Daintree NP und Umgebung von Cairns: Auf der Suche nach dem schönsten Regenwalderlebnis

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Nachdem ich in bei meinem Auftenthalt in den Atherton Tablelands (siehe letzten Blogbeitrag) ja schon ein paar schön Erlebnisse im Regenwald geniessen konnte, fragte ich mich, ob ich ich meine Erinnerungen an den einzigartigen Regenwald in Nord-QLD noch etwas vertiefen könnte.

Daher war mein Ziel, zuerst einmal das „Original“ des ältesten Gondwana Regenwalds im Daintree NP zu besuchen und dann rund um Cairns noch weitere interessante Regenwald-Attraktionen zu ergänzen.

Samstag: Besuch des Daintree NP über das Mossman Gorge Cultural Centre

Die nächsten zwei Nächte werde ich im Mossman Pool and Caravan Park verbringen. Dieser Campingplatz neben einem Schwimmbecken mit olympischen Massen soll der Ausgangspunkt in die Gegend sein.

Es gibt nur zwei Möglichkeiten, den Daintree Nationalpark zu besuchen: Im Süden bei Mossman über das Mossman Gorge Cultural Centre und weiter im Norden über mehrere Picknickplätze bei Cape Tribulation.

Der Daintree-Nationalpark (CYPAL) ist das traditionelle Land der Aborigines vom Stamm der Eastern Kuku Yalanji. Der Nationalpark (CYPAL) besteht aus zwei Abschnitten: der Mossman-Schlucht und Cape Tribulation.

Mossman-Schlucht

Ein Großteil der Mossman-Schlucht im Daintree-Nationalpark besteht aus den zerklüfteten, größtenteils unzugänglichen Hängen der Main Coast Range sowie den Hochebenen von Windsor und Carbine. Diese steilen Gebirgszüge fangen die vom Meer herangewehte Feuchtigkeit auf und sorgen so für häufige Regenfälle. Dadurch bleibt der Regenwald erhalten und speist letztendlich die Flüsse Mossman und Daintree.

Hohe, dichte Regenwälder bedecken das Tiefland, während auf den Berggipfeln kümmerliche, windgepeitschte Bergregenwälder wachsen. Westlich der Main Coast Range erstrecken sich an den trockeneren Westhängen lichte Wälder und Buschland. Der Park bietet einer wunderbaren Vielfalt an Regenwaldtieren ein Zuhause, darunter Baumkängurus, Moschusrattenkängurus, Australische Buschhühner und Boyd-Waldagame.

Über Millionen von Jahren hat der Mossman River ein steilwandiges Tal von seinem Oberlauf bis hinunter zum Küstentiefland geformt. Durch dieses Tal stürzt kristallklares Wasser zwischen großen Granitblöcken herab, die bei starken Überschwemmungen von den Hügeln herabgespült wurden.

Cape Tribulation

Cape Tribulation im Daintree-Nationalpark zeichnet sich durch lange Sandstrände, felsige Landzungen und steile Gebirgsketten aus, die von zahlreichen Bächen und Flüssen durchzogen sind. Hier befindet sich eines der letzten ausgedehnten Tieflandregenwaldgebiete Australiens. Undurchdringliche Gebirgsketten, die steil von der Küste aufragen, sind mit dichten Bergregenwäldern bedeckt, die vielen uralten Pflanzen- und Tierarten Lebensraum bieten.

Der Cape-Tribulation-Abschnitt (ca. 17.000 ha) des Daintree-Nationalparks erstreckt sich in einem schmalen, unterbrochenen Streifen vom Daintree River im Süden bis zum Bloomfield River im Norden. Die steil von der Küste aufsteigende McDowall Range bildet die westliche Grenze.

Cape Tribulation werde ich nicht besuchen, daher geht es nach Mossman! Das heisst für mich, dass es erst einmal die kurvige und steile Strecke runter von den Tablelands auf die Ebene am Pazifik geht. Da ich schon recht früh losgefahren bin und es auf der gewählten Strecke (noch) fast keine Baustellen gab, war ich schon recht früh in Mossman und entschloss mich, doch gleich heute zum Mossman Gorge Cultural Centre zu fahren, auch wenn es an den Berghängen noch nieselte.

Weltnaturerbe Daintree-Regenwald

Die Daintree-Region ist ein Gebiet mit uraltem tropischem Regenwald und einem der komplexesten Ökosysteme der Erde. Mit einer Fläche von 120’000 Hektar ist der Daintree-Regenwald das größte zusammenhängende tropische Regenwaldgebiet Australiens. Die Region birgt über 135 Millionen Jahre altes Erbe und ist daher ein würdiger Weltkulturerbe. Die Aufnahme in die Weltnaturerbeliste hat auch dazu beigetragen, das Gebiet für viele zukünftige Generationen zu erhalten.

Tierwelt

Der Daintree-Nationalpark (CYPAL) beherbergt eine Vielzahl endemischer Tierarten – also solcher, die nirgendwo sonst auf der Welt vorkommen. Sie bilden eine einzigartige Mischung aus uralten Arten, die von Vorfahren aus dem Superkontinent Gondwana abstammen, und jüngeren Einwanderern aus Asien.

