Die nächsten fünf Tage bis zu meinem längeren Auftenhalt nördlich von Sydny verbringe an der Mid North Coast von NSW. Die Wetterlage ist weiterhin sehr instabil. Es ist mit zwei Tagen zu rechnen, in denen gewittrige Unwetter Sturm, viel Regen und sogar starken Hagel bringen könnten. Daher sind die Wetterprogosen und der Wetterradar fast jeden Tage meine Begleiter.
Freitag und Samstag: Sapphire Beach
Den Freitagnachmittag und den Samstag konnte ich im lauschigen Sapphire Beach Holiday Park, nördlich von Coffs Harbour, bei schönem Wetter verbringen. Coffs Harbour war mir zu gross, deshalb habe ich mit für diesen Campingplatz fast direkt an einem langen Strand entschieden. Vor dem Strand kann man zwei der Solitary Islands sehen: Split Solitary Island und South Solitary Island mit Leuchtturm.
Nach der mittäglichen Ankunft auf meiner dreieckigen Site an der Weggabelung und einem kleinen Lunch habe ich mich dann gleich den Strandstuhl ausgepackt und mich für zwei Stunden an den Strand aufgemacht.
Am Samstagmorgen war dann mein erstes Ziel eine noch etwas längere Strandwanderung. Das schöne Wetter muss einfach ausgenützt werden! Von einem Ende zum anderen und wieder zurück waren das gesamthaft fast 5km. Und ich konnte sogar noch einen Delfin beobachten, welche recht nahe am Strand entlang schwomm.
Abends habe ich mich dann für den nächsten Regen bereit gemacht. Denn laut Prognose könnte es nachts schon anfangen zu regnen.
Sonntag: Port Macquarie
Am Sonntagmorgen war es in Sapphire Beach immer noch trocken. So habe ich etwas schneller gemacht, dass ich noch im Trockenen abfahren konnte. Das habe ich dann auch geschafft. Meine Ausflugsziele entlang der Strecke nach Port Macquarie konnte ich aber streichen. Ich habe noch kurz bei der Big Banana angehalten, fand diese aber nicht besonders fotogen. Danach fing schon der Regen an, welcher auf der ganzen Strecke von 165km nicht nachliess. Der Check-In im NRMA Port Macquarie Breakwall Holiday Park war komplett digital, ohne Besuch der Rezeption. Da ich erst ab 12 Uhr meine Site beziehen konnte, hatte ich in Port Macquarie noch Zeit zum Auffüllen meiner Essensvorräte mit einem Einkauf bei Coles. Nach meinem Einkauf war der Regen dann vorbei und die Sonne zeigte sich. Es war immer noch nicht 12 Uhr, daher stattete ich dem nahe gelegenen Kmart auch noch einen Besuch ab. Ich kaufte mir eine kurze und eine lange Loungehose sowie eine multifunktionale Tasche und eine Slidertasche für meinen Sydney-Besuch. Denn ich wollte nicht den grossen Koffer mitnehmen. In beiden Läden überraschte ich die sehr hohe Besucherfrequenz.
Im Holiday Park hatte ich dann wieder eine sehr schöne Site ohne direkte Nachbarn. Erst abends parkte noch ein Mann mit einem Tesla auf der Nachbarssite und übernachtete in seinem Auto.
Die Breakwall mit dem Fussgängerweg war in serh kurzer Distanz zu meiner Site. Es war lustig zu beobachten, wenn auf dem Hastings River ein Segelboot einfuhr!
Nach einem kleinen Lunch habe ich den sonnigen Nachmittag ausgenutzt und bin einen Teil des Coastal walks gegangen.
Ich lernte auf dem Ausblick, wie die Gegend im 19. Jahrhundert geografisch erkundet wurde. Die Break Wall, die Strände und die Küste sind auch hier toll. Besonders bei dem tollen Wetter!
Der schöne und grosszügige Camingplatz und die bezaubernde Umgebung haben mir bei diesem kurzen Besuch sehr gut gefallen und wären ein oder zwei zusätzliche Übernachtungen wert gewesen.
Montag und Dienstag: Middle Rock / One Mile Beach
Auch am Montag war wieder schönes Wetter angesagt. So bin ich, wie fast immer, kurz nach 8 Uhr losgefahren. Denn in der Umgebung hatte ich mir ein paar Sehenswürdigkeiten rausgesucht.
Als erstes wollte ich den Sea Acres Rainforest Boardwalk besuchen. Aber das Sea Acres Rainforest Centre (Sea Acres Nationalpark) macht erst um 9 Uhr auf und der Boardwalk kann nur durch das Centre besucht werden.
Daher fuhr ich zuerst zum Tacking Point Lighthouse und genoss von dort ausgiebig die Aussicht auf die Küste und die sehr lange Lighthouse Beach.
Punkt 9 Uhr war ich dann beim Sea Acres Rainforest Centre. Da das Ende des Boardwalks geschlossen ist, musste ich nur den halben Eintritt (AUD 4.50) bezahlen. Aber so ganz verstehe ich die Nationalparkverwaltung von NSW nicht: Da besitzt man einen Jahrespass für alle Nationalparks (ausser für den Kosciuszko National Park) und muss dann trotzdem Eintritt bezahlen.
Der erhöhte Boardwalk durch den Regenwald hat mir gut gefallen, das war doch mal eine kleine Abwechslung zu den Wanderungen entlang der Küstenlinie! Da der Boardwalk ganz am Ende gesperrt war, durfte man ihn halt auf dem Rückweg nochmals geniessen.
