Undara Volcanic NP: Wo nicht nur die fazinierende Welt des Vulkanismus sondern auch eine besonders vielfältige Tierwelt entdeckt werden kann

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Undara Volcanic National Park

Mitten in der endlose Savanne, am Rande der Dividing Range Bergkette der Ostküste befindet sich der spektakuläre Undara Volcanic Nationalpark. In einem Gebiet mit über 164 Eruptionszentren ist der Undara Vulkan mit seinen bis zu 160km langen Lavaröhren der Star. Da die Lavaröhren erhöhte Kohlendioxid-Konzentrationen aufweisen können, dürfen diese nur mit geführten Touren besichtigt werden.

Undara Volcanic National Park

An den Westhängen des McBride-Plateaus gehen lichte Wälder in die Weite der Savanne über. Im Undara Volcanic Nationalpark verbergen fruchtbare vulkanische Basaltböden, bedeckt von einem Meer saisonaler Gräser, die Undara-Lavaröhre. Dieser geologische Tunnel von globaler Bedeutung erstreckt sich unter einem Streifen Resten trockenen Regenwaldes.

„Undara“ ist ein Wort aus der Sprache der Aborigines und bedeutet „langer Weg“. Der Park schützt eines der längsten Lavaröhrensysteme der Welt.

Der Undara-Vulkan-Nationalpark liegt in der McBride-Basaltprovinz, einer von elf unterschiedlichen, nicht verbundenen Vulkanregionen im Norden von Queensland. Die McBride-Basaltprovinz umfasst eine Fläche von rund 5’500 Quadratkilometern.

Innerhalb der McBride-Basaltprovinz wurden insgesamt 164 Eruptionszentren (Vulkane, Schlote und Kegel) identifiziert. Überreste älterer Lavaströme, die auf etwa 8 Millionen Jahre datiert sind, befinden sich ausserhalb des Nationalparks. Die meisten Lavaströme sind jünger als 8 Millionen Jahre. Die vulkanische Aktivität, die die Lavatunnel formte, ereignete sich vor etwa 190’000 Jahren. Der Undara-Vulkan schleuderte gewaltige Mengen Lava auf das umliegende Atherton Tableland und bedeckte eine Fläche von etwa 1’550 Quadratkilometern. Insgesamt wurde die Menge der freigesetzten Lava auf über 23 Milliarden Kubikmeter geschätzt.

Die Wärmedämmung durch die Verfestigung einer Kruste über dem aktiv fließenden Magma ist für die Entstehung langer Lavaströme notwendig. Der längste Lavastrom des Undara-Kraters misst etwa 160 Kilometer und weist ein durchschnittliches Gefälle von 0,3° auf. Lavatunnel finden sich bis zu 30 Kilometer vom Undara-Krater entfernt. In den Wänden einiger Höhlen wurden bis zu fünf aufeinanderfolgende Lavastromeinheiten identifiziert, die voneinander abgegrenzt sind.

Die Bayliss-Höhle ist der Überrest eines Lavatunnels, der einst über 100 Kilometer lang war. Die Höhle selbst ist über 1’300 Meter lang, 11 Meter hoch und 22 Meter breit. Sie gilt als „Höhle mit schlechter Luft“, da dort Kohlendioxidwerte von bis zu 5,9 % gemessen wurden.

In den feuchten, geschützten Eingängen einiger Lavahöhlen wächst ein halbimmergrünes Dickicht aus Lianen und Bäumen. Die Dächer einiger Tunnel stürzten ein und schufen so ideale Bedingungen für das Wachstum von Trockenregenwald und boten Wildtieren Unterschlupf. Felskängurus, insektenfressende Fledermauskolonien und Eulen finden hier im kühlen Klima Ruhe. Vögel suchen Schutz im fruchtbedeckten Blätterdach, und Raubtiere lauern im zerklüfteten Basaltgestein und vervollständigen so die Nahrungskette.

