Limski-Kanal – ein perfekt vermarktetes Karsttal

Die Limski-Bucht wird in Hochglanzprospekten als Limski-Kanal (kroat. Limski Zaljev) oder sogar Lim-Fjord vermarktet.

Zwei Bilder aus dem Tourismus-Marketing.

Dabei ist dieser „Kanal“ nur ein mit Meerwasser gefülltes Karsttal: Neun Kilometer lang, durchschnittlich 600m breit und bis zu hundert Meter tief mit Meerwasser gefüllt.

Auf Luftbildern mag das spektakulär aussehen, von Land oder Wasser ist das aber nur eine Bucht mit bewaldeten Hügeln auf beiden Seiten. Der Vergleich mit norwegischen Fjorden ist ungemein weit hergeholt.

Perfekt für eine beschauliche Bootsfahrt von Vrsar (oder auch von Rovinj), aber mehr nicht. Definitiv kein Weltwunder oder ein touristisches Highlight.

Spannend ist nur die eigentümliche Situation, dass am Nordhang immergrüne Bäume wachsen, am Südhang aber nur Laubbäume (Eschen, Eichen). Das sieht man aber wohl nur im Winter.

Da das salzarme Wasser sehr nährstoffreich ist, gedeihen hier Fische und Muscheln sehr gut. Das weckte Begehrlichkeiten: 1000 Jahre (ab 543) ausschliesslich Klerikern des Bischoffs vorbehalten, danach von den Drogen von Venedig als ewiges Geschenk einer Adelsfamilie übergeben. Seit 1980 ist es ein Marine-Resevat: Baden strengstens verboten!

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