Besuch von Amrum

Heute Morgen gegen halb Zehn habe ich mich entschieden, den wettermässig etwas unentschiedenen (wolkig, maximal 14°) Tag auf Amrum zu verbringen. Ich bin nach Hörnum gefahren und hab‘ um 10 Uhr die Adler IV nach Wittdün (auf Amrum) genommen. Da fast noch Niedriegwasser war, mussten wir Amrum auf der Aussenseite (Nordsee) umrunden, konnten dafür aber noch Seehundbänke anschauen!

Auf Amrum (um halb Zwölf) habe ich mir ein Fahrrad gemietet und bin Richtung Norden losgedüst. Es gibt zwei Haupt-Fahrradwege in den orden: Die Waldroute im Westen ist windgeschützt auf einem gut ausgebauten Kiesweg, die Sonnenroute im Oste durch die offene Wiesenlandschaft ist asphaltiert. Da der Wind von NNO kam, bin ich auf der Waldroute nach Norden. Die Bäume hielten auch die Regentropfen etwas ab…

Als erstes kann man den höchsten Leuchtturm Norddeutschlands erklimmen und die Aussicht geniessen.

Leuchtturm von Amrum
Aussicht vom Leuchtturm auf Amrum

Dann kann man eine Rast im Naturerlebnisraum Vogelkoje Meeram machen. Dieser besteht aus der Vogelkoje, einem archäologischen Areal sowie Kiosk und Spielbereich. Die 1866 gebaute Vogelkoje mit See diente als Entenfanganlage. Sie diente dem Nahrungserwerb der Insulaner, war aber in den 180ern so erfolgreich, dass eine Konservenfabrik in Nebel in Betrieb genommen wurde!

Heute dürfen die Gänse und Enten unbehelligt im See schwimmen.

Vogelkoje Meeram
Vogelkoje Meeram

Dann ging’s weiter bis nach Norddorf, wo ich in einem Restaurant was kleines gegessen habe.

Zurück auf der der Sonnenroute (ohne Sonne, aber auch ohne Regen) kann man im idyllischen Ort Nebel die schönen Häuser bewundern.

Friesen-Café in Nebel (Amrum)
Haus in Nebel (Amrum)
Besetzte Bank in Nebel
Und hier sitzt schon der Käptn.
Die mit kostbaren Kirchenschätzen ausgestattete St. Clemens Kirche in Nebel ist auch ein Besuch wert.

St. Clemens Kirche in Nebel

Erzählender Grabstein auf dem Alten Friedhof in Nebel

In einem besonderen Bereich des Alten Friedhof wurden viele denkmalgeschützte „erzählende“ Grabsteine (teils mit modernem QR Code) neu aufgestellt.

Südlich von Nebel kann man noch das Mühlenmuseum besuchen.

Mühlenmuseum bei Nebel (Amrum)

Dann geht’s schon wieder in die Nähe von Wittdün. Auf einer der Plattformen einer Aussichtsdüne kann man den bis zu 1.5km breiten Sandstrand im Westen und Süden von Amrum bewundern. Der Strand ist eigentlich die sich extem langsam bewegende Seesandbank Kniepsand, welche sich immer mehr an die Insel anschmiegt. Der Kniepsand schützt Amrum sehr gut vor den Naturgewalten. Es muss im Sommer schon etwas komisch sein, wenn man zum Strand mehrere 100m über den Strand gehen muss. Es werden dafür im Sommer extra zwei Bohlenwege gelegt.

Blick von einer Aussichtsdüne in Amrum auf den Kniepsand

Kurz vor 16 Uhr habe ich mein Fahrrad beim Fähranleger in Wittdün wieder abgegeben und habe um 16:15 den Adler Express nach Hörnum genommen. Da der Tidenstand genügend hoch war, konnten wir die Route zwischen Föhr und Amrum nehmen. Vorbei an der Nordspitze von Amrum (wo man bei Niedrigwasser die 3km von Amrum nach Föhr zu Fuss über’s Watt gehen kann) musste das Schiff sehr langsam fahren und entlang den Besen richtiggehend Slalom fahren, um dem schmalen Fahrwasser zu folgen.

Ich war froh, wieder im warmen Schiff zu sitzen, dann die 25km Fahrt bei knapp 12° haben sich am Schluss dann schon recht kühl angefühlt.

Aber der Ausflug hat sich gelohnt, denn die Insel ist äusserst beschaulich. Es ist auf Amrum in der Vorsaison und an einem solch grauen Tag schon sehr wenig los. Ich hab‘ mich gefragt, was die Urlauber auf dieser sehr überschaubaren Insel den ganzen Tag so machen…

Ich bin immer wieder angehem überrascht, wie kostengünstig hier solche Ausflüge sind: Schiffahrt kostet €26.50 (inkl. Gratisparkplatz und exklusive 15% DB-Shuttle-Rabatt, den ich ‚last minute‘ vergessen hatte), Fahrradmiete für einen Tag kostet €8.50… Auf der Adler IV fahren übrigens bis zu drei Kinder gratis mit!

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