Northern River Region von NSW: Die wenigen Tage mit schönem Wetter in der herrlichen Gegend mit den grossen Flüssen, endlosen Stränden und entspannten Orten geniessen

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Von Sonntag bis Freitag werde ich den nördlichen Teil der North Coast, die Northern Rivers Region, besuchen.

Für den Sonntag war mal wieder regnerisches Wetter angesagt. Gut, dass ich in Dicky Beach schon am Abend zuvor in einer Regepause den Grauwasserschlauch und den Campingstuhl versorgt. Dann am Morgen schiffte es so stark, dass ich froh war, nur das Stromkabel einholen zu müssen und dieses nass auf den Boden des Beifahrersitzes zu legen. Auf die Toilette ging ich in diesem Regen nicht, denn ich wollte nicht total nass werden.

Aber sobald ich auf der M1 Richtung Süden war, hörte der Regen auf. So konnte ich beim ersten Rastplatz anhalten und dort auf das WC gehen.

Auf einen Abstecher zum Glasshouse Mountains Lookout habe ich natürlich verzichtet, denn die Berge konnte man in den Wolken sowieso nicht sehen.

Durch Brisbane habe ich die Strecke ohne Maut gewählt. Die A3 und M3 führt ja ziemlich spektakulär am Fluss entlang durch das Zentrum. So konnte ich gleich noch etwas Sightseeing machen.

Goald Coast hatte ich auch schnell durchfahren: Es war ja Sonntagmorgen und kein Lastwagenverkehr auf der Autobahn.

Und schon war ich nach 11 Wochen in Queensland in New South Wales (NSW) und durfte die Uhr wegen der Sommerzeit in NSW eine Stunde vorstellen.

Northern Rivers Region von NSW

Die Northern Rivers Region im Nordosten von New South Wales (NSW) umfasst eine Landfläche von rund 20’700 Quadratkilometern.

Wenn man das gesamte ökologische Einzugsgebiet der Flüsse (Northern Rivers catchment) heranzieht, das sich von der Küste bis zu 160 Kilometer weit ins Landesinnere erstreckt, beträgt die Fläche sogar etwa 50’000 Quadratkilometer.

In dem Gebiet leben aktuell rund 322’000 Menschen, was einer Bevölkerungsdichte von etwa 15 Einwohnern pro Quadratkilometer entspricht.


Die offizielle administrative Region setzt sich aus sieben lokalen Regierungsbezirken (Local Government Areas) zusammen:

  • Ballina Shire – mit den Orten Ballina und Lennox Head
  • Byron Shire – mit den Orten Byron Bay und Mullumbimby
  • Clarency Valley – mit den Orten Grafton, Yamba und Iluka
  • Kyogle Council – mit dem Ort Kyogle
  • Lismore City – mit den Orten Lismore und Nimbin
  • Richmond Valley – mit den Orten Casino und Evans Head
  • Tweed Shire – mit den Orten Tweed Heads und Murwillumbah

Sonntag und Montag: Byron Bay

Wegen der Sommerzeit bin ich kurz vor Mittag in Byron Bay angekommen. Ich wollte rasch im Ort noch ein Brot kaufen, aber es hatte so viel Verkehr und die kostenpflichtigen Parkplätze waren stark besetzt. Da habe ich dieses Ansinnen aufgegeben und bin zum Check-In im Discovery Parks Byron Bay gefahren. Ich hatte für zwei Nächte eine powered Site gebucht, jedoch ohne Slab. Meine zwei Wünsche an der Rezeption waren daher klar. Ich frage als erstes, ob sie noch ein Brot hätten. Und tatsächlich hatten sie noch ein allerletztes, tiefgefrorenes Toastbrot. Da dessen Haltbarkeitsdatum allerding scho seit 10 Tagen überschritten war (deshalb friert man es ja ein), hat mir die Angestellte das Brot geschenkt. Das fand ich äusserst nett. So hatte sich mein „Brot-Problem“ perfekt gelöst. Mein zweites Anliegen war, dass ich mit meinen Benefits gerne die zwei Nächte auf eine Site mit Slab upgraden wollte. Denn die Mitarbeiterin hatte mir vorhin schon gesagt, ich könne gerne die Site wechseln, wenn die zugewiesene Site wegen des Regens zu sumpfig sei. Da das Upgrade mit meinen Benefits klappte, war dieses Problem sowieso schon gelöst. Als ich dann zu meiner Site fuhr, habe ich gesehen, dass meine Seite ganz schön tiefe Reifenspuren im Sumpf hatte. Meine Slab-Site war sehr schön, allerdings unter einem Baum, der sehr viele Blätter fallen liess. Dafür hatte ich keine Nachbarn.

