwasser und recyceltem Wasser für den Betrieb, die aktiv verwaltet wird, um die Entnahme zu reduzieren.
Das Wasser wird vor der Einleitung ausserhalb des Geländes aufbereitet und überwacht.- Staub
Emissionen werden vorhergesagt, aufgezeichnet und durch Staubmessgeräte vor Ort und Referenzsysteme kontrolliert.
Zu den physikalischen Kontrollmassnahmen gehören der Einsatz von Wasserwerfern, Sprinklern und die Einkapselung.- Wale
Buckelwale wandern jährlich zwischen ihren antarktischen Nahrungsgründen und den Kalbungsgebieten in der Kimberley-Region.
Walbeobachtungen aus der Luft wurden vor Cape Lambert, der Nickol Bay und dem Dampier-Archipel durchgeführt.
Auf der Rückfahrt habe ich dann bei einer unbenutzten Auffahrt zu den Brücken über die Geleise kurz angehalten, um ein paar Fotos zu machen. Da winkte auch schon ein Minenarbeiter aus seinem Fahrzeug und fragte, ob er helfen könne. So nett sind die Leute hier. Ich hatte aber dieses Mal kein Problem.
In Point Samson genoss ich dann das herzliche Willkommen, die Aufgeräumtheit des Campingplatzes und die moderne Infrastruktur. Mich nervte aber etwas der Nachbar mit seinem riesigen Truck in Zentimeterdistanz zu meiner Site und der Dauerbeschallung mit Rap- und Rock-Oldies. Es gibt einfach Campingplätze, wo der (Angeber-) Vibe nicht so ganz meinem Geschmack entspricht. Da scheinen bestimmte Campingplätze über die Jahre den selben Typ von Ferienmachenden und/oder Reisenden anzuziehen.
Da packte ich meine Strandsachen zusammen und bin an den schönen Strand mit Aussicht auf den vorher besichtigten Kai gegangen. Die auf der anderen Seite des Campings gelegene Honeymoon Beach habe ich auch noch besucht und da fiel es mir wie Schuppen von den Augen, dass ich doch voll in meinen Erinnerungen das Camping von Onslow mit dem Camping von Point Samson verwechselt hatte.
Generell war ich froh, hatte ich nicht den Point Samson Beach Caravan Park gebucht. Der sah beim Strandbesuch schon etwas schmuddelig aus.
Montag und Dienstag: Strandcamping im wunderschönen Cleaverville
Am Montag habe ich es mir dann nicht nehmen lassen, dass ich doch noch die Aussicht vom Tank Hill Lookout geniessen wollte. Als ich oben war, bemerkte ich, dass ich eigentlich auch hätte rauffahren können. War es den Aufstieg wert?
Dann bin ich pünktlich um 11 Uhr an meiner Site im Cleaverville Beach Camping angekommen. Ich hatte mir extra einen Platz ausgesucht, der in der Nähe einer der wenigen Toiletten und bei den Hosts war. Denn ich dachte mir, dass die Hosts sicher am schönsten Strand sein werden. Und so war es denn auch. Auch der Ausblick auf’s Meer war genau so wie auf dem Bild bei der Buchung vorhanden. Also parkte ich den Camper so, dass ich diesen Ausblick geniessen konnte. Doch kaum hatte ich mich eingerichtet, hat der Camper rechts neben meines Ausblicks einfach sein Auto in meinen Ausblick gestellt. Nur schon der Grauwasserschlauch (owbohl offiziell verboten) quer in meine Seite wären eigentlich unanständig gewesen. Da habe ich halt nochmals umgeparkt und habe die Aussicht auf der linken Seite für mich beansprucht. Solange niemand reklamiert, war das wohl OK so.



Und so habe ich mich auf eine schöne Strandwanderung gemacht.
Als ich vom Strand zurück kam, sah ich sofort, dass sich der Nachbarcamper doch noch ein paar Gedanken gemacht hatte. Der Grauwasserschlauch endete nun in seiner Parzelle und sein Auto hatte er auch auf der anderen Seite seines Caravans, nun in seiner Parzelle geparkt.
