Am Freitagmittag bin ich bei schönstem Spätfrühlingswetter in meinem Ferienquartier in Wustrow angekommen. Es hatte nur in der Nacht auf den Freitag gewittrige Regengüsse gegeben, sodass ich die 1080km lange Strecke aus der Schweiz an die Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern, mit einem Übernachtungs-Zwischenhalt in Dessau, bei trockenem, angenehm sonnigen Wetter und ohne Stau (am Donnerstag wegen Feiertag nur vereinzelte LKW auf der Autobahn) sehr entspannt und gemütlich absolvieren konnte.
Den Nachmittag verbrachte ich mit Einkaufen und auf dem grossen, sonnigen West-Balkon mit der perfekten Aussicht auf der einen Seite zur Ostseeküste (mit dem historischen Windrad als praktischen Wind-Anzeiger) und auf der anderen Seite zum Saaler Bodden und der Bucht des Permin. Von meinem Balkon habe ich also fast die selbe Aussicht, wie damals die Seefahrtschüler und ihre Kapitäns-Lehrkräfte bei Navigationsübungen. Südlich von Wustrow befindet sich heute die schmalste Stelle des Fischlandes: Mehr zur Geschichte des Permin am Ende meinem nächsten Blogbeitrags. Etwas weniger perfekt ist nur der Verkehr auf der recht vielbefahrenen L21.
Am Samstag habe ich das schon fast tropisch-schwülwarme Wetter dann gleich für zwei ausgedehnte Strandwanderungen von Wustrow Richtung Dierhagen gemacht. Mittags ging ich los und genoss die schier unendliche Freiheit und den Sonnenschein auf einem Spaziergang am ewig langen Strand.
Nach 4km (respektive einer Stunde) erreichte ich den Strandübergang 1 von Dierhagen, das sollte der Wendepunkt der heutigen Stranderkundung sein.
Nun kehrte ich um und machte auf dem Rückweg zweimal eine kleine Pause. So war ich ich nach 3 Stunden und 8km wieder zurück in der Ferienwohnung und konnte als Belohnung einen Espresso geniessen.
Doch das Wetter war so wunderbar, dass ich nach 16 Uhr gleich nochmals losging und in 1h10′ weitere 5.3km den Strand und das Ostseewasser erkundete. Auf dem Rückweg hatte ich den Strand wegen der fortgeschrittenen Tageszeit fast für mich alleine.
Wenn man die beiden Wanderungen und den Strandbesuch zusammenzählt, war ich am Abend tatsächlich etwa 15km gewandert! Das ist doch eine respektable Tagesleistung.
Am Sonntagmorgen rauschte die vorausgesagte schwache Gewitterfront durch. Am Mittag schien aber schon wieder die Sonne und die Wetterapp versprach ein paar weitere sonnige Stunden. Da nahm ich gleich nochmals die Gelegenheit wahr und erwanderte in zwei Stunden denselben Strand auf total 6.8km. Ich war komplett überrascht, dass heute fast gar keine Leute mehr am Strand waren. Auch der (am Samstag fast voll besetzte) Parkplatz der Ferienanlage hatte sich um mindestens 3/4 geleert. Da scheinen viele Leute nur das verlängerte Brückenwochenende an der Ostsee verbracht zu haben. Mit meinen gebuchten 22 Nächten werde ich ja schon fast ein Dauergast sein!
Da es nach der kleinen Wanderung noch nicht mal 15 Uhr war und noch 1-2 Stunden Sonnenschein vorausgesagt waren, packte ich kurzentschlossen den Strandstuhl aus dem Kofferraum meines Autos, ging damit nochmals zum Strand und genoss nochmals die