Ich stellte also mein Womo auf und machte es nochmals mit etwas Isoliertape und Plastiktüten wasserfester, denn es könnte nachts nochmals richtig regnen. Wenigstens konnte mir auch starker Regen auf dem Double Slab kaum etwas anhaben. Wenigstens konnte ich den Rest des Nachmittags draussen im Trockenen verbringen. Und ich gönnte mir nach all den Strapazen beim täglich geöffneten Fisch- und Burger-Van wieder einmal Fish & Chips, welche ich im Womo genoss. Nachts hat es dann wieder einmal ganz schön geregnet. Es war wieder einmal etwas ungemütlich nachts.

Der nächste Morgen sah dann ganz anders aus: Blauer Himmel! Leider ist der Campingplatz ziemlich abgelegen. Denn es entlang des Creeks oder über die Brücke der Touristeneisenbahn leider keinen direkten Weg zum nahe gelegenen Strand. Der Campingplatz ist ziemlich darauf ausgerichtet, dass die Familien auf dem Platz bleiben oder mit dem Auto fahren und dann für den Parkplatz im Ort oder am Strand zahlen. Der nächste Strandübergang ist 2km entfernt, davon geht 1km auf dem Fahrrad/Fussweg entlang der stark befahrenen Strasse in den Ort. Es würde allerdings auch ein Bus fahren, dessen Fahrplan ich aber nicht konsultiert habe.

So bin ich zu Fuss an den sehr schönen Strand gegangen und dann den Strand entlang bis nach Byron Bay. Dort habe ich recht lange die Aussicht genossen.

Danach bin ich eine kleine Runde durch die Geschäftsstrassen gegangen. Es hat sehr viele Kleiderläden und einige schöne Restaurants. Aber auch sehr viel Verkehr. An einem Café habe ich mir einen Espresso gekauft, der war allerdings viel zu stark gebrannt und hat mir nicht besonders geschmeckt. Da mache ich „zuhause“ einen besseren Espresso.

Wieder zurück am Strand habe ich nochmals den Ausblick genossen und die Leute beobachtet. Danach bin ich wieder die selbe Strecke am Strand und entlang der Strasse zurück gegangen. Dabei sah ich auf der Eisenbahnbrücke beim Campingplatz dann auch den mit Solarenergie beitriebenen historischen Touristenzug mit Backup-Dieselmotor (Byron Bay Solar Train), der tagsüber etwa alle Stunde zwischen dem Künstlerquartier in North Beach und dem Ort (Byron Beach) pendelt.

Nachmittags konnte ich eine Wasseragame (Water Dragon) beobachten, welche über den Platz stromerte. Ich las im Internet, dass der „Water Dragon“ bis zu einer Stunde unter Wasser sein kann! Zur Feier des Tages habe ich mir im AirFryer zwei Mini-Pizzen gebaut und danach den Nachmittag im Schatten der Bäume genossen. Nach Sonnenuntergang war das Wetterleuchten in den grossen Gewitterwolken und der Vollmond sehr faszinierend!