Also habe ich meinen Camper auch wieder etwas „legaler“ so geparkt, dass ich die Aussicht in beide Richtungen geniessen konnte. Es war einfach wunderbar, hier zu stehen und dem leisen Gezwitscher der winzigen Zebrafiken im Busch und beim Aufpicken der Grassamen zuzusehen.
Dies ist ein Australischer Zebrafink (Taeniopygia castanotis), der häufigste Prachtfink in Zentralaustralien. Die männlichen Vögel sind leicht an ihrem leuchtend orangen Schnabel und den charakteristischen schwarz-weißen Gesichtsmustern zu erkennen.Sie leben in großen Schwärmen und ernähren sich hauptsächlich von Grassamen.
Mittags gab es dann ein feines Dinner von meiner Aussenküche: Veggie-Burger mit Coleslaw-Salat.
Ich nutzte die Zeit und habe in Ruhe am letzten Blogbeitrag geschrieben.
Dienstag war in etwa genauso spannend wie der Montag. Strandwanderung und im Schatten der Büsche chillen und den Zebrafinken zuhören und zusehen. Und beobachten, wie ein paar Neuankömmlinge mit den allerletzten noch verfügbaren Sites nicht zufrieden waren und umbuchten. Und merken, dass ein paar Camper von weit entfernten Sites tatsächlich mit dem Auto zur Toilette fahren. Und jemand hat endlich an der Toliette ein Schild angebracht, dass das Schloss und die Türfalle der Toilette defekt seien und man doch bitte vor dem Eintreten anklopfen soll. Das ist doch ein grosser Fortschritt.
Mehr Action braucht es manchmal nicht, um glücklich zu sein.
Mittwoch und Donnerstag:
Am Mittwoch bin ich dann die rund 250km zum Discovery Parks Port Headland gefahren. Doch zuerst habe ich noch den Aufstieg zum Tank Hill absolviert. Das wollte ich mir dann doch nicht entgehen lassen. Beim Discovery Parks Port Hedland bin ich pünktlich um 11 Uhr angekommen und habe eine sehr grosszügige Powered Site am Ende des Parks, in der Nähe des Sanitärgebäudes und der kleinen Camper’s Kitchen mit grosser Aussicht erhalten.
Da konnte ich nach einem kleinen Lunch gleich den nahe gelegenen Übergang zum Strand nutzen und diesen mit einer schönen Strandwanderung erkunden. Ich wäre gerne noch in die andere Richtung gegangen, aber der Flusslauf des Pretty Pool trennte das Gebiet auf und es gab keinen Fussgängerweg durch die Mangroven und über das Gewässer.
17 Dinge, die man in Port Hedland kostenlos unternehmen kann
- Beobachten Sie die riesigen Schiffe, die im Marapikurrinya Park in den größten Massengut-Exporthafen der Welt ein- und ausfahren: Die täglichen Schiffsbewegungen finden Sie auf der Tafel vor dem Besucherzentrum.
4 Richardson- Schiffsverkehr: Fahren Sie nachts durch die Stadt und fotografieren Sie die wunderschönen Hafenlichter, die sich im Wasser spiegeln.
4 Richardson St, Richardson St, Bootsrampe, Koombana Lookout- Besuchen Sie die Kunstgalerien
Courthouse Art Gallery – Edgar St, Port Hedland
Spinifex Hill Studio and Gallery – Hedditch St, South Hedland.
Holen Sie sich Ihre Broschüre im Besucherzentrum ab.- Schlendern Sie durch das alte Port Hedland und folgen Sie dem Heritage- und Street-Art-Pfad. Broschüre im Besucherzentrum erhältlich.
- Entdecken Sie einen altmodischen Gemischtwarenladen in Lot 1 Port Hedland – das Emporium. Bis unters Dach gefüllt mit allem, was man sich wünschen oder brauchen könnte.
2-4 The Esplanade Port Hedland- Spazieren Sie durch den Don Rhodes Mining Museum Park unter freiem Himmel und erfahren Sie mehr über unsere frühe Manganbergbauindustrie. Sie war ganz anders als das, was Sie heute sehen.