Discovery Resort Undara

Mitten im Nationalpark betreibt Discovery Parks das Discovery Resort Undara, das auch recht spektakulär ist: Der Besitzer der damaligen Station (Farm) wollte ein besonderes Angebot zur Beherbergung von Touristen entwickeln und hat eher per Zufall alte Eisenbahnwaggons entdeckt. Diese Waggons aus dem 19. und 20. Jahrhundert hat er aufgekauft und auf seiner Station in wunderbarer Arbeit zu einem Resort zusammengestellt. Die Waggons bilden immer noch das wunderschöne und fast romantische Zentrum des nun von Discovery Parks betriebenen Resorts inklusive grosszügigem Caravan Park. Das Resort bildet das Zentrum für die zahlreich angebotenen Touren, die Walks oder andere Aktivitäten.

Mittwoch: Ankunft im Resort

Da die Fahrt von den Talaroo Hot Springs bis zum Undara Resort gar nicht so lang war, bin ich kurz vor Mittag schon eingetroffen und habe an der Rezeption, die natürlich in einen Eisenbahnwaggon integriert ist, eingecheckt.

Ich habe meine Site 704 bezogen und gleich gemerkt, dass ich damit nicht glücklich werden. Gleich gegenüber hatte es viel mehr Platz, keine Nachbarn und deutlich mehr Schatten. Da bin ich zur Rezeption, habe mir die 709 gewünscht und auch gekriegt. Da habe ich auf die andere Seite des Weges gewechselt und hatte die nächsten zwei Tage nicht einmal Nachbarn und sehr viel Freiraum. Einfach perfekt!

Ich habe gleich den Air Fryer aufgestellt und mir einen leckeren Lunch „gefryet“, damit ich am späteren Nachmittag ohne Dinner-Gedanken einen der Walks machen konnte.

Kombinierter Bluff- und Swamp Circuit Walk

Etwa um 15:30 habe ich mich dann für eine Kombination von mehreren Walks bereitgemacht. Die verschiedenen Walks sind alle ab der Rezeption gut ausgeschildert. Der allerlängste Walk ist mit 12km der Rosella Plains Lookout Trail, der für diese Tageszeit aber mit 4-6h nicht geeignet war. Es hätte sich der 3.8km lange Atkinson Lookout Trail angeboten, der sich aber wohl nicht so gut mit anderen Walks kombinieren liesse. Ich bin daher den 2.3km langen Bluff Circuit Walk gegangen, der zu einem schönen Aussichtspunkt auf dem Bluff führt.

Danach geht es wieder runter in die Ebene zum neben dem Resort gelegenen Sumpf (Swamp). Der ist zu dieser Jahreszeit zwar fast ausgetrocknet, aber immer noch grün. Da bin ich rechts auf den Swamp Weg abgebogen. Der Weg führt entlang des Sumpfes bis zu seinem Ende. Da konnte ich schon ein paar Emus und ein paar graue östliche Riesenkängurus beobachten. In Undara teilt sich diese Känguruart das Gebiet vor allem mit dem Bergkänguru (Common Wallaroo), dem Agile Wallaby und dem Hübschgesichtwallaby (Whiptail Wallaby). Letztere sind jedoch deutlich kleiner und auffälliger im Gesicht gezeichnet.

An den letzten Wasserstellen konnte ich noch ein paar Vögel beobachen.

Zurück beim Womo freute ich mich auf den nächsten Tag, denn da hatte ich um 07:30 die zweistündige Wind Tunnel Explorer Tour für recht günstige AUD 75 gebucht. Der Windtunnel-Explorer sei genau das Richtige für Abenteurer: Bei diesem Erlebnis klettere man über Felsen, um in die darunterliegenden Lavatunnel vorzudringen. Die zweistündige Tour führe uns abseits der ausgetretenen Pfade – oder in diesem Fall abseits der Promenade! Ein qualifizierter Tourguide begleitet die Gäste über und unter Felsen zu den Lavatunneln und erklärt unterwegs die geologischen Formationen. Da der Weg uneben ist und Kletterpassagen beinhaltet, sei eine gewisse Grundfitness und Beweglichkeit erforderlich.

