Mirador del Rio und Jameos del Agua

Ganz im Norden von Lanzarote liegt auf 479m Höhe der von César Manrique gestaltet Mirador del Rio. Dieser ist fast unsichtbar, im typischen Manrique Stil in das Gestein eingebettet und bietet eine fantastische Ausicht über den Inselnorden und auf die kleine Schwesterinsel La Graciosa.
Ich konnte knapp vermeiden, dass es mich über die niedrige Brüstung die steile Klippe hinunter gewindet hat… Das war etwas und gemütlich dort oben. Denn den ganzen Tag hat es ziemlich gewindet und am Morgen gab es auch mal ein paar Regentropfen aus den rasch vorbeigewehten dunklen Wolken. Nachmittags war’s dann wieder richtig sonnig!


Der Eintrittspreis (9€) war auch nicht zu verachten. Ich hab‘ aber gleich das Ticket-Trio gebucht, welches mich auch die Jameos del Agua und die Cueva de los Verdes besuchen lässt. Die Jameos wurden, wie auch der schöne Kakteengarten in der Nähe, von Manrique gestaltet. Um den 1992 verstorbenen Künstler wird schon fast ein Geniekult betrieben. Er hat viele Projekte auf Lanzarote begleitet oder geführt und viele Spuren hinterlassen. Sein Name ist ein richtiger Publikumsmagnet. Er hat schon fast zu stark für die Schönheit von Lanzarote geworben. Unter anderem hat er veranlasst, dass auf der Insel keine kommerzielle Werbung (Schilder, Plakate) angebracht und aufgestellt werden dürfen. Das wird auch heute noch eingehalten und man stellt ganz verwundert fest, wie schön doch die Landschaften und die Ortschaften ohne die Präsenz von Werbeflächen sind.
Die Fotos der  Jameos del Agua sind wegen einer Kamera-Fehlmanipulation leider mit wenigen Ausnahmen nicht gelungen. Daher gibt’s keine Abbildung der unterirdischen Grotte mit den unzähligen Restaurants und Bars und dem Lagunensee mit den blinden Albino-Krebschen, welche es beim Vulkanausbruch von 2000m Tiefe in die Grotte gespült hat. Nur der wunderschöne Pool im Filmkulissenstyle der 70er hat es richtig auf den Kamerasensor geschafft.

Nebendran ist auch noch ein wiedereröffnetes, für seine formidable Akustik bekanntes Auditorium und oben ein Museum zum Thema Vulkanismus, das im futuristischen, aber ungepflegten Charme der 70er etwas irritiert, zu bestaunen. Die Grotte ist übrigens der letzte Teil eines 7km langen Höhlensystems, in welchem ein Lavastrom bis zu 50m unter der erstarrten Oberfläche ins Meer floss. Nach dem Besuch der Cueva de los Verdes gibt’s dann hoffentlich noch ein paar Bilder der Grotte in unbearbeitetem Zustand.

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