Wilson St, Port Hedland- Holen Sie sich eine Broschüre im Besucherzentrum und begeben Sie sich auf eine Reise in die Vergangenheit auf dem Pioneer Cemetery. Wird seit 1900 genutzt.
Sutherland St, gegenüber dem Cemetery Beach Park.- Fahren Sie zum Koombana Lookout und genießen Sie den Blick auf all die Schiffe am Horizont, die auf die Einfahrt in den Hafen warten.
Abzweigung zum Aussichtspunkt von der McGregor Street- Angeln – überall an der Küste oder am öffentlichen Steg. Broschüre im Besucherzentrum erhältlich.
- Genießen Sie ein Glas Wein im Cemetery Beach Park, während Sie den Sonnenuntergang über dem Meer beobachten.
Westliches Ende der Sutherland Street- Beobachten Sie die jungen grünen Meeresschildkröten, die bei Flut vom Aussichtspunkt im Cemetery Beach Park aus schwimmen
- Machen Sie bei Ebbe einen Spaziergang am Riff und entdecken Sie die große Vielfalt an Meereslebewesen zwischen den Felsen. Tragen Sie geeignetes Schuhwerk. Überall dort, wo das Meer auf das Land trifft. Broschüre im Besucherzentrum erhältlich.
- Schlendern Sie durch den neuen Yachthafen, der 2024 eröffnet wurde, genießen Sie ein Barbecue mit Familie und Freunden, während Kinder gleichzeitig auf den Rasenflächen herumlaufen können.
- Beobachten Sie die großen Eisenerzschiffe, die am Spoil Bank Marina vorbeifahren.
- Beobachten Sie die riesigen Eisenerzzüge, die vom Redbank Bridge Lookout in die Stadt kommen – sie sind bis zu 2,8 km lang. Außerdem haben Sie einen tollen Blick auf das Salz. Ein guter Fotospot bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Parkplätze befinden sich auf der Südseite der Redbank Bridge, Wilson Street.
- Nehmen Sie ein Bad im Meer am malerischen Pretty Pool Beach. Vergessen Sie nicht, Schuhe zu tragen, um sich vor Steinfischen zu schützen!
Matheson Drive, Pretty Pool- Lassen Sie sich mit der GROSSEN SCHUBKARRE am Ortseingang in Wedgefield fotografieren
Pinga Street, Wedgefield
Am Donnerstag hatte ich um 9 Uhr die Hafentour der Seafarer Mission gebucht. Meine Vorfreude war so gross, dass ich schon viel zu früh auf dem Parkplatz beim Seefahrerzentrum (Seafarers Centre) ankam.
Die Mission für Seeleute | Eine kurze Geschichte
Der Ursprung der Mission für Seeleute liegt in einem Mann, der eine Not erkannte und darauf reagierte.
1836 besuchte der Reverend Dr. John Ashley während eines Urlaubs in Clevedon, Somerset, die Insel Steep Holm im Bristolkanal und wurde sich der Notlage der Seeleute bewusst. Er war so bewegt von ihren harten und gefährlichen Bedingungen und ihrem einsamen Leben, dass er die nächsten 15 Jahre ihrem Wohlbefinden widmete, bis er aus gesundheitlichen Gründen seine Seemannskapelle aufgeben musste. Er besuchte 14.000 Schiffe!
1856 übernahm die Anglikanische Kirche diesen Dienst.
1857 wurde die erste australische Seemannsmission in Melbourne gegründet
2000 | Die „Seamans Mission“ wurde in „Mission to Seafarers“ umbenannt – eine internationale Missionsorganisation der Anglikanischen Kirche. Es gibt 28 Seemannszentren in ganz Australien und 300 weltweit in 71 Ländern. Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Anne ist Präsidentin und Schirmherrin.
Port Hedland | Seefahrerzentrum
Das Seefahrerzentrum Port Hedland betreut die grösste Anzahl von Seeleuten in Australien und gehört zu den Top 5 weltweit. Mit dem Eisenerzboom im Nordwesten, insbesondere in Port Hedland, wurde es notwendig, eine Einrichtung für die jährlich steigende Zahl von Seeleuten bereitzustellen.