Diese Tour schien mir etwas weniger touristisch und etwas mehr „natürlich“ zu sein als die Archway Explorer Tour. Diese gemütliche 2-stündige Tour führt über Stege und Treppen mit Handläufen durch die Lavatunnel und ist für die meisten Menschen geeignet.

Donnerstag: Wind Tunnel Explorer Tour

Am Treffpunkt der Tour empfing uns Danielle, welche unser Guide sein wird. Man merkte gleich, dass sie sich auf diese Tour freute, als ob sie diese nicht täglich machen würde. Als alle Gäste gezählt und bei Bedarf mit Taschenlampen ausgerüstet waren, ging es los. Auf der Fahrt im Bus erklärte sie uns alles Wissenswerte zum Nationalpark, zu Vulkanen und zur Tier- und Pflanzenwelt rundherum. Sie konnte auch ohne weiteres die verschiedenen Kanguru, Wallaroo und Wallaby-Arten unterscheiden, welche wir im Busch entdeckten. Nur einen Dingo haben wir nicht gesehen.

Wissenswerte Fakten zum Undara Vulkan

  • Lavaflussrate: 1000 m³/s, was 1500 Sattelzügen pro Minute entspricht oder ausreicht, um den Hafen von Sydney in 6 Tagen zu füllen.
  • Von Lava bedeckte Fläche: 1550 km².
  • Menge an geschmolzenem Gestein: 23,3 km³.
  • Lavatemperatur: bis zu 1220 °C.
  • Fließrichtung und -distanz: mehr als 90 km nach Norden und 160 km nach Nordwesten.
  • Bedeutung von Undara in der Sprache der Aborigines: langer Weg


Undara ist das längste Lavatunnelsystem Australiens und der längste rezente Lavastrom eines einzelnen Vulkans weltweit.

Die Tour ging dann durch ein eingestürztes Stück Tunnel los. In dieser Senke konnte sich der ursprüngliche Regenwald, von den Feuern der Savanne geschützt, behaupten. Man merkte den Unterschied im Geruch, in der Dichte des Bewuchses und in der Temperatur sofort. Was so eine kleine Senke ausmacht!

Nach kurzem Fussmarsch stiegen wir dann über Felsbrocken runter in den ersten Tunnelabschnitt. Das war ein beeindruckendes Erlebnis, in diesem gigantischen Tunnel zu stehen, der vor 190’000 Jahren gebildet wurde. Die beiden Lavaströme und ihre Tunnel sind bis zu 160km lang! Wir besuchten davon natürlich nur einen sehr kleinen, sicheren Abschnitt.

Etwa ein Viertel des Tunnels wurde während den 190’000 Jahren bis heute mit Staub aufgefüllt. Denn der Tunnel wäre eigentlich rund. Sehr faszinierend. Im Staub gibt es kleine Löcher, die von fallenden Tropfen gebildet werden. Die Löcher sind in Tunnelrichtung elliptisch, da der Wind die Tropfen beim Fallen bewegt.

Wir schalteten die Lampen an und ginge durch den dunklen Tunnel bis wir das andere Ende erreicht hatten. Dort ging es wieder ein Stück im Graben des eingestürzten Tunnels weiter, bis wir dann den Wind Tunnel erreichten. Der war noch ein Stück fantastischer, denn er bog wegen Granitfelsen ab und verzweigte sich zwei Mal. In eine Richtung folgte er dem Gelände nach unten und verschwand im abgelagerten Staub. In der anderen Richtung gingen wir weiter und suchten nach Spinnen, Motten, Gebeinen, nach besonderen Lavaformationen sowie nach den kleinen Fledermäusen. Im Licht unserer Lampen haben wir ziemlich viel entdeckt. Und Danielle wusste unheimlich viel und konnte uns alles sehr verständlich erklären.

Am Ende des Tunnels kraxelten wir wieder über die Felsen in das helle Licht und waren rasch wieder beim Bus.

