Stellenbosch

Da das windige Wetter heute einen Besuch im Landesinneren nahe legte, hab‘ ich mich nach Stellenbosch aufgemacht.

Stellenbosch ist nach Kapstadt die älteste europäische (resp. niederländische) Stadtgründung in Südafrika: 1697. Man begann früh auch mit dem Anbau von Reben. Mit der Machtübernanme der Briten 1795 ging’s aber rasch abwärts, da viele Buren sich ihrer ökonomischen Grundlage verloren sahen. 1881 gab’s mit einer Universität wieder etwas Aufschwung. Mit dem Ende der Apartheidpolitik 1994 ging es mit dem Weinbau und dem Tourismus sehr rasch aufwärts. Die etwa 150 Güter in der Umgebung wetteifern um den besten Rotwein… Heute hat Stellenbosch 150’000 Einwohner und 25’000 Studenten.

Die Stadt bietet einen hübschen Stadtkern mit vielen alten Gebäuden und einigen gemütlichen Restaurants. Eine kleine Fussgängerzone wäre das Sahnehäubchen…

Restaurant in Stellenbosch

Ältester Laden Südafrikas in Stellenbosch

Das soll der älteste Laden von Südafrika sein! Die bis zu 300 Jahre alten Eichen der Dorp Street stehen, wie viele Gebäude, unter Denkmalschutz.

Strassenszene in Stellenbosch

Imposant für eine südafrikanische Stadt ist das schattenspendende Blätterdach der vielen Eichen.

Stattliches Haus in Stellenbosch

Ein paar weitere Impressionen:

Holzgiraffen in Stellenbosch

Strassenkunst in Stellenbosch

Die Weingüter sollte man vor allem dann besuchen gehen, wenn man in einem der Restaurants essen möchte oder nach einem Tasting vor Ort Wein kaufen möchte. Die Vielfalt ist riesig.

Nachträge:
(1) Mein letztes Dinner in Simon’s Town habe ich im empfehlenswerten Seaforth Restaurant gegessen: Eine umfangreiche Seafood Platter. Am Dienstag und Samstag ist jeweils ‚eat as many prawns as you can‘ Tag. Ich hab‘ ein junges Paar beobachtet, welches während meiner Anwesenheit 3 grosse Salatschüsseln voll mit Garnelen gegessen hat und noch lange nicht fertig war. Sie kämen extra aus Joburg hierher, haben sie mir erzählt. Man hat’s ihnen angesehen, dass sie gerne essen. Ich hatte mit meiner Seafood-Platter schon mehr als genug.
(2) Hier wird ja jeder Parkplatz von ‚Parkplatzwächtern‘ bedient, die einem den Parkplatz ein- und ausweisen und auch zum Rechten schauen, damit nichts geklaut wird. Dafür kriegen sie ein kleines Trinkgeld (etwa R 5, auch mal R 10). Da ich meine ‚Cooler Box‘ (neu: R 159) nicht mehr benötigte, habe ich sie dem Parkplatzwächter geschenkt. Er war richtig glücklich darüber. So einfach kann man jemandem eine grosse Freude bereiten. Hat auch mir Freude gemacht. (Bei den kostenpflichtigen Parkplätzen heisst dieser Job laut Parkschildern ‚Marshall‘.)

Das war der letzte Beitrag aus Südafrika. Morgen Nachmittag geht’s mit dem Flieger zurück in die winterliche Heimat.

2 Gedanken zu „Stellenbosch

  1. Hallo Michael,
    mit viel Freude verfolge ich deine interessanten Reiseberichte und die tollen Fotos. Viele Orte habe ich noch in bester Erinnerung von meiner Reise nach Südafrika im 2005. Es ist wirklich ein sehr imposantes und facettenreiches Land. Du hast offensichtlich, wie unschwer an den Bilder zu erkennen ist, sehr gutes Wetter da unten. Ich werde an dieser Stelle auf eine ausführliche Schilderung des Wetters in der Schweiz verzichten 😉
    Also geniesse noch deine letzten Tage.

    Liebe Grüsse und bis bald
    Olivier

    1. … und die schöne Zeit geht so schnell vorbei, dass ich schon im Flughafen von Kapstadt sitze und auf den ersten Flug warte. Die Reise hat sehr viel Freude bereitet! Das schweizer Wetter ist bei 4-8° ja auch verkraftbar. 🙂

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