- 1970 wurde das Pfarrhaus der anglikanischen Kirche zum ersten Seemannszentrum in Port Hedland.
- 1972 | Mit Unterstützung lokaler Unternehmen und der Gemeinde wurde mit dem Bau eines neuen Zentrums begonnen.
- 1973 eröffnete der Premierminister von Westaustralien, John Tonkin, das Zentrum. Am 15. September 1975 verwüstete Zyklon Joan Port Hedland, und das Seefahrerzentrum erlitt grossen Schaden. Das Zentrum wurde wieder aufgebaut, wie es heute steht.
Das Seefahrerzentrum bietet allen Seeleuten praktische, emotionale und spirituelle Unterstützung unabhängig von ihrem Rang, Geschlecht, ihrer Nationalität oder ihrem Glauben. Das Zentrum ist eine gemeinnützige Organisation, und das es finanziert sich grösstenteils selbst. Derzeit sind etwa 10 Mitarbeiter in Vollzeit, Teilzeit, auf Aushilfsbasis oder ehrenamtlich tätig.
Wir haben uns an der Kasse des kleinen Ladens mit günstigem Allerweltsbedarf für die Seeleute registriert und wurden dann in der kleinen Kapelle in einer knappen Stunde ausführlich über alle Fakten des Hafens sowie der Geschichte und der Tätigkeiten der Mission für Seelaute und des Zentrums für Seefahrer in Port Hedland informiert.
Die Dimensionen des grössten Eisenerzhafens der Welt sind schon gigantisch. 4 Akteure (BHP, FMG, sind Nutzer des Hafens mit 19 Liegeplätzen, die aktuell gerade um weitere Anlegestellen ausgebaut werden. Ich möchte das hier gar nicht alles aufführen. Die Schiffe sind mit 350x60m gigantisch und jeden Tag gehen etwa 12-14 Schiffe von/zu den beiden Liegeplätzen über die einzige Fahrrinne raus und rein. Kein Liegeplatz bleibt lange frei, da Zeit Geld ist und man am liebsten gleich mit der selben Crew das nächste Schiff belädt. Pro Sekunde gehen 15 Tonnen Eisenerz in den Bauch des Schiffes. Und jedes Schiff geht mit 170’000 bis 270’000 Tonnen Eisenerz raus, überwiegend nach China! Für die ganz grossen Zahlen und Rechenbeispiele verweise ich auf untenstehende Box oder auf diese gute Zusammenfassung in einem PDF-Dokument des Visitor Centre von Port Hedland mit allen Informationen zum Hafen, zu den Firmen und den Zügen der Minenfirmen.
Einige sehr grosse Zahlen
Ein Doppelzug besteht aus zwei Lokomotiven + 134 Waggons + weiteren zwei Lokomotiven + 134 Waggons = 268 Waggons mit einer Gesamtzuglänge von 3 km!
Jeder Eisenbahnwaggon transportiert 146 Tonnen Erz mit einem Gesamtgewicht an Eisenerz in jeder Zugladung = 39’128 Tonnen @ 150 AU$ pro Tonne = 5’869’000 AU$ für jede Zugladung x 24 Züge täglich = 140’860’800 AU$
Ein Schiff transportiert im Durchschnitt zwischen 170’000 und 270’000 Tonnen Eisenerz. Es werden etwa sechs Züge benötigt, um ein Schiff zu beladen, was einer Ladung im Wert von 35’214’000 US-Dollar entspricht.
Beladen benötigt ein Schiff etwa 10 Tage für die Fahrt nach China, 2-3 Tage zum Entladen, 10 Tage für die Rückfahrt nach Port Hedland, 22-36 Stunden zum erneuten Beladen und dann geht es wieder los.
Aber auch die Rolle un die Tätigkeiten der Mission für Seeleute und des Seefahrerzentrums sowie der Herausforderungen der Seeleute auf ihren langen Reisen sind sehr beeindruckend.
Nach diesem Vortrag mit seinen beeindruckenden Fakten hatte ich schon ziemlich viel zum Nachdenken und Verarbeiten mitgenommen.
