Heidschnucken

Diese Herde von Heidschnucken (inklusive Hirte und Hirtenhund) habe ich in der Braderuper Heide angetroffen. Das Farbspektrum der im Wind wehenden Felle fand ich faszinierend.

Waren um 1800 noch ca. 16 – 18% der Landesfläche von Schleswig-Holstein mit Heiden bedeckt, verringerte sich der Flächenanteil der Restheiden durch Aufforstung und Ackernutzung der Standorte auf heute 0,33%. Heiden zählen daher zu den gefährdeten Pflanzengesellschaften in Schleswig-Holstein und werden als gesetzlich geschützte Biotope eingestuft. 50% dieser Heideflächen befinden sich auf Sylt.

Heide benötigt vegetationsfreie, nährstoffarme Sandböden, um sich aussäen und keimen zu können. Sofern keine Beweidung oder Mahd stattfindet, vergreisen die Heidepflanzen aber und sterben ab. Eine Heidschnuckenherde hält den Bewuchs kurz, verbeisst aufkommende Gehölze und verhindert somit die Waldentstehung.
Auch ein periodisches Abbrennen oder Plaggen, d. h. die Vegetationsdecke wird flach abgeschoben und von der Fläche entfernt, sjnd Pflegemassnahmen. Auf den offenen Flächen, die dann auch einige Jahre nicht beweidet werden dürfen, kann dann die natürliche Aussaat der Besenheide und damit ihre Ausbreitung erfolgen.

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