Säugetiere

Von den fünf Ringschwanzbeutler-Arten, die in den Regenwäldern Nord-Queenslands vorkommen, ist der Daintree-Ringschwanzbeutler (Pseudochirulus cinereus) fast ausschließlich auf das Einzugsgebiet des Daintree River beschränkt. Im Park ist diese Art nur in den höher gelegenen Regenwäldern am Thornton Peak sowie an den Oberläufen des Daintree River und des Mossman River anzutreffen. Einst galt das Tier als helle Farbvariante des Herbert-River-Ringschwanzbeutlers (der auf dem Atherton Tableland weit verbreitet ist); 1989 wurde es jedoch als eigenständige Art beschrieben. Der Streifenbeutler (Dactylopsila trivirgata) ist im gesamten Park recht häufig, insbesondere im Küstentiefland nördlich des Daintree River; allerdings gehört eine gehörige Portion Glück und Fachwissen dazu, ihn bei einer nächtlichen Exkursion mit der Taschenlampe (Spotlighting) zu entdecken.

Obwohl viele der im Park lebenden Säugetiere nachtaktiv und daher schwer zu beobachten sind, können Sie mit etwas Glück auch tagsüber einige Tiere sehen. Das Moschusrattenkänguru (Hypsiprymnodon moschatus) ist oft tagaktiv und lässt sich bisweilen bei der Nahrungssuche auf dem Waldboden beobachten. Das kleine Tier ähnelt einem Nasenbeutler, besitzt jedoch ein dunkel-schokoladenbraunes Fell. Es gilt als der ursprünglichste Vertreter der Kängurufamilie und hat sich vermutlich in den letzten 20 Millionen Jahren kaum verändert.

Das Bennett-Baumkänguru (Dendrolagus bennettianus) kommt ausschließlich in den Regenwäldern des Tief- und Hochlands nördlich des Daintree River vor. Wie alle Kängurus und Wallabys stammen auch die Baumkängurus von Beutlern ab. Dieses scheue Tier hat das Leben am Boden aufgegeben und ist zu einer baumbewohnenden Lebensweise zurückgekehrt; es frisst und schläft in den Baumkronen, steigt jedoch häufig auf den Waldboden herab, um nach herabgefallenen Früchten zu suchen oder zwischen einzelnen Bäumen zu wechseln. Südlich des Daintree River ist das weiter verbreitete Lumholtz-Baumkänguru (Dendrolagus lumholtzi) in Regenwäldern anzutreffen, meist in Höhenlagen über 500 Metern. Der Tüpfelbeutelmarder (nördliche Unterart Dasyurus maculatus gracilis) ist eine im Park vorkommende, gefährdete Tierart. Dieses katzengroße Beuteltier zählt zu den wenigen rein fleischfressenden Tieren Australiens. Sein Verbreitungsgebiet umfasst sowohl Regenwälder im Hoch- und Tiefland als auch die hohen Eukalyptuswälder an den Westhängen der Windsor- und Carbine-Hochebenen. Gelegentlich wurde die Art auch entlang der Küste zwischen dem Daintree River und Cape Tribulation gesichtet.

Die Weißschwanz-Riesenratte (Uromys caudimaculatus) ist mit einer Körperlänge von bis zu 380 mm eines der größten Nagetiere Australiens. Sie gilt oft als lästiger Plagegeist, der sich dreist an Häusern und Campingplätzen zu schaffen macht und sich durch Zelte, Lebensmittelbehälter und sogar elektrische Leitungen nagt. Das nachtaktive Tier ist ein geschickter Kletterer; es erklimmt mühelos die Wipfel von Kokospalmen, um sich an den großen Nüssen zu laben. Mit erstaunlicher Ausdauer nagt es ein sauberes, rundes Loch durch die zähe Faserschicht und die harte Schale, um an das weiche Fruchtfleisch im Inneren zu gelangen.

Vögel

Im Daintree-Nationalpark wurden Hunderte von Vogelarten nachgewiesen. Das ganze Jahr über sind Australische Buschhühner (Alectura lathami) zu sehen – große, schwarze Vögel mit nacktem rotem Kopf, gelben Kehllappen und einem aufgerichteten, fächerförmigen Schwanz. Auch das bodenbewohnende Orangefuß-Großfußhuhn (Megapodius reinwardt) ist häufig dabei zu beobachten, wie es auf dem Waldboden nach Nahrung scharrt. In der Dämmerung jagen Schwärme von Australischen Salanganen (Aerodramus terraeregina) Insekten, die über dem Kronendach des Waldes aufsteigen. Azureisvögel (Ceyx azurea) stürzen sich oft von überhängenden Ästen in flache Tümpel, um Fische und kleine Krebstiere zu erbeuten.

Der prächtige Paradiesliest (Tanysiptera sylvia) zieht während der wärmeren Monate von Neuguinea nach Nord-Queensland, um dort zu brüten. Er ist leicht an seinem wunderschönen blauen Rücken und den blauen Flügeln, der orangefarbenen Unterseite und dem sehr langen weißen Schwanz zu erkennen.

