Kombinierter Verkehr mit dem Rasenden Roland

Heute war ein wundervoller Sommertag, der gerne mit einer Radtour ausgekostet werden wollte.

Ich habe mich daher am Morgen entschieden, die bekannte Radtour von Lauterbach nach Baabe in die umgekehrte Richtung zu machen. Da hat man die Sonne und den Ostwind im Rücken und die anderen Radler entgegenkommend. Allerdings habe ich mich deswegen 2x etwas verfahren und es haben sich fast 30km summiert.

Den Rückweg kann man mit der dampfbetriebenen Rügenschen BäderBahn (besser bekannt als Rasender Roland) von Lauterbach bis Göhren machen. Ich bin in Putbus eingestiegen und habe in Sellin Ost mein Fahrrad wieder entgegengenommen.

Die Strecke führt entlang des Sellinersses zur Personenfähre bei Moritzdorf (kurz nach Betriebsbeginn um 9 Uhr war ich der erste Kunde) und danach querfeldein über die sanften Hügel, entlang der Stresower Tannen bis zum 1318 erstmals erwähnten Fischerdorf Gross Stresow (siehe Preussensäulen), direkt am Greifswalder Bodden.

Man fühlt sich komplett in eine andere Welt versetzt: Klönschnack mit dem Fährmann, Gezwitscher der Vögel, Gerüche wie am Mittelmeer und einfach eine schöne Ruhe.

Dann geht’s entlang des Bodden bis nach Muglitz und von dort links ab entlang der Küste bis Lauterbach. Diese Abzweigung habe ich jedoch verpasst (der zweite Falschabbieger) und bin via Vimnitz nach Lauterbach gefahren. Da ich noch Zeit bis zur Abfahrt des Rasenden Rolands hatte, bin ich noch nach Putbus geradelt.

Auch die Fahrt mit dem Rasenden Roland ist ein Erlebnis! Man kann sein Fahrrad im Gepäckwagen mitfahren lassen, daher mein Wortspiel mit dem kombinierten Verkehr.

Die Rügensche BäderBahn – Rasender Roland ist eine dampflokbetriebene Schmalspureisenbahn auf Deutschlands größter Insel in Mecklenburg-Vorpommern. Im Rahmen des ÖPNV (öffentlicher Personennahverkehr) fährt die Kleinbahn täglich auf 750mm Spurweite von Putbus über Binz, Sellin und Baabe nach Göhren. An rund 100 Tagen im Jahr fährt die Bahn zusätzlich von Lauterbach Mole ab. Der Rasende Roland, wie er liebevoll genannt wird, fährt nun schon seit 1895 mit gemütlichen 30 km/h Höchstgeschwindigkeit über die Insel Rügen und verbindet die bekannten Seebäder miteinander.

Da ein entgegenkommender Zug einen Wagen wegen Bremsproblemen auskoppeln musste und wir die Kreuzung im Binzer Bahnhof zwangsweise abwarteten, hatten wir rund 20′ Ankunftsverspätung. Das heisst, 20′ mehr Genuss ohne Mehrkosten! Der Zug fährt über Wiesen und durch Wälder, „rast“ mit maximal 30km/h durch Dörfer, rauf und runter, mit vielen Kurven. Da muss ganz schön eingeheizt werden!

Diese Radtour war ein unbeschreiblich schönes Erlebnis, welches ich unbedingt empfehlen kann!

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