Das charmante Greetsiel

Die vielen und grossen Parkplätze lassen erahnen, dass Greetsiel in der Hochsaison richtiggehend von Touristen überflutet wird. Am Rande der Saison ist ein Besuch aber sehr entspannt, da sich die Touristenmassen in Grenzen halten. Nur der Wohnmobilstellplatz ist überfüllt; den wollte ich aber sowieso nicht nutzen.

Am Ortseingang empfangen den Besucher die Zwillingsmühlen von Greetsiel. In der einen gibt es Kunstausstellungen und in der anderen wird heute Korn zu Futterschrot verarbeitet. Windmühlen sind das Wahrzeichen von Krummhörn, wie das Gebiet an der ostfriesischen Nordseeküste heisst. Das Gebiet umfasst 18 romantische Warfendörfer mit historischen Gutshöfen und Kirchen (mit bedeutenden Orgeln) sowie enge Gassen, kaum für Autos geeignet. Darunter auch Marienhafe, das einige Zeit der Unterschlupf und die Operationsbasis von Klaus Störtebeker (dem äusserst berühmten Seeräuber) war. Er war durch Hochzeit einer Tochter eines friesischen Häuptlings hierher gekommen. Diese Zeit nahm aber durch politischen Druck der Hansestädte ein Ende…

Doch zurück zum Künstlerdorf Greetsiel, welches das Zentrum von Krummhörn ist.

Windmühlen in Greetsiel (Gallerieholländer)

Windmühle in Greetsiel (Gallerieholländer)

Greetsiel lädt zu einem stimmungsvollen Bummel durch die Gassen ein. Eine malerische Kulisse bieten die Giebelhäuser des 17. Jh. entlang der Siel- und Mühlenstrasse.

Strasse in Greetsiel

Häuserzeile in Greetsiel

Haus in Greetsiel

Haus in Greetsiel

Auch der 650 Jahre alte Hafen mit der Kutterflotte, den schönen Häusern und lustigen Läden ist sehenswert!

Haus in Greetsiel

Windspiele in Greetsiel

Hochwassermarken in Greetsiel

Am Hafen kann man  an einem Kandelaber sehen, wie hoch Normal- und Sturmfluten sein können und wie man sich mit hohen Deichen dagegen schützt!

Eine schon fast unendliche Anzahl von Cafés, Restaurants und Hotels mit Aussenbestuhlung laden zum Verweilen ein.

Häuser in Greetsiel

Das war ein wirklich lohnenswerter Besuch.

Nach dem erfrischenden Besuch von Greetsiel habe ich mich im luxuriösen (u.a. mit Wellness-Oase und Restaurant!) und sehr schön angelegten Camping am Deich, bei Upleward eingerichtet. Der liegt hinter einem extrem hohen Deich, der gerade mit schwerem Gerät erhöht wird. Ich frage ich hingegen, ob es wirklich Spass macht, auf diesem langen, hohen und geraden Meisterwerk der Baukunst mit Aussicht auf Industrie auf der anderen Seite der Emser Bucht, Strandurlaub zu verbringen. Den sogenannten Trockenstrand hat man kurzerhand hinter den Deich verlegt, da er vor dem Deich immer weggespült wurde. Aber mindestens gibt es in Krummhörn einiges, auch mit dem Fahrrad, zu entdecken. Der Deich ist es aber meines Erachtens nicht…

Ein Gedanke zu „Das charmante Greetsiel

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