Jandía – der Süden von Fuerteventura

Diese Nach hat es plötzlich ein ziemlich Sturmwind angefangen. Dicke Wolken und die stürmische Winde haben dann bis in den Nachmittag durchgehalten. Ich hab‘ mich deshalb mit dem Auto in den Inselsüden aufgemacht. Das Navi hat mich auf der Hinfahrt knapp 80km über Nebenstrassen quer durch die Insel geführt. Da die Strassen alle in sehr gutem Zustand sind, war es eine nette Abwechslung, mal ein paar einsame Orte und Bauernhöfe zu sehen. Die Landschaft von Fuerteventura ist nicht so abwechslungsreich wie die von Lanzarote.

Jandía war früher eine eigene Insel, die aber durch natürlich Sandaufschüttungen mit der Hauptinsel verbunden wurde. Durch eine schroffe Bergkette ist die Südküste einigermassen von den Winden abgeschirmt. Trotzdem befindet sich hier die Hochburg der Wind-, Kite- und Strandsurfer. Grosse Teile der Küste ist ein sehr breiter Sandstrand mit Lagunen (bei Hochwasser) und Salzmarschen vorgelagert. Da hat man die letzten Jahrzehnte ebenso grosse Hotelanlagen von Costa Calma bis Morro Jable an die Küste gebaut. Mir gefällt sowas nicht besonders, aber die gigantischen Strände sind schon was ganz besonderes.

Ich hab‘ mich bei Los Gorriones über die Lagune auf den Strand gewagt. Die Lagune ist 4km lang und bei Niedrigwasser eine riesiges Watt. Die Vogelwelt liebt dieses Revier fast genau so wie die Windsurfer.

Denn der flache Strand ist das ganze Jahr mit 2m hohen Wellen ein perfektes Windsurfrevier. Dort betreibt René Egli sein Pro Center mit 1000 Windsurfsegel und 400 Boards sowie 400 Kites und 150 Boards. Diese werden jedes Jahr ausgewechselt! Das soll die weltweit grösste Windsurfschule sein. Hier werden seit 1985 Weltmeisterschaften der Windsurfer, seit 2001 auch der Kitesurfer ausgetragen.


Hinter Morro Jable fängt dann eine menschenleere, steppenartige Landschaft an. Man könnte über eine Piste den etwa 20km entfernten Leuchtturm besuchen. In der Mitte der Strecke befindet sich Cofete mit einem weiteren breiten und sehr einsamen Strand. Der Ort soll laut Gerüchten eine Fluchtburg für Nazigrössen (Villa Winter) gewesen sein. Aber man möchte wohl auch hier noch weitere touristische Infrastrukturen bauen…

Auf dem Rückweg habe ich die Strasse zu Risco del Paso genommen und mir die riesigen Sanddünen angeschaut, welche sich hier an die Bergabhänge anschmiegen. Der Sand weht bis ins Hinterland! Da es aber weiterhin sehr stürmisch war und sich erste Regentropfen ankündigten, bin ich nicht (gegen den Wind) bis zu den ganz grossen Dünen gegangen.

Auf der Heimfahrt über die Hauptstrasse FV-2 (im Norden und Süden wird stark an der Erweiterung der Autobahn gebaut) hat es dann zuerst geregnet, aber dann war’s schon wieder sonnig. Und meinem Auto hat die Regendusche ganz gut getan! 

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