Als nächstes habe ich das Guulabaa – Place of Koala, des einzigen Aufzuchtsprogramms von wilden Koalas in Australien, besucht. Es ist ein neuer Ableger des bekannten Koala Hospitals, welches ich vor 16 Jahren besucht hatte. Dieses besteht noch nicht sehr lange, darum war ich gespannt, was ich dort erleben und lernen konnte. Dort gab es aber nicht sehr viel zu sehen, dafür konnte ich mit den beiden freiwilligen Mitarbeitern ausführlich sprechen. Das Programm ist absolut unterstützenwert.
Die Renovation und der Ausbau des Koala Hospitals ist gerade diese Tage abgeschlossen worden und in wenigen Tagen wird es offiziell, mit polititschen Amtsträgern, wiedereröffnet. Ich hätte es trotzdem schon besuchen können und mit grosser Sicherheit ein besseres Koala-Erlebnis gehabt.
Aber ich wollte den Nachmittag noch in Middle Rock / One Mile Beach bei Newcastle verbringen, denn für den ganzen Dienstag waren wieder Gewitter mit Unwetterpotenzial vorausgesagt.
Und so bin ich genau um 12 Uhr im Ingenia Holidays Middle Rock Campingplatz angekommen. Der Platz besteht vor allem aus einer grossen Anzahl an neueren (oder gut unterhaltenen) Cabins und ein paar Dauercampern, deren Status (bewohnt, unbewohnt, nur in der Saison bewohn) für mich schwierig einzuschätzen war. Ich habe wiederum einen schönen Platz, allerdings unter grossen Bäumen erhalten.
Nach dem üblichen Lunch – ich mag den Kartoffelsalat von Coles sehr – habe ich meine Strandsachen zusammengepackt und bin den etwas abenteuerlichen Weg durch die Büsche zur Middle Rock Beach genommen. Es sind ja nur ein paar hundert Meter nördlich des Middle Rock und der Sanddüne. Ich bin dann den Weg über die Felsen des Middle Rock zur Samurai Beach gegangen und habe dort noch den letzten Rest von Sonnenstrahlen konsumiert, bis die Wolkenschicht überhand nahm. Zurück zum Campingplatz habe ich dann den offiziell ausgeschilderten Weg durch den Wald genommen, der endet beim 4WD-Track zur Samurai Beach. Denn diese ist ein beliebter 4WD-Strand mit einem Nationalpark-Campground am nördlichen Ende.
Mit der Aussicht auf einen sehr nassen Dienstag bin ich noch vor 17 Uhr an die Rezeption gegangen und habe meinen Platz unter den Bäumen auf einen Platz ohne Bäume und etwas im Windschatten der Gebäude getauscht (siehe Bilder oben in der Gallerie). Denn BOM warnt für den Dienstag ausdrücklich vor eventuellen heftigen Gewittern mit viel Regen, Sturm und grossem Hagel. So habe ich die Klappen meines Womo mein Womo wieder (mit schwarzem Isolierband) wetterfest gemacht. Dieses Mal steht das Womo quer im Lot (gut zum Schlafen), aber längs leicht geneigt nach vorne, was am besten für schlechtes Wetter geeignet scheint.
In der Nacht regnete es dann aber doch noch nicht. Aber den ganzen Dienstag sind immer wieder dicke und dunkle Gewitterwolken mit Regen (selten stark) sowie Blitzen und Donner durchgezogen. Zwischendurch wurde es heute so dunkel draussen, dass ich drinnen das Licht anschalten musste. Da konnte ich meinen Plan knicken, am Nachmittag nochmals kurz an den Strand zu gehen. Dafür konnte ich am Morgen mein immer noch verstopftes Ohr, das mich langsam total ärgert, nochmals in Ruhe mit Tropfen pflegen. Dieses Mal schein es etwas erfolgreicher zu sein, denke ich. Und dann habe ich die Zeit genutzt, an diesem und dem letzten Blogbeitrag zu arbeiten. Und zwei Mal habe ich sogar den Campingstuhl rausgenommen, etwas die Sonne genossen und auch mal mit der Frau des Nachbarpaares (aus Perth) gesprochen. Zwei Motorhomes aus WA nebeneinander, das gibt es wohl an der ganzen Ostüste kein zweites Mal. Sie sind 9 Monaten mit ihrem Motorhome auf Peugeot Basis unterwegs, welches sie nach Covid gekauft haben (und 16 Monate darauf warten mussten).
Mittwoch: Fahrt in den Norden von Sydney
Und so fahre ich morgen in einen Vorort von Sydney zum BIG4 Sydney Lakeside Holiday Park für 6 Nächte. Unterwegs möchte ich Anna Bay und den Norah Head Leuchtturm anfahren, welche ich 2010 schon besucht hatte. Und ich muss ganz in der Nähe des Campingplatzes noch das Paket bei der Post abholen, welches übermorgen wieder dem Sender zurückgeschickt würde. Mich hat heute Dienstag schon netterweise ein Mitarbeiter der Post angerufen um mich an die Frist zu erinnern. Ich konnte ihn beruhigen, dass ich das Paket am letzten Tag der Frist abholen werde. Wenn ich sehr gut in der Zeit bin, fahre ich vielleicht gerade noch 25km weiter (und zurück) bei Campsmart vorbei, damit ich mir noch eine faltbare Leiter kaufen kann, welche man wegen der Länge nicht postlagernd verschicken konnte.
Vom Campingplatz kann ich dann am Freitag für zwei Tage mit dem ÖV in gut 50 Minuten mitten nach Sydney, nahe zu meinem Hotel, fahren. Es sieht auch so aus, als würde das Wetter am Freitag und Samstag mitspielen.







































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