Am nächsten Morgen war der nächtliche Regen dann schon durch und es war zwar bewölkt, aber trocken. So konnte ich zum Leuchtturm fahren und das Cape Byron sowie den östlichsten Punkt von Festland-Australien besuchen. Da ich schon um 08:45 beim Leuchtturm ankam, hat niemand die AUD 10 Prakgebühr eingezogen! Denn der Leuchtturm öffnet erst um 9 Uhr.

So bin ich den schönen Weg zum östlichsten Punkt Australiens gegangen und dann den Boardwalk runter bis zum Lookout des Kaps. Die Sonne kam immer mal wieder zwischen den Wolken hervor und so konnte ich die beeindruckende Szenerie richtig geniessen. Draussen in der Bucht durfte ich auch eine grosse Gruppe von Delfinen beobachten, welche sich einer Gruppe von Kajaks näherte. Ich stand da eine recht lange Zeit und habe das Schauspiel der Delfine und der Wellen beobachtet. Wale habe ich aber keine gesehen, denn die sind schon alle in den Süden gezogen (siehe untenstehende Box). Das Kap wäre aber der perfekte Ort für Walbeobachtungen!

Walbeobachtung in Ballina & Byron Bay

Die Küste um Ballina und Byron Bay zählt zu den besten Orten Australiens, um Buckelwale während ihrer jährlichen Wanderungen zu beobachten. Wale wandern jedes Jahr von etwa Mai bis November entlang der ganzen Küste von New South Wales. Von Mai bis Juli ziehen etwa 2’000 Wale nach Norden in wärmere, flachere Gewässer, um dort zu kalben und sich zu paaren. Von Juli bis November ziehen sie nach Süden in kalte Gewässer, um Nahrung zu finden.

Zu beobachtende Walarten

Australien ist in Sachen Wale ziemlich privilegiert – über 50% aller Wale und Delfine weltweit leben in australischen Gewässern. Jüngsten Schätzungen zufolge besuchen oder bewohnen mindestens 45 Wal-, Delfin- und Schweinswalarten Australien, darunter neun Bartenwal- und 36 Zahnwalarten. Angesichts der vielen Wale, die entlang der Küste von New South Wales kreuzen, ist der Name „New South W(h)ales“ schon fast Programm!

Die Anzahl der in Australien vorkommenden Walarten könnte sogar noch steigen, denn laufende Forschungsprojekte könnten anhand genetischer Informationen neue Arten identifizieren. Ein aktuelles Beispiel hierfür ist der Australische Stumpfflossendelfin (Orcaella heinsohn), der 2005 als neue, in Australien endemische Art klassifiziert wurde.

In der Region Ballina/Byron Bay sind Buckelwale die am häufigsten gesichtete Art. Südliche Glattwale, Zwergwale und Orcas werden gelegentlich ebenfalls beobachtet.

Walbeobachtungssaison

Die Walbeobachtungssaison in der Region Ballina/Byron Bay dauert in der Regel von Juni bis November:

  • Juni–Juli: Wanderung nach Norden – Wale ziehen zu wärmeren Brutgewässern.
  • September–November: Rückkehr nach Süden – Muttertiere und Kälber ziehen nach Süden, oft in Küstennähe.
  • Beste Beobachtungszeit: Ende September bis Oktober, wenn Muttertiere und Kälber in Küstennähe auf ihrer Route in den Süden sind.
Beste Beobachtungsplätze rund um Ballina

Die besten Beobactungsplätze sind:

  • Lennox Head Lookout – Einer der besten Aussichtspunkte an der Küste für die Walbeobachtung mit erhöhter Sicht.
  • Cape Byron Lighthouse – Australiens östlichster Punkt bietet spektakuläre Möglichkeiten zur Walbeobachtung.
  • Ballina Head/North Wall – Die Wellenbrecher und die Landzunge bieten gute Sicht.
  • Pat Morton Lookout, Lennox Head – Ein weiterer ausgezeichneter Aussichtspunkt.
  • Angels Beach – Wale werden oft vom Strand und dem Wanderweg aus gesichtet.
Die besten Walbeobachtungsplätze an der gesamten Küste von NSW

Die besten Walbeobachtungsplätze an der ganzen Küste von NSW sind auf dieser Webseite aufgelistet und verlinkt.