Das war, auch dieses Mal besonders wegen der wunderbaren Guide, ein sehr gelungener und faszinierender Ausflug. Ich hatte extrem viel gelernt und war total begeistert. Diese Tour kann ich jedem empfehlen, der sich als Entdecker fühlen möchte. Die detaillierten Erklärungen kommen dann weiter unten bei der Beschreibung des Kalkani Crater Walks, wo ich die aufgestellten Tafeln verarbeitet habe.

Zurück beim Womo habe ich mir einen warmen Lunch (nochmals mit dem Air Fryer) zubereitet. Nach dem Lunch bin ich in das gegenüber liegende Glamping-Zeltdorf gegangen, denn in dessen Zentrum war die Campers Kitchen. Ich musste den Abwasch von heute und gestern nachholen. Dort traf ich auch die deutschsprachige Familie, welche ich am Morgen beim Tour-Treffpunkt getroffen hatte. Sie hatten mit den drei Kindern die andere Tour gemacht. Ich habe die zwei Kinder auf die vielen Tiere am Swamp aufmerksam gemacht und der Vater hat mir erzählt, dass sie am Abend die zweistündige Wildlife at Sunset Tour (AUD 75) machen würden, welche er vor vielen Jahren schon mal (damals noch ohne Kinder) gemacht habe. Auf der Tour kann man die faszinierende Tierwelt des Outbacks hautnah erleben, Sekt im Sonnenuntergang über den historischen Vulkanebenen geniessen und Fledermäuse (Micro Bats) beobachten, die ihre Höhlen zur nächtlichen Nahrungssuche verlassen – das sei ein unvergessliches Erlebnis. Ich fand das eine gute Idee: Zurück beim Womo buchte ich diese Tour gleich, denn es hatte noch drei freie Plätze.

Wildlife at Sunset Tour

Kurz vor 17:30 empfing uns Sophia zur Sunset Tour. Sie war sehr lustig drauf, was zum Ausflug gut passte. Wir fuhren zum Rosella Plains Lookout, den man mit dem 12km Circuit Walk erreichen würde. Unterwegs habe wir Wallabys un dKängurus mit Jungen gesehen. Dingos haben sich auf den Granitfelsen jedoch keine gezeigt. Das Thema „Wildlife at Sunset“ muss sich daher auf die Fledermäuse bezogen haben, denn auf den anderen Touren sieht man mindestens so viele Beuteltiere.

Auf dem Aussichtspunkt gab es eine wunderbare Aussicht, Getränke mit Kohlensäure und eine schöne Platte mit vielen Leckereien, die man auf Crackern essen konnte. Sophia machte von allen, die dies wünschten, Fotos mit Sonnenuntergang. Dieser war in der weiten Ebene mit den vielen Vulkanen wiederum sehr beeindruckend.

Da mussten wir uns recht beeilen, die Barker Cave vor dem Start des Fledermausflugs zu erreichen, um einen Blick hinein wagen zu können.

Die Microbats (insektenfressende Fledermäuse) im Undara Volcanic National Park sind typischerweise sehr klein und erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa 4 bis 10 Zentimetern (bzw. wie eine Reiseleiterin treffend beschrieb, ungefähr die Größe eines Chicken Nuggets) bei einem Gewicht von wenigen Gramm. Im Park leben vier verschiedene Microbat-Arten, darunter auch Belegexemplare wie die Miniopterus-Arten, die sich tagsüber zu zehntausenden in Höhlen wie der Barkers Cave aufhalten.

Die nahegelegene Barker Cave ist die Heimat von etwa 40’000 insektenfressender Fledermäuse (Micro Bats, im Gegensatz zu den Megabats Fruit Bats / Flying Foxes). In der Dämmerung bieten diese Fledermäuse ein spektakuläres Schauspiel, wenn sie aus ihren dunklen Schlafplätzen ausfliegen. Gefleckte Pythons (Antaresia maculosa) und andere Raubtiere lauern oft am Höhleneingang, um die ausfliegenden Fledermäuse zu erbeuten. Als wir in der Dunkelheit ankamen, waren sie schon wie wild am Ausfliegen. Sophia leuchtete auf der Treppe vor dem Höhleneingang mit der roten Taschenlampe und wir sassen auf den Treppenstufen und beobachteten begeistert und entsetzt zugleich, wie hunderte der kleinen Fledermäuse wie wild raus- und reinflitzten. Und das um und über uns. Da war es unvermeidlich, dass uns auch ein paar Kottropfen trafen.