Kombinierte 10-Jahres-Prognose Hafen von Port Hedland und Lumsden Point
- 851.4 Milliarden Dollar Bruttoinlandsprodukt
- 645.5 Milliarden Dollar Nationaleinkommen
- 172.7 Milliarden Dollar an Steuern und Lizenzgebühren
- 201’976 Vollzeitstellen für die australische Wirtschaft
Wert des Hafens von Port Hedland 2022-23 – Wirtschaftlicher Überblick
- Output: 103.7 Milliarden Dollar Beitrag zum BSP
- Umsatz: 75.6 Milliarden Dollar Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt
- Beschäftigung: 200’627 unterstützte Vollzeitstellen
- Unterstützt 1 von 9 Vollzeitstellen in WA
Wir fuhren dann mit dem Bus die kurze Strecke zum Anleger des Taxischiffs des Seefahrerzentrums und erhielten dort unsere Schwimmweste. Gleich beim Anleger ist eine grosse Baustelle, denn hier wird die neue Mission gebaut, welche 2028 in Betrieb sein wird.
Was sind Seeleute / Seefahrer?
Ein Seefahrer ist jeder, der an Bord eines Seeschiffs arbeitet. Weltweit gibt es insgesamt über 1,89 Millionen Seeleute verschiedener Nationalitäten. Diese Männer und Frauen verbringen oft bis zu neun Monate am Stück fernab von Familie, Freunden und Angehörigen. Dies kann häufig zu Einsamkeit und psychischen Problemen führen, da der Internetzugang an Bord von Schiffen eingeschränkt ist.
Seeleute sind für den Transport von über 90% der weltweiten Güter und Treibstoffe verantwortlich und sind damit wichtige Schlüsselarbeitskräfte, die von der Allgemeinbevölkerung oft nicht anerkannt werden.
Probleme von Seeleuten
Zusätzlich zu Einsamkeit und psychischen Problemen haben viele Seeleute oft Geldsorgen. Der durchschnittliche philippinische Seemann ernährt manchmal bis zu 15 Familienmitglieder gleichzeitig allein mit seinem Lohn
Die Seefahrt zählt nach wie vor zu den gefährlichsten Berufen der Welt. Piraterie, Schiffbrüche und das Verlassen von Schiffen tragen zu den Problemen bei, mit denen Seeleute in ihrem Beruf konfrontiert sind.
Ein Mangel an Einrichtungen für Seeleute verschärft diese Probleme oft. Neben dem eingeschränkten Zugang zu externen Kommunikationsmitteln an Bord gibt es auch nur eine begrenzte Anzahl von Schiffen mit Sporteinrichtungen an Bord, obwohl sich dies mit dem Bau neuer Schiffe verbessert.
Fürsorge für Seeleute
Die Mission für Seeleute ist da, um die Männer und Frauen, die auf See arbeiten, zu unterstützen, wenn sie uns am dringendsten brauchen. Um den Mangel an verfügbaren Einrichtungen auszugleichen, bieten alle unsere Seemannszentren Seeleuten im Hafen Zugang zu WLAN-Internet und SIM-Karten, einen komfortablen Ort zum Ausruhen und Entspannen, die Möglichkeit, Lebensmittel und Toilettenartikel zu erhalten, sowie Transport zu Geschäften und lokalen Einrichtungen.
Und die Mission bietet nicht nur praktische Unterstützung. Sie wissen, dass Seeleute auch emotionale und häufig spirituelle Unterstützung benötigen. Deshalb verfügt sie über ein grosses Netzwerk ordinierter Hafenkapläne, die an Bord von Schiffen kommen, den Seeleuten ein offenes Ohr schenken und bei Bedarf für sie beten. Sie können Seeleute auch mit anderen Organisationen in Kontakt bringen und sich bei Bedarf für sie einsetzen.
Die Mission
Unsere Mission ist es, uns um das wichtigste Gut der Schifffahrtsindustrie zu kümmern: ihre Menschen.