Als ich die vielen Treppen rauf zum Leuchtturm ging, merkte ich, dass die Luftfeuchtigkeit bei fast 100% lag. Trotz angenehmer Temperatur schwitzte ich ganz schön. Aber ich konnte im Womo ja wieder ein trockenes T-Shirt anziehen.

Mein Fazit zu Byron Bay: Das wird definitiv nicht mein Liebingsort.

Auf der Fahrt in den Süden habe ich noch in Lennox Head angehalten, um den Ausblick vom Pat Morton Lookout zu geniessen. Hier starten bei schönem Wetter Gleitschirme und man kann den Surfern zuschauen.

Die weitere Fahrt nach Evans Head war dann ziemlich ereignislos.

Dienstag bis Donnerstag: Evans Head

Am Dienstagmittag bin ich im Reflections Evans Head angekommen und habe meine Double Slab Site bezogen. Wiederum habe ich die Aussenklappen meines Womos etwas wasserdichter gemacht, denn es wird in der Nacht nochmals regnen. Wer meinen Blog liest, weiss ja inzwischen, wie ich das mache.

Am Mittwoch Mittag war ich dann aber trotz grauem Himmel so mutig, zum Strand zu gehen. Der ist ja nur etwa 100m von meinem Womo entfernt! Der Strand ist entlang des Broadwater Nationalparks richtig schön. Allerdings sind die grossen Schilder für die Maximalgeschwindigkeit von Autos und den zu befahrenden Strandabschnitt etwas befremdend.

Das Wetter besserte sich dann am Abend und es gab endlich mal wieder einen sehr leuchtenden und farbigen Sonnenuntergang.

Am nächsten Tag war das Wetter dann einfach nur fantastisch. Blauer Himmel und angenehme Wärme! Da habe ich nach langer Zeit mal wieder die Wanderschuhe angezogen und mich auf den Weg rund um den Evans Head, auf der anderen Seite des Flusses aufgemacht. Schon beim Strandübergang, nur etwa 100m vom Womo entfernt, konnte ich mal wieder miterleben, wie viel schöner ein Ort mit Sonnenschein aussieht.

Als ich auf der Promenade entlang des Campingplatzes ging, fiel mir erst auf, wie riesig der Platz ist, welcher aus mehreren Sektionen besteht. Mehr als die Hälfte des Ortes scheint aus dem sehr schönen Campingplatz zu bestehen! Und der Ort besticht durch unzählige kleine Parks mit BBQ und Toiletten entlang des Fluss- und Meeresufers. Und hier sind die Parkplätze alle gratis!

Nachdem ich den Evans River überquert hatte, ging es zuerst an die Shark Bay und dann rauf zum Razorback Lookout mit einem weiteren, gepflegten Park. Die Aussicht von hier oben ist einfach fantastisch.

Nun geht es nicht mehr entlang der Strasse, sondern über einen Pfad entlang der zerklüfteten Küste mit Buschland, Wiesen und zahlreichen Stränden. So einen abwechslungsreichen Wanderweg mit fantastischen Ausblicken ist einzigartig. Ich genoss jede Minute, jeden Strand und jeden Ausblick sehr. Nach rund 7km war ich an der Chinamens Beach angelangt. Hier könnte man noch weitergehen, aber für mich reichte die Strecke heute. Entlang der Strasse ging ich die „Abkürzung“ zurück zum Ort.