Eine Python haben wir nicht gesehen, dafür aber zwei der invasiven Aga-Kröten.

Auf der Heimfahrt versuchten dann die Kinder, im Scheinwerferlicht entlang der Strasse weitere Kängurus, Wallaroos und Wallabys zu entdecken. Zwei oder drei haben sich am und auf dem Weg gezeigt. Wieder im Resort habe ich im Womo rasch die Duschsachen geholt und mich ausgiebig geduscht. Denn ich wollte den Gedanken an die Fledermauskacke loswerden. Das ist dann auch gut gelungen und ich habe mir ein paar Brote zum Abendessen zubereitet. Ich habe nicht von Fledermäusen geträumt.

Auch das war ein sehr gelungener Ausflug mit der einmaligen Gelegenheit, die ausfliegenden Fledermäuse zu beobachten!

Freitag: Kalkani Crater Rim Walk und Weiterfahrt nach Atherton

17km vom Resort entfernt liegt der Parkplatz und der Picknickplatz des Kalkani Kraters. Die 2.5km lange Wanderung zur Kalkani Kraterkannte beginnt an diesem Parkplatz und führt auf eigene Faust hinauf zum Sattel des Kalkani-Kraters und um den eierschalenförmigen Kraterrand herum.

Der Kalkani Krater

Dies ist der Krater des Kalkani-Vulkans, und wie der Rangaranga Hill und der Commissioner’s Cap ist auch dieser Vulkan ein Schlackenkegel. Er brach vor dem Undara-Vulkan aus, irgendwann zwischen 190’000 und 400’000 Jahren.

Als Magma (geschmolzenes Gestein) zur Erdoberfläche aufstieg, dehnten sich gelöste Gase aus und brachen hervor, wodurch Fontänen aus glühendem Vulkangestein entstanden. Als die Gesteine ​​herabfielen, lagerten sie sich Schicht für Schicht am Rand des Kraters ab und bildeten diesen steilen Kegel.

Der Regenwald auf den Basaltfelsen

Die Bäume und Lianen, die zwischen den rauen Basaltfelsen an diesem Teil des Kraterrandes wachsen, sind grüner und dichter als der offene, grasbewachsene Eukalyptuswald, der die Ebenen und den Krater darunter bedeckt. Diese Vegetation ist eine Art von „trockenem“ Regenwald, der als halbimmergrünes Lianendickicht bezeichnet wird. In Australiens alter und feuchterer Vergangenheit bedeckte Lianendickicht wahrscheinlich einen Grossteil dieses Landes.

Halbimmergrünes Lianendickicht verträgt kein Feuer. Diese Felsvorsprünge haben wenig Boden, sodass Gräser nicht wachsen können und Feuer hier oben selten Fuß fassen.

Ich war der erste Wanderer an diesem Morgen und genoss den Blick über die Lavaebenen auf die vielen Vulkane und die Vulkantunnel. Diese zeigen sich durch markante, dunklere Dickicht aus Lianen und Bäumen, welches dem Lavastrom des Undara-Kraters folgt. Schilder entlang des Weges erläutern die explosive Geologie der Region und die Entstehung der verschiedenen Vulkane, welche man rund um den Kraterrand sehen kann.

Diese interessanten Fakten und Informationen habe ich in den untenstehenden Textboxen zusammengefasst. Sie fassen einiges zusammen, welches wir auf der Wind Tunnel Tour von Guide Danielle erklärt kriegten.