Mit dem Taxischiff konnten wir nun in den Hafen und sehr nahe an die Schiffe fahren. Da Niedrigwasser waren, fuhren keine grossen beladenen Schiffe raus. Das geht nur +/- 2h um Hochwasser herum. Doch es wurde gerade ein leeres Schiff reingeschleppt und vor unseren Augen im Hafen gewendet. Nur gewendet wird es an die Anleger befestigt. Das so nahe zu sehen, war sehr beeindruckend. Und dann fuhren wir noch ganz an ein erstes Schiff ran, um eine Bestellung per runtergreichtem Seil zu übergeben und an einem zweiten Schiff haben wir einen Seemann abgeliefert. Die Schiffe signaliseren mit einer speziellen Flagge, dass auf ihnen Seeleute zur Abholung warten.
Ich war total begeistert von dieser Fahrt. Noch auf keiner meiner Hafenbesichtigungen konnte ich so authentisch und so nahe an die grossen Schiffe ran und die Dimensionen so richtig spüren und aufnehmen.
Mit dem Bus sind wir dann wieder die kurze Strecke zum Seefahrerzentrum gefahren und wurden dann in der kleinen Kantine mit selbstgebackenen Scones, frischen tropischen Früchte sowie Tee und Kaffee verköstigt. Das gab gleich auch wieder die Gelegenheit, etwas zu socializen.
Voller Eindrücke habe ich dann den Camper am Parkplatz beim Dôme Restaurant geparkt und wollte dort eigentlich etwas essen. Aber es gab nur einen besetzten Tisch und alles sah etwas schmuddelig aus. Da ging ich die paar Meter in’s etwas verlassene Zentrum und habe mir in dem Imbiss mit der langen Schlange an Hafenarbeitern auch einen schön dicken Sweet Chili Chicken Wrap als Imbiss geholt. Da alle Picknicktische am Schatten belegt waren, habe ich mich halt in die Sonne gesetzt. Es ist ja Winter und an der Sonne sehr angenehm. Ich hatte dann nicht nur Freude an meinem Wrap, sondern auch an den zwei Schiffen, welche aus- und einliefen. Und die Möwen hatten eine riesige Freude an den Resten meines Wraps, die auf den Boden fielen oder die ich vom Tisch wegschnippte. Am Anglerpier habe ich dann noch das Anlegemanöver eines weiteren Eisenerschiffes mit den Schleppern und den Booten zum Vertauen beobachtet.
Auf der Rückfahrt zum Caravan Park habe ich gleich noch den Tank aufgefüllt und bin in den Woolworth zum Einkaufen gegangen. Bei der Fahrt zurück ans andere Ende von Port Hedland habe ich auch das Overflow Camping im Zentrum gesehen: Da stehen die Caravan-Gespanne und Motorhomes dicht an dicht auf einem grossen Parkplatz. Da war ich sehr froh um den schönen Platz im Discovery Parks am ruhigen Ende von Port Hedland.
Den Rest des Tages habe ich vor dem Camper alle diese Eindrücke zuerst mal verarbeiten müssen! Das war ganz einfach die allergenialste Hafentour, die ich je gemacht habe.
Rückblick
So viele verschiedene Erlebnisse in ein einen gedanklichen Rahmen zu bringen, überfodert mich fast schon etwas. Auf der einen Seite findet man an dieser Küste wunderschöne Abschnitte mit sehr viel Natur und kaum dreht man sich um, steht man vor gigantischen Industrieanlagen, die ich nicht einmal ansatzweise beschreiben konnte. Ich staune ab der Genialität und der wirtschaftlichen Denkweise des Menschen und bin fasziniert ab den unfassbar grossen Zahlen und Dimensionen. Auf der anderen Seite erschreckt mich diese unumkehrbare Zerstörung und der Ressourcenhunger der Menschheit. Dass es in der Pilbara bei diesem gigantischen Eisenerzabbau überhaupt noch Hügel und Berge gibt?
Und dass gegenüber den Industrieanlagen zum Beispiel jedes Jahr zweihundert Schildkröten ihre Eier weiterhin ablegen ist schon fast unvorstellbar. Der pure Wahnsinn, ich bin hin und hergerissen.






























































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