Dort kam ich am kleinen Hafen nochmals an der Evans Head Fishermens Cooperative vorbei. Sie verkaufen auf der einen Seite des Gebäudes frischen Fisch und auf der anderen Seite des Gebäudes betreiben sie einen Imbiss. Da es Lunch-Zeit war, gönnte ich mir ein „Prawn Pack“ und genoss es, unter scharfer Beobachtung der Möwen, bei den Picknickbänken am Hafen.

Zurück beim Womo hatte ich hervorragende 11.6km absolviert und war 2.5h in Bewegung gewesen. Ich war total begeistert: So eine schöne Wanderung bei perfektem Wetter hatte ich schon lange nicht mehr gemacht.

Abends wurden wir dann nochmals von einem leuchtenden Sonnenuntergang belohnt. Dieses Mal gab es auf der „Rückseite“ sogar einen Regenbogen. Vor lauter Begeisterung habe ich ganz vergessen, den zu fotografieren. Denn dann hätte ich festhalten können, dass der Regenbogen nicht mehr das ganze Farbspektrum hatte.

Ich darf sagen, dass für mich Evans Head ein richtiges Highlight war. Wenn ich nochmals in die Northern Rivers Region kommen werde, dann werde ich hier definitiv nochmals ein paar Tage verbringen. Die sehr schöne Natur und so die entspannte Stimmung hat mir sehr gefallen.

Freitag: Fahrt nach Sapphire Beach

Der Freitag war ein weiterer schöner Tag! Auf meiner Fahrt nach Sapphire Beach stattete ich in Yamba am riesigen Clarence River dem Leuchtturm einen Besuch ab. Die Aussicht auf die Flussmündung und die beiden langen Break Walls war gigantisch.

Und ich lernte, dass der Mündungshafen des Clarence River schon 150 Jahre alt ist und als Protoyp für andere Flusshäfen diente. Allerdings wurde der in den 1950er-Jahren geschmiedete Plan eines Tiefseehafens nicht realisiert. Diese Rolle übernahm Newcastle. In der untenstehenden Box steht die interessante Geschichte dazu.

Die Mündung des Clarence River

Matthew Flinders war 1799 der erste Europäer, der die Clarence-Mündung befuhr. Er beschrieb sie als „eine weite Flachwasserbucht“. Anfang der 1840er Jahre nutzten Siedler die fruchtbaren Überschwemmungsgebiete für Landwirtschaft und Holzeinschlag für Bauzwecke. Die Schifffahrt war im 19. Jahrhundert die einzige praktikable Methode des Gütertransports. Leider stellte die Clarence-Sandbank ein Hindernis für die Schifffahrt dar. Die Überquerung der Sandbank war extrem gefährlich und hatte katastrophale Folgen. Schiffe konnten tagelang auf der Sandbank festsitzen, bis eine sichere Überquerung möglich war.

Zu den Gefahren gehörten sich verlagernde Fahrrinnen und Sandbänke sowie ein Riff unmittelbar vor der Küste.

Die starken, vorherrschenden südöstlichen und nördlichen Sommerwinde, kombiniert mit großen Ebbe- und Flutströmen, bewegten den Sand ständig.

Hafenbauwerke von Clarence

In den Anfängen der Entwicklung der Küste und des Hochlands von Nord-NSW wurden Menschen und Güter zwischen dem Clarence Valley und Sydney und umgekehrt transportiert. Dieser Handel wurde durch die 1862 begonnenen Bauarbeiten am Hafen von Clarence sicherer und zuverlässiger.

Das lokale Strassennetz im Clarence River Valley bediente die Kais in den Städten entlang des Flusses, darunter Yamba, Maclean, Lawrence, Ulmarra und Grafton. Eine Baggerflotte wurde eingesetzt, um die Fahrrinnen offen zu halten.

In Ashön wurde ein Trockendock für die Wartung der Bagger und anderer Schiffe gebaut.

Der Schiffsverkehr florierte, bis die Eisenbahnlinie Grafton-Sydney 1923 fertiggestellt wurde. Auch der Personentransport wurde bequemer. Der regelmässige Schiffsverkehr nach Sydney wurde im März 1954 eingestellt.

