Kap Arkona

Kap Arkona ist sozusagen das Nordkap Deutschlands am nordwestlichsten Ende der Insel Wittow, welche über eine Landbrücke (die Schaabe mit 8km hervorragendem Strand) mit Rügen verbunden ist. Die Daten für „Sturmtief über der Ostsee“ wird vielfach von dessen meterologischen Station geliefert. Auf dem Kap stehen drei Leuchttürme und eine NVA-Bunkeranlage.

Der kleinere, viereckige, 19m hohe Turm wurde 1827 errichtet. Der runde, 36m hohe Leuchtturm ersetzte 1901 den kleinen Turm. Der dritte Turm ist ein ehemaliger Funkpeilturm der Kriegsmarine.

Die von harten klimatischen Bedingungen geplagte Steilküste ist die gefährdeste (und gefährlichste) der Ostsee. Die 42m hohe Königstreppe mit 230 Stufen runter zum Ufer ist inzwischen gesperrt, da sie nun im Meer endet.

Auch die grosse Jamarsburg (Wälle einer Slawenfestung) ist wegen Kliffabbrüchen nicht mehr zu betreten.

Die Perle am Kap ist aber das beschauliche Fischerdorf Vitt. Das wohl romantischte Heringsdorf der Ostsee duckt sich in eine Kuhle und am kleinen Hafen mit Fischräucherei fühlt man sich schon fast an den mediterranen Gefilden eines kleinen griechischen Fischerdorfes!

Trotz vieler Touristen hat man am hier noch etwas Einfaches und Urpsrüngliches erhalten können. Das Dorf mit seinen 13 reetgedeckten Katen steht unter UNESCO-Denkmalschutz. Früher war die Bucht eine der bedeutensten Vitten auf Rügen. So nannte man die Plätze, wo sich die Fischer zu den Zeiten der grossen Heeringszüge trafen. Da musste ich mittags natürlich einen grossen Brocken geräucherter Buttermakrele mit einem Brötchen verdrücken. Hervorragend.

Das Kap kann man nur zu Fuss, mit dem Fahrrad, mit der Pferdekutsche oder mit der ökologischen Kap-Arkona-Bahn erkundet werden. Es lohnt sich jedoch, mindestens den Weg von den Leuchttürmen entlang der Steilküste zum Dorf Vitt zu Fuss zu gehen. Jedes Wegstück ist etwa 2km lang. Ich hab‘ 2 Wegstücke mit der Kap-Arkona-Bahn absolviert.

Als ich am Morgen nach 10Uhr ankam (nach dem letzten Gewitterregen und sich langsam auflockernder Bewölkung), war der grosse Parkplatz vor Putgarten (Endstation für alle Touristen-Autos) noch ziemlich leer und man hatte in der Bahn sehr viel Platz. 3 Stunden später war der Parkplatz voll und die Autos stauten sich kilometerlang auf der Zufahrtsstrasse! Auf Rügen lohnt es sich also, die Ausflüge am Morgen zu machen.

Am Nachmittag hab‘ ich dann noch den bis zu 50m breiten Strand mit Puderzucker-Sand und das (zu) flach abfallende Ostseewasser der Schaabe bei herrlichem Sommerwetter genossen. Auch hier: Parkplätze waren am Mittag fast leer; nach 16 Uhr war alles voll und auch die Durchgangsstrasse war längs stark zugeparkt.

Ein weiterer gelungener Tag!

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