Ein weiterer Vogel, der jedes Jahr zur Brutzeit aus Neuguinea zurückkehrt, ist die Zweifarben-Fruchttaube (Ducula bicolor). Diese schwarz-weißen Tauben treffen ab August in großer Zahl ein, um sich am reichhaltigen Früchteangebot des Tieflandregenwaldes zu laben. Das bodenlebende Reinwardt-Großfußhuhn (Megapodius reinwardt) ist das ganze Jahr über häufig dabei zu beobachten, wie es auf dem Waldboden nach Nahrung scharrt. Gelegentlich kann man sie beim Bau ihrer gewaltigen Nester beobachten – riesige Komposthügel aus Laub, Zweigen und Erde, in denen ihre Eier ausgebrütet werden.

Einer der faszinierendsten Vögel des Parks ist der große, flugunfähige Helmkasuar (Casuarius casuarius johnsonii). Mit einer Körpergröße von zwei Metern spielen diese Vögel eine entscheidende Rolle für die Gesundheit des Regenwaldes. Sie sind die einzigen Tiere, die in der Lage sind, die größten Früchte des Regenwaldes zu fressen und deren Samen über weite Strecken zu verbreiten. Leider sind diese prächtigen Tiere durch Lebensraumverlust, zu schnell fahrende Autos und Hundeangriffe bedroht.

Eine uralte Landschaft

Die Landschaft des Daintree-Nationalparks begann sich vor etwa 400 Millionen Jahren unter dem Meer zu formen, als Australien noch Teil des Superkontinents Gondwana war. Urzeitliche Flüsse transportierten Sedimente zur Küste, die mehr als 100 km westlich ihrer heutigen Lage lag.

Durch die Bewegung der Erdkruste wurden diese Meeresablagerungen schließlich angehoben, wodurch ein riesiges Gebiet aus metamorphem Gestein und Granit weit über den heutigen Meeresspiegel emporragte. Die darauffolgende Erosion des weicheren metamorphen Gesteins legte den darunterliegenden, härteren Granit frei und formte die dramatischen, gebirgigen Küstenketten, die wir heute sehen.

Über 200 Millionen Jahre hinweg führten aufeinanderfolgende Klimaschwankungen zum Schrumpfen und Ausdehnen des Regenwaldes in weiten Teilen Australiens. Während der trockeneren Eiszeiten konnten sich viele Pflanzen und Tiere nicht an die neuen Bedingungen anpassen und starben aus. Doch im Daintree-Nationalpark (CYPAL) und seiner Umgebung boten die nebelverhangenen, feuchten Berggipfel und tiefen, feuchten Täler vielen Lebewesen Schutz vor diesen Klimaschwankungen. Die Überlebenden entwickelten sich zu den heutigen Pflanzen und Tieren des Parks, von denen sich viele seit ihren Vorfahren aus der Eiszeit kaum verändert haben.

Urzeitliche Pflanzen

Die meisten der 19 urtümlichen Pflanzenfamilien der Welt sind im Daintree-Nationalpark (CYPAL) und seiner Umgebung zu finden.

In winzigen Refugien während der trockeneren Eiszeiten suchten verschiedene Pflanzenarten Schutz, darunter die urtümliche Kasuarinenart Gymnostoma australianum. Dieser kiefernähnliche Baum ist die einzige verbliebene Art der Gymnostoma-Gruppe in Australien und kommt heute nur noch in sehr isolierten Gebieten nördlich des Daintree River vor. Die Gattung war einst in ganz Gondwana weit verbreitet, und ihre Verwandten sind noch heute in Teilen des Pazifikraums und Südostasiens anzutreffen.

Der gefährdete Noahdendron nicholasii ist auf ein kleines Gebiet an den Ufern einiger schmaler Bäche beschränkt. Dieser Unterholzbaum wurde erstmals 1981 entdeckt und ist weltweit einzigartig. Er bildet einen wunderschönen rosa Blütenstand mit zahlreichen stark duftenden Blüten.

Tief im Tieflandregenwald nahe Cape Tribulation findet man den einzigartigen Idiospermum australiense. Ein isolierter Bestand dieses uralten Baumes wurde 1972 wiederentdeckt und ist seither nur noch in wenigen anderen Gebieten des Welterbes Wet Tropics nachgewiesen worden. Er ist ein wahres Relikt und das einzige Mitglied der Familie der Idiospermaceae (der Name Idiospermum bezieht sich auf seine ungewöhnliche Frucht mit vier oder sogar fünf Keimblättern – den primären Blättern der Sämlinge –, während die meisten Pflanzen nur ein oder zwei besitzen).

Viele dieser uralten Pflanzen geben uns Einblicke in die Evolution der Blütenpflanzen, die vor etwa 120 Millionen Jahren begann.

Beim Centre parkt man sein Fahrzeug und bucht einen geführten Dreamtime Walk, welche ab 10 Uhr jede Stunde vier Mal angeboten werden. Oder man zahlt einfach den Eintritt und wird dann alle Viertelstunde mit Elektrobussen zum Mossman Gorge gefahren. Ich habe diese Version gewählt.

Die Mossman-Schlucht

Klima

Da die Mossman Schlucht zu den regenreichsten Regionen Australiens zählt, werden Besucher gebeten, die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Der meiste Regen fällt in den Monaten Dezember bis April. Auch wenn es regnet, sollten die Besucher keine kühlen Temperaturen erwarten, da die Luftfeuchtigkeit in dieser Zeit oft über 80% liegt und die Temperaturen durchschnittlich zwischen 27 und 33 Grad Celsius liegen.

Ein Besuch während der Regenzeit kann für viele Besucher ein besonderes Erlebnis sein. In dieser Jahreszeit werden die Sinne überwältigt: Die Gerüche, Geräusche und Anblicke der Schlucht sind intensiver, da die Pflanzen blühen und das Wasser etwas schneller fliesst.

Von Mai bis November kühlt es ab und die Bedingungen werden etwas trockener. Dies ist die beste Zeit für lange Wanderungen, da die Luftfeuchtigkeit deutlich sinkt und die Bedingungen mit Durchschnittstemperaturen um die 25 Grad Celsius ideal zum Erkunden sind.

Geografie

Die Region liegt 80 km nördlich von Cairns und ist größtenteils unberührt und in einem hervorragenden Zustand. Besucher der Schlucht und des umliegenden Daintree-Regenwaldes erwartet ein aufregendes und einzigartiges Erlebnis.

Die Mossman Gorge bildet den südlichen Teil des berühmten Daintree-Regenwaldes. Der Daintree-Regenwald wurde 1988 zum Weltkulturerbe erklärt und ist das letzte Überbleibsel des ältesten noch existierenden Regenwaldes der Welt. Hier bietet sich Besuchern die seltene Gelegenheit, seine Schönheit zu geniessen und jeden Aspekt der Daintree-Region zu erleben.

Am Endpunkt der Busfahrt gibt es einen Boardwalk entlang des Mossman Rivers. Der Fluss scheint dabei für die allermeisten Besucher wichtiger zu sein als der Regenwald, denn fast alle Besucher sind mit Badeklamotten unterwegs und müssen unbedingt im Fluss baden gehen. Was hat das mit dem Regenwald zu tun?

Für mich war das aber perfekt, denn den hier startenden Rainforest Circuit Track (2.4km, rund 45′) konnte ich dann fast alleine geniessen. Der Weg für durch ein schönes Stück Regenwald. Und der Nieselregen hatte aufgehört! Die Geräusche des Regenwaldes waren wunderbar, aber ich ich muss zugeben, dass am Boden eines Regenwaldes eigentlich nicht viel los ist. Das Leben findet in den Baumkronen statt. Jede Pflanze im Regenwald hat das eine Ziel, dahin zu kommen!

Ich wusste nun, dass dieser Besuch zwar durch die vielen Erklärungen (siehe auch obenstehene Box), warum dieser Regenwald zu speziell und weltweit so wichtig ist, intellektuell gut, aber vom Gefühl her etwas unbefriedigend. Es musste doch noch andere Regenwalderlebnisse geben, welche mich mehr abholen würden.

Auf meinem schönen Platz im Campingplatz konnte ich mir bei wieder sehr schönem Wetter ein paar Gedanken machen. Ich habe daher auf dem Daintree River eine Krokodiltour gebucht. Das ist doch mal was anderes.

Sonntag: Fahrt nach Daintree und Krokodiltour

Am Daintree River gibt es eine grosse Anzahl an Tour-Anbietern. Ich habe mich für die einstündige Cruise um 13:30 des Daintree River Cruise Centre entschieden und scon am Samstag diese Tour online gebucht.

Also hatte ich am Morgen noch sehr viel Zeit.

Als erstes wollte ich den Pazifik sehen. Also bin ich zur Wonga Beach gefahren und habe diesen Anblick einfach nur sehr lange geniessen können. Nach einer Weile kamen sogar die Krebse aus ihren Höhlen…

Hier kommt der Regenwald tatsächlich bis an den Strand. Sehr geniales Regenwalderlebnis!

Danach bin ich als erstes zu Fähre der Strasse zu Cape Tribulation gefahren. Da war aber nicht sehr viel zu sehen, ausser dass die Fähre modernisiert wird. Und es schon hier zwei Anbieter für Krokodil-Cruises gibt.

Als nächstes bin ich nach Daintree gefahren, wo es weitere Anbieter für Krokodil-Cruises sowie einen Campingplatz gibt. Letzteren könnte man kaufen, steht auf einem grossen Schild einer Maklerfirma.

Ich habe unten am Fluss einen Picknicktisch im Schatten besetzt, meinen Lunch ausgepackt und zugesehen, wie zwei Cruises am Steg ablegten. Gegen 13 Uhr bin ich zum „Cruise Centre“ gefahren, wo man mir mitteilte, dass ich die einzige Buchung sei und die Fahrt nur mit mindestens 4 Gästen durchgeführt würde. Vielleicht kämen noch drei weitere Gäste, ansonsten könne ich die Fahrt um 14:30 machen oder am nächsten Tag. Eine Rückerstattung gäbe es nicht – obwohl das in der Email anders beschrieben war.

So trank ich den offerierten Tee und den Keks und es kamen tatsächlich noch zwei weitere Gäste, welche um 13:30 anstatt der gebuchten 14:30 Tour teilnehmen wollten. Da hatte man Erbarmen mit uns drei und führte die Tour trotzdem durch. Unser Guide Adam war zwar zuerst etwas sauer, aber dann hat er die Tour doch äusserst professionell und kundig für uns drei durchgeführt. Er hat ein grosses männliches und weibliches Krokodil sowie zwei ganz kleine Krokodile für uns am Ufer entdeckt und konnte uns viel über die Pflanzen am Ufer, die Krokodile und den Fluss erzählen. Bei den Erklärungen zu den Krokodilen ist mir aufgefallen, dass die Krokodile hier nicht territorial sind, sondern immer wieder ein anderen Platz suchen und eventuelle Konkurrenz verjagen.

Mir hat diese Tour als besonderes Regenwalderlebnis sehr gut gefallen, obwohl ich im Top-End ja schon sehr viele Krokodile gesehen hatte!

So konnte ich an diesem Sonntag den Regenwald vom Fluss aus erleben.

Montag und Dienstag: Ausser Regen entlang der Küste kein Regenwald-Erlebnis

Am Montag habe ich auf der Fahrt zuerst an der Marina von Port Douglas halt gemacht. Dort hatte ich mir gemerkt, dass mit der Lady Douglas river Cruises gemacht werden. Da ich das Thema aber schon am Sonntag erledigt hatte, habe ich in der Marine einfach die riesigen Katamarane bestaunt, welche in’s Barrier Reef rausfahren. Und der alte Zug im ehemaligen Bahnhof, welcher in ein Café umfunktionert wurde, hat mir auch gut gefallen.

Bei der Fahrt durch Port Douglas habe ich mir gedacht, dass das ein schöner, entspannter Ort zum Leben sein müsse. Mein nächster Halt war dann an der beeindruckenden Four Mile Beach. Diesen Halt habe ich gleich für einen Strandspaziergang genutzt und habe dabei die tropische Atmosphäre mit den Palmen und dem riesigen Strand genossen.

Danach ging die Fahrt weiter entlang des (weniger bekannten) Great Barrier Reef Drive. Dieser führt kurvig entlang der teilweise steilen Küste. Diese Strasse und die Küste haben mich sehr stark an den Great Ocean Drive erinnert. Auch das Wetter war mit viel Regen und grauen Wolken sehr vergleichbar. Die unzähligen Baustellen machten das Erlebnis auch nicht viel besser. Aber immerhin habe ich zwei Mal angehalten und doch noch ein paar Fotos der wolkenverhangenen Küste gemacht.

In Ellis Beach wollte ich auch noch kurz einen Stopp machen, habe aber die Ausfahrt Parkplatz verpasst. Der Parkplatz einer der Orte, wo ich nicht so ganz verstehe, warum und wie dieser so viele Backpacker Autos anzieht. Ich war aber froh, nicht der Empfehlung gefolgt zu sein, im Ellis Beach Camping zu übernachten. Auf dem schmalen Streifen zwischen dem vielbefahrenen Captain Cook Hwy und der Beach eingeklemmt zu sein, hätte mir definitiv nicht gefallen. Dafür bin ich aber wegen dem falschen Abzweiger durch Clifton Beach gefahren, welches bei schönem Wetter sicher ein richtig schöner, kleiner Urlaubsort mit langer Promenade und vielen Restaurants ist.

Mein nächster Stopp war dann am riesigen Smithfield Shopping Centre in den Suburbs von Cairns. Dort kaufte ich für AUD 7 eine Alarm Clock (für meine Schlafkammer) im Kmart, bekam beim Barber Francesco (aus Sizilien stammend, bald vielleicht wieder in Lugano am Haare schneiden) einen Haarschnitt und kaufte danach noch bei Coles ein.

So konnte ich am Nachmittag meine kurze aber schöne Site im Crystal Cascades Holiday Park etwas ausserhalb von Cairns beziehen. Ich war am Morgen von der Site 60 am Ende der Reihe auf Site 59 umgebucht worden. Das stellte sich im Nachheinein aber nicht als Downgrade dar, da die Site etwas breiter als die anderen, meist knapp geschnittenen Sites war. Nun wusste ich auch, warum man beim Buchen aus verschieden langen Sites auswählen musste: Viele Sites sind ziemlich kurz. Der Grund für die Umbuchung war auch klar: Mein Nachbar auf Site 60 war mein ehemaliger Nachbar im Kydobi Country Park und sein aufgeklappter Trailer hatte nicht auf die zugewiesene Site gepasst. Und ich muss noch ergänzen, dass das Wifi dieses Holiday Parks unerwartet sehr schnell war!

Am Dienstag habe ich einfach NICHTS gemacht, ausser den Tag vor dem Womo zu geniessen.

Mittwoch: Der beeindruckende Rainforest Boardwalk im botanischen Garten von Cairns

Da ich nächste Woche den Ford Ranger in den Service bringe, wollte ich das Womo vorher noch etwas waschen, damit der Service an einem etwas saubereren Fahrzeug durchgeführt werden kann. In der Nähe des Holiday Parks hatte es eine Waschanlage mit zwei Waschplätzen für Caravans oder Bootsanhänger. Leider waren die beiden seitlichen Aufgänge dann etwas zu wenige hoch für das hohe Dach meines Womos. Ich konnte mit ausgestreckten Armen das Dach knapp horizontal ansprühen. Also habe ich zuerst alles mit dem rosa Drecklöser eingesprüht, dann mit dem aus der Bürste quellenden rosa Schaum eingeseift und danach mit Wasser abgewaschen. Ich glaube, so kann ich das Fahrzeug ohne schlechtes Gewissen in den Service geben. Und ich bin überraschenderweise gar nicht nass geworden und es ist kein Wasser in das Womo eingedrungen! Aber der aus der Bürste quellende rosa Schaum wird mich noch in meinen Träumen verfolgen.

Als nächstes Ziel bin ich zur Promenade gefahren und habe beim Kreuzfahrtterminal geparkt. Die Parkgebühr zahlt man mit der EasyPark App, die man ja auch aus Europa kennt. Ich bin dann vom Kreuzfahrtterminal zum Reef Fleet Terminal und zum Heli Terminal gegangen, habe die grosse Lagune und die vielen Picknickplätze mit Gas-BBQ bestaunt und die Häuser an der Promenade fotografiert. Es war sehr wenig los und die Restaurants (sehr viele Italiener!) waren kurz vor Mittag noch alle leer. Mir fielen die unzähligen Tour-Buchhungsoffices auf, welche alle den Anschein von offiziellen Touristen-Infos machten.

Auf dem Rückweg habe ich noch diverse Kunstwerke bestaunt, die mir auf dem Hinweg gar nicht so aufgefallen sind.

Mir gefiel die entspannte Atmosphäre in Cairns sehr und auch der Verkehr hielt sich in Grenzen.

Das war bis jetzt ein Ausflug ohne Bezug zum Regenwald, aber das soll sich ab jetzt ändern.

Mein nächstes Ziel war dann der botanische Garten von Cairns am anderen Ende der Stadt. Ich hielt an einem der zahlreichen Parkplätze und packte einen Lunch ein. Denn im botanischen Garten wollte ich den Rainforest Boardwalk gehen um dem Motto dieses Blogbeitrags zu genügen.

Doch zuerst setzte ich mich an einen Picknicktisch unter einem gigantischen Bambusbaum, der im Wind etwas beängstigende Geräusche von sich gab, und verzehrte meinen Lunch.

Der botanische Garten ist riesig und umfasst sogar einen See mit Süsswasser und einen See mit Salzwasser. Der Boardwalk durch den Sumpf mit einem beeindruckenden Regenwald war wirklich genial. Im Hintergrund hörte man zwar noch leise den Stadtverkehr, aber die Vogelgesänge des Regenwaldes übertönten diesen. Das hat mir äusserst gut gefallen und war eines meiner besten Regenwalderlebnisse bis jetzt. Auch wenn man es den Bildern vielleicht nicht ansieht.

Auf der anderen Seite bin ich dann noch durch die sehr abwechslungsreichen Flecker Gardens gegangen, welche unterschiedlichen Themen gewidmet sind und schon eine sehr lange Historie aufweisen. Ich fand die Pflanzen in den Themengebieten und die erklärenden Tafeln sehr interessant und beeindruckend.

Und zurück beim Parkplatz habe ich dann entschieden, auch noch den kürzesten der The Arrows Tracks rauf in den Mt Whitfield Conservation Park zu machen. Der Red Arrow Rundweg führt über unzählige Stufen rauf zu einem Aussichtspunkt und über nochmals unzählige Stufen runter zum Parkplatz. Ich hatte gehofft, beim Aussichtspunkt einen schönen Blick über die Stadt und die Bucht zu erhalten, aber leider sah man nur einen Teil des Flughafens.

Zum Schluss habe ich dann noch entschieden, die rund 4km hinter dem Holiday Park liegenden, und namensgebenden Crystal Cascades zu besuchen. Auf dem Parkplatz bemerkte ich sofort, dass das wieder einmal so ein Backpacker-Ort ist. Crystal Cascades sei ja einer der Geheimtipps im tropischen Norden von Queensland. Der abgelegene Süsswasser-Badeplatz liegt versteckt in einem tropischen Regenwald und besteht aus mehreren kleinen Wasserfällen, die in grosse Becken münden. Zur Parkanlage gehören elektrische Grills, Picknicktische und Toiletten. Auf dem 1.2km langen Weg entlang des Freshwater Creeks, der einer alten Wasserfassung für Cairns folgt, kamen mir dann schon zwei Gruppen Jugendlicher mit laut plärrenden Boomboxen entgegen. Und im obersten Pool am Ende des Weges mussten dann die Girls und Boys sich mutig präsentieren und in den sehr felsigen Pool springen oder über die steilen Felsen klettern. Wahrscheinlich einfach die Hormone von Teens und Twens. Ich habe schon schönere Orte zum Schwimmen gesehen, für mich war das ein ganz normaler Bergbach. Etwas enttäuscht ging ich den Weg wieder zurück.

Ich denke die weiteren Wasserfälle in den folgenden zahlreichen Nationalparks werde ich wohl eher auslassen. Die beiden gebuchten Campgrounds an den Tully Falls und Murray Falls habe ich schon fristgerecht storniert, sodass ich sogar die 2x AUD 7.50 zurückerstattet kriegte. Dafür habe ich meinen Aufenthalt in Mission Beach verlängert und einen Zwischenstopp in Ingham eingelegt. Ich glaube, die Küste kann ich hier mehr geniessen. Die Wasserfälle mit ihren kurzen Wanderungen gehören für mich nicht zu den Highlights des Regenwalds.

Mit so viel Bewegung durfte ich dann den Rest des Nachmittags im Holiday Park geniessen.

Donnerstag: Mamu Tropical Skywalk und Kasuar an Etty Bay Beach

Der Mittwoch besteht aus einer Fahrt nach Mission Beach und hoffentlich einem weiteren Regenwald-Highlight. Ich mache nämlich einen kleinen Abstecher Richtung Tablelands und werde den Mamu Tropical Skywalk besuchen. Nur 15 Minuten von Innisfail entfernt, bietet der Wooroonoon-Nationalpark einen Spaziergang in den Wolken. Erhöhte Stege, ein freitragender Steg und ein Aussichtsturm ermöglichen Besuchern das besondere Erlebnis, sich hoch oben im Blätterdach des Regenwaldes zu befinden.

Der Mamu Rainforest Canopy Walkway ist ein spektakulärer Spaziergang durch die Baumkronen des zum Weltnaturerbe gehörenden Regenwaldes. Er ist eine der bekanntesten Touristenattraktionen im Herzen der Wet Tropics. Mit einem 350 Meter langen, erhöhten Steg durch die Baumkronen, einem freitragenden Steg, einem 37 Meter hohen Aussichtsturm und über 1200 Metern Wanderwegen ist diese Attraktion ein absolutes Muss für jeden Besucher der Region.

Der freitragende Steg bietet atemberaubende Ausblicke auf die Schlucht des North Johnstone River. Der 37 Meter hohe Aussichtsturm ragt hoch über die Baumkronen hinaus und bietet einen weiten Blick über eine unberührte, regenwaldbedeckte Berglandschaft – die Heimat der Aborigines vom Stamm der Mamu.

Die Attraktion befindet sich im Wooroonooran-Nationalpark und wurde auf natürlichen Lichtungen im Regenwald errichtet, die durch den Zyklon Larry im März 2006 entstanden waren. Sie besteht aus robustem, unlackiertem, verzinktem Stahl und recyceltem Kunststoff.

Ich hatte Glück mit dem Wetter, denn es regnete während meines Besuches nicht und sogar etwas Sonnenschein fand den Weg zwischen den Wolken bis zum Regenwald!

Wooroonooran National Park bietet anspruchsvolle Wanderungen in der Nähe von Cairns an, wie zum Beispiel Walshs Pyramid. Das Goldsborough Valley bietet Möglichkeiten für Canoeing, Mountain Biking, Wandern und Camping. Josephine Falls zeichnet sich durch eine (weitere) Kaskade an Wasserfällen und ist auch der Startpunkt für die Wanderung auf den höchsten Berg von Queensland: Bartle Frere. Da braucht es eine gute Kondition! Das bleibt auf meiner Bucket List für die nächste Reise.

Am Parkplatz des Skywalk wurde ich schon persönlich empfangen und zum Ticket-Häuschen begleitet. Der Strom war ausgefallen und der Generator nicht angesprungen. Da musste ich bar bezahlen und bekam dafür den günstigeren Concession (Rentner) Eintrittspreis. Der Weg geht geschlungen bis zu einem freitragenden Steg raus in den Abhang und danach zum Übergang zum einem ziemlich langen, erhöhten Steg. Dieser führt entlang eines Abhangs auf der Höhe der Baumwipfel durch den Regenwald und erlaubt gleichzeitig auch Ausblicke auf das tief eingegrabene Flusstal des North Johnstone River und die gegenüberliegenden Berge mit noch viel mehr Regenwald. Der Bau dieses Stegs wurde durch eine Schneise ermöglicht, welchen Zyklon Larry 2006 in den Regenwald gerissen hatte. Viele der Bäume sind daher erst kanpp 20 Jahre alt und schon so gross!

Ich war total begeistert, hier in Ruhe die vielen Epiphyten und die Vögel in den Bäumen sozusagen auf Augenhöhe beobachten und hören zu können. Die lauten Kinder einer Familie konnte ich ja in Ruhe einfach vorbeiziehen lassen und danach wieder die ungestörte Regenwald-Atmosphäre geniessen.

Am Ende des Steges befindet sich dann der 37m hohe Aussichtsturm. Ich musste mich schon etwas überwinden, um die Treppe rund um den eckigen Turm ohne Höhenangst raufzugehen. Aber oben war die Aussicht einfach gigantisch.

Wieder unten angekommen konnte ich das Schild der kürzlichen Kasuar-Sichtung sowie die beiden grossen Dunghaufen zur Kenntnis nehmen. Den Kasuar habe ich aber nirgends entdeckt.

Für mich war der Skywalk ein Highlight im Erleben des Regenwalds!

Es war nun schon fast Mittag und ich suchte mir ein Plätzchen für einen Lunch. Eigentlich wollte ich Paronella Park besuchen, aber die Regenwolken drückten an die Berge und es begann zu regnen. An der Küste sah es aber noch nach blauem Himmel aus. Da ich gestern von Mila, und eben auch von der Mitarbeiterin des Skywalks, den Hinweis gekriegt hatte, dass an der Etty Bay Beach häufig Kasuare beobachtet werden können, sollte das der Ort für meinen Lunch Break sein.

Die 15 km vom nahe gelegenen Innisfail entfernte Etty Bay Beach ist ein beliebter Strand bei Einheimischen. Er besteht aus dem Strand, einer Strasse, den Rettungsschwimmerverein und einen kleinen Campingplatz. Hinter dem weichen, weißen Sandstrand erstreckt sich ein schmaler, schattiger Waldstreifen, und dahinter erheben sich steile, bewaldete Hänge bis zu 250m hoch. In der Etty Bay ist ein inzwischen berühmter Helmkasuar häufig anzutreffen. Er patrouilliert fast täglich in der Gegend, besonders häufig in den frühen Morgen- und späten Nachmittagsstunden.

Ich parkte mein Womo am Anfang des Strandes bei einem Picknick-Tisch und ging entlang des Strandes weiter um zu schauen, ob es vielleicht noch eine Imbissbude gab, wo ich meinen Hunger stillen könnte. Eine Imbissbude gab es nicht, dafür spazierte der Kasuar entlang der Picknicktische und des Strandes! Wie genial ist das denn! Der war doch sicher extra wegen mir mal am Mittag gekommen! Ich war total begeistert, ein weiteres Highlight in der Erkundung des Regenwaldes abhaken zu können!

Der Helmkasuar ist der zweitgrösste lebende Vogel Australiens und der dritt- beziehungsweise viertgrösste heute noch lebende Vogel weltweit; nur Strauße (Struthio), der Grosse Emu (Dromaius novaehollandiae) sowie gegebenenfalls der nah verwandte Einlappenkasuar (Casuarius unappendiculatus) sind grösser. Ausgewachsene Kasuare sind bis zu 1.70m hoch und wiegen bis zu 70kg. Die Weibchen sind grösser als die Männchen, aber ansonsten nicht zu unterscheiden.

In Nord-Queensland soll es nur noch etwa 1’000 Helmkausare geben.

Ich ging also zum Womo zurück, stellte meine Lunchbrote zusammen und genoss diese am Picknicktisch mit Aussicht auf den schönen Strand. Als ich schon alles gegessen hatte und nur noch die Aussicht genoss, sah ich einen anderen Touri winken. Der Kasuar ging doch direkt hinter mir an meinem Tisch vorbei wieder zurück in den Wald. Das hätte ich doch fast verpasst.

Freitag und Samstag: Keine Regenwalderlebnisse, dafür paradiesischer Palmenstrand

Nun ging es noch die letzten 50km weiter bis zu Mission Beach, wo ich im Mission Beach Hideaway Holiday Village für drei Tage eine powered Site gebucht hatte. Das Ziel war, mal eine Fahrpause einzulegen und in Mission Beach einfach mal zwei schöne Strandtage zu geniessen. Das Hideaway Holiday Village liegt ruhig und im Windschatten hinter der wenig befahrenen Strasse des kleinen Ferienortes. Etwa vier Kilometer entfernt gibt es einen grossen Woolworth, den ich vorher noch besucht habe.

Bei meiner Ankunft so gegen 15 Uhr gab es dann eine kleine Verwirrung meinerseits, denn meine Site war die einzige ohne Pflasterung. Da stellte sich heraus, dass auf meinem Platz schon jemand stand und ich auf dem Rasen zwischen dem Platz und dem Sanitärblock. Der Mann hatte einfach links und rechts des Sanitärblocks verwechselt. Also gingen wir beide nochmals zur Rezeption und tauschen unsere Plätze. Aber eigentlich hätte ich aber schon gerne den anderen Platz mit der Wiese davor gehabt anstatt auf den nächsten Caravan zu gucken. Aber ich bin ja „nur“ 3 Nächte hier.

Am Freitag war lustig, dass eine grosse Gruppe von Familien auf der gegenüberliegenden Reihe ihre (neuen) Zelte aufstellte. Da meine Nachbarn Mühe mit einem Zelt hatten, konnte ich von der gegenüberliegenden Seite rasch erkennen, wo das Problem lag. So konnte ich helfen und kriegte erzählt, dass meine neuen Nachbarn gegenüber von den Cook Islands (neuseeländisches Territorium) stammen und in der Bananenplantage arbeiten. Da hatte ich dann bald eine ganze lange Reihe von Zelten mit Polynesiern und Polynesieriennen und einer grossen Kinderschar auf der anderen Wegseite und ich konnte dann noch meinen Gummihammer ausleihen. Denn Zelte aufstellen ohne Hammer geht ja nicht wirklich.

Und ich habe dann tatsächlich einfach nur den 14km langen, paradiesischen Strand bei zwei langen Strandwanderungen genossen! Bei dem starken Wind (marine Sturmwarnung an beiden Tagen) hatte ich auch kein Bedürfnis, die Fähre rüber zu Dunk Island und seinem Resort zu nehmen. Am Freitag und Samstagmorgen gab es tagsüber sehr viel Sonnenschein, nachts regnete es immer mal wieder.

Ausser vom wirklich extrem schönen tropischen Strand mit äusserst fotogenen Kokospalmen kann ich also von nichts anderem berichten. Aber ich denke, das waren schon genügend Regenwalderlebnisse die letzten Tage…

Und ich kann sagen, dass ich am Sonntagmorgen dann genügend immer aufgedrehtere Kinder erlebt haben werde und mich auf den nächsten Caravan Park mit ausschliesslich ruhigen grauen Nomaden freuen werde. Dabei aber total vergessen habe, dass am Freitag in Queensland die Schulferien begonnen haben.

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