Start der Kroatienferien in Zadar

Gestern habe ich für die Anreise nach Kroatien 5 Länder bereist und zwei neue Autobahnvignetten auf die Frontscheibe geklebt: Von Winterthur ging es über Bregenz, München, Salzburg, Ljubljana nach Zagreb.

Heute konnte ich dann um 16 Uhr mein Ferienhaus in Norddalmatien (im Hinterland von Zadar) beziehen, was einen kurzen Besuch von Zadar und einen ersten Einkauf im Supermarkt ermöglichte. In der Vorsaison findet man direkt neben der Altstadt bei den Fähranlegern sogar mehr als genügend freie Parkplätze.

Zadar wurde im vierten Jahrhundert von den Illyrern gegründet. Von 614 bis 1918 war Zadar die Hauptstadt Dalmatiens. Im 12. Jh. erfolgte der Aufstieg zur Bischofsstadt, in dessen Folge die prachtvollen Klöster, Kirchen und Paläste gebaut wurden. 1797 fiel die Stadt an Österreich, 1920 wurde sie Italien zugesprochen. Die Enklave wurde nach dem zweiten Weltkrieg an das damalige Jugoslawien angebunden. Die Schäden des Balkankriegs (1991-1995) sind alle schon perfekt beseitigt.

Daher ist der Besuch der Altstadt von Zadar ein Traum. Die Kirchen, Plätze, Strassen und Gassen der Fussgängerzone laden zum Bummeln, Staunen und Verweilen ein. Die Gebäude aus vielen Epochen der langen Geschichte sind sehr vielfältig.

Das antike Zentrum mit dem ausgedehnten Römischen Forum liegt am nordwestlichen Ende der Stadt. Säulenreste und weitere Funde liegen auf dem Rasen und dem Platz, die kostbareren Stücke sind im archäologischen Museum, gleich nebenan, ausgestellt. Aber für einen Museumsbesuch war heute einfach das Wetter zu schön. Am Forum kann man auch die doppelstöckige Rundkirche Sv Donat finden. Es ist eine der ältesten christlichen Kirchen von Kroatien, erbaut 810 bis 815. Daran angebaut ist die Anastasia-Kathedrale mir ihrem schönen Turm. Sie ist das bedeutendste romanische Bauwerk der Stadt. Das Benediktinerkloster Sv Marija, gleich gegenüber am Forum, aus dem 11. Jh. präsentiert Kirchenschätze vom 8. bis zum 18. Jh.; eine der wertvollsten Sammlungen des Landes. Vom Forum kann man gleich auf die Mitte der sehr langen Promenade gelangen.

Das Rathaus oberhalb der Promenade hat einen perfekten Blick über die Promenade auf das Meer. Kommt man da überhaupt noch zum Arbeiten in den Behörden?

Am Ende der langen Promenade ist jedoch auch zeitgenössische Kunst zu finden: Die „Meeresorgel“ und der „Gruss an die Sonne“ des Architekten Nicola Bašić. Je nach Wasserstand und Wellengang werden verschiedene Rohre mit Orgelpfeifen (sichtbare Öffnungungen) bespielt. Beim zweiten laden Solarzellen einer 22m messenden Scheibe im Boden tagsüber eine abendliche Lichtinstallation auf.

Die Vielfalt der Gebäude aus 1500 Jahren Geschichte und die entspannte Atmosphäre machen diese Stadt zu einem Highlight.

Mein Ferienhaus im kleinen Fischerort Kruševo / Ribnica war dann ein weiteres Highlight: Gross, modern und praktisch eingerichtet, mit Blick auf das Wasser. Von Sonntag bis Mittwoch wird allerdings das Wetter nicht mitspielen: Bewölkte 18° mit Regen und Wind laden weder zu Ausflügen noch zu Strandbesuchen ein. Die neben dem Fischerort gelegene Ferienhaussiedlung Crna Punta erinnert allerdings auch eher an einen „Lost Place“ als an einen charmanten Ferienort. Da würde ich mich nicht wohlfühlen.

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