Moderne Schiffe wurden grösser, und viele können die Sandbank nicht mehr überqueren. Nur noch gelegentlich nutzen Seeschiffe den Hafen.

Frühe Geschichte

Das Felsriff in der Nähe der Flussmündung, bekannt als Dirrangun, hat einen bedeutenden Wert für das indigene Kulturerbe und hat viele Parlamentsgesetze überstanden, die seine Entfernung genehmigten

Die Weißen fragten meinen Vater, ob es richtig wäre, wenn sie diesen Stein hochhoben. Mein Vater sagte: „Wenn sie das täten, würde das ganze Meer hereinströmen und ihn umstoßen. Das ist die Wahrheit, die mir die Alten erzählt haben, Bella Laurie vom Stamm der Ligara in Yamba.

Entwicklung des Ingenieurdesigns

Der Hafen von Clarence diente als „Prototyp“ für andere Flussmündungsbauwerke in New South Wales. Frühe Ingenieure lernten durch Versuch und Irrtum bei ihren Versuchen, schiffbare Kanäle durch Flussmündungen aufrechtzuerhalten. Spätere Schiffsingenieure hatten Zugang zu physischen und Computermodellen, um die Konstruktionen zu optimieren.

Die Hafeneinfahrtsbauwerke von Clarence wurden in vier Phasen von 1862 bis 1971 gebaut.

Wunsch nach einem Tiefseehafen

Es gab viele Vorschläge, den Clarence zu einem wichtigen Hafen auszubauen. 1926 gab die Bundesregierung einen Bericht des englischen Ingenieurs Sir George Buchanan in Auftrag, der vorschlug, dass „der Clarence River in den Plänen für die zukünftige Entwicklung australischer Häfen nach Melbourne an zweiter Stelle stehen sollte“.

Der Clarence Harbour Works Act (1950) schlug einen Tiefseehafen vor. Diese Pläne wurden jedoch verworfen, als der Hafen von Newcastle in den 1960er Jahren an Bedeutung gewann.

Entwicklungsvorschläge wurden im Laufe der Jahre durch den Mangel an angemessener Verkehrsinfrastruktur (d. h. Straßen- und Schienenanbindung an das Hinterland) behindert.

Die enormen Kosten für die dauerhafte Sicherung der Sandbank bei allen Wetterbedingungen haben die Entwicklung ebenfalls behindert.

Nach der Kenntnissnahme dieser technischen Meisterleistungen wollte ich noch ein natürliches Wunder ganz in der Nähe besichtigen.

7km von Yamba entfernt, in Angourie, kann man den Green Pool besichtigen und den Blue Pool besichtigen und nutzen. Der Green Pool ist ein natürlicher Pool mit Süsswasser direkt an der Küste. Wegen Blaualgen sollte man darin allerdings nicht baden. In den Felsen der Küste kann man dann den Blue Pool bewundern, welcher mit seinen rechteckigen Massen schon fast wie Menschenwerk aussieht. Es war toll zu beobachten, wie die Wellen an die Felsen brandeten und den Pool dauernd mit Frischwasser versorgten. Sehr faszinierend.

Um meine kleine Reise durch die Northen Rivers Region der Nordküste von NSW abzuschliessen, bin ich dann noch zum Lookout hoch über dem Ort Maclean gefahren. Der Ort liegt am Clarence River und der Lookout ermöglicht einem den Blick über das weitläufige, fruchtbare Schwemmgebiet mit dem beeindruckenden Fluss bis zur Küste. Unglaublich, was die Natur da geschaffen hat.

Mit der Weiterfahrt verlasse ich die Northern Rivers Region. Im Sapphire Beach Holiday Park an der Mid North Coast nördlich von Coffs Harbour werde ich die nächsten zwei Nächte verbringen. Hoffentlich bleibt das Wetter so schön!

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