Jardín de Cactus

Heute hat es recht feuchte Luft mit einem frischen Westwind an die Vulkanberge gedrückt, was zu Wolkenbildung geführt hat. Es war daher ein guter Entscheid, den Tag für eine Ausflug in den Nordosten zu nutzen. Das Navi führte mich auf der offiziellen „Veloroute“ (60km/h Geschwindkeitsbegrenzung mit mehreren Blitzern) quer durch die Insel via Masdache und Teguise nach Guatiza.

Man könnte meinen, es sei eine etwas skurrile Idee, mitten in den Feigenkakteenfeldern (Opuntien, dazu später mehr) einen künstlichen Kaktusgarten zu errichten. Der 1990 eröffnete Kakteengarten geht, wie vieles anderes auch, auf eine Initiative von César Manrique zurück. Der auf 5000m2 in einem aufgelassenen Steinbruch (in dem Vulkanasche abgebaut wurde) Garten ist die letzte Touristenattraktion, welche der umtriebeige Künstler mitgestaltete. 10’000 Kakteen von über 1000 Arten aus der ganzen Welt haben in der windgeschützten Vertiefung des Steinbruchs ihr Zuhause gefunden. Über der Cafeteria, am dem Eingang gegenüberliegenden Ende des Steinbruchs, wacht eine restaurierte Mühle, in der Mais verarbeitet wird.


Über verschlungene Wege kann man sich zwischen den unzähligen, inspierenden und verzaubernden Formen der Kakteen bewegen. Ich liess mich verzaubern und bin mehrmals die selben Wege gegangen und hab‘ immer wieder neue Formen und Sichtwinkel entdeckt. Die durch die Wolkenlücken entstehenden Lichtwechsel haben auch zur Faszination beigetragen.

Am meisten begeisterten mich aber die Details. So viele Fotos habe ich schon lange nicht mehr gemacht!


Und zwischendurch kann man sich noch an den verspielten Kunstwerken von Manrique, wenn auch nur in den Toiletteneingängen, erfreuen…


Das war eine Gartenbesichtigung, die ich mir ganz anders vorgestellt hatte. Absolut lohnenswert!

Einen kleinen Lunch habe ich mir dann an der Küste erlaubt. Der Wind trieb riesige Wellen gegen die Lavaklippen, die Gischt spritze viele Meter hoch und würzte meine selbsgebauten Sandwiches. Nach Hause ging’s dann via Arrecife auf den Schnellstrassen LZ-1, LZ-3 und LZ-2. Die (seltenen) Velofahrer mussten somit von einem Auto weniger überholt werden.

Ein Gedanke zu „Jardín de Cactus

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