Entstehung der Lavaröhren (Lava Tubes)

In der Ferne ist auf den Bildern eine unterbrochene Linie dunkler, grüner Vegetation zu sehen. Diese Linie markiert den unterirdischen Verlauf eines der Lavaströme, die vor etwa 190’000 Jahren aus dem Vulkan Undara ausbrachen. Diese Vegetation sind Reste des Regenwalds, welche sich in eingestürzten Teilen der Lavatunnels mitten in der endlosen Savanne behaupten.

Auf der Ebene des Undara Volcanic National Parks liegt das, was von dem Vulkan übrig ist, der das aussergewöhnliche Netzwerk von Lavatunneln geformt hat, das diesen Nationalpark berühmt macht. Für etwas so Bedeutendes ist es überraschend schwer zu sehen – warum ist das so?

Im Gegensatz zum Kalkani war der Ausbruch des Undara sanft: Anstatt zu explodieren, quollen Ströme flüssiger Lava aus dem Vulkanschlot, wie Milch, die in einem Topf überkocht. Dieser sanfte Austritt zusammen mit dem sehr leichten Gefälle der umliegenden Landschaft ermöglichte es der Lava, langsam genug zu fliessen, damit sich die Tunnel bilden konnten. Die Art des Ausbruchs des Undara führte zu seiner fast unmerklichen Form. Er fügt sich in die umliegende Landschaft ein und erzählt die Geschichte, wie sich die Lavatunnel bilden konnten.

Vor 190’000 Jahren

Eine riesige Menge zähflüssiger Lava floss aus dem Vulkan Undara, teilweise entlang von Wasserläufen und anderen natürlichen Senken.

Als die Lava floss, kühlte die Oberfläche allmählich ab und bildete festes Gestein. Die darunter liegende Lava, isoliert von der kühlen Luft, blieb flüssig und floss weiter. Schließlich kam die Lava zum Stillstand und hinterließ eine lange, hohle Gesteinsröhre.

Heute

Als die Lava floss, kühlte die Oberfläche allmählich ab und bildete festes Gestein. Die darunter liegende Lava, isoliert von der kühlen Luft, blieb flüssig und floss weiter. Schließlich kam die Lava zum Stillstand und hinterließ eine lange, hohle Gesteinsröhre.

Vulkantypen – fliessend oder eruptiv

Die relativ flache Vulkanlandschaft in der Gegend des Undara Volcanic National Park ist mit inaktiven Vulkanen übersät. Einige, wie der Rangaranga Hill (links im untenstehenden Profil), haben markante Kegelformen, die wir mit Vulkanen assoziieren. Vulkane können jedoch viele verschiedene Formen und Größen haben. Silent Hill, den man (in der Mitte des Profils) als Hügel aber nicht als Vulkan identifizieren würde, ist ebenfalls ein Vulkan.

Eruptiv – Schlackenkegel

Der Rangaranga Hill (links in obenstehendem Profil) ist ein Schlackenkegel – ein steilwandiger, kegelförmiger Hügel mit einem schüsselförmigen Krater auf dem Gipfel. Schlacke – festes, schaumiges Lavamaterial – wurde aus dem Vulkan herausgeschleudert und landete um den Krater herum, wodurch sich ein Hügel bildete. Wissenschaftler wissen nicht, wann er ausgebrochen ist.


Auch Commissioner’s Cap (ganz rechts im Profil) ist ein weiterer Schlackenkegel, der auf die gleiche Weise wie Rangaranga Hill entstanden ist, und auch hier kennen wir das Ausbruchsdatum nicht.

Fliessend – Schildvulkan

Silent Hill (in der Mitte des Profils) ist ein Schildvulkan – ein breiter, flacher Hügel, der wie die Vorderseite eines runden Kampfschildes aussieht. Diese Hügel entstehen in Schichten durch Lavafontänen und lange Lavaströme. Silent Hill brach vor etwa 400’000 Jahren aus.

Nach dieser Wanderung mit Ausblick auf die weite Ebene mit unzähligen Vulkanen machte ich mich auf den Weg in und auf das Atherton Tableland. Ich kann jetzt schon sagen, dass der Unterschied und die Vielfalt der Landschaftsformen riesig sein wird und das Klima auf über 750müM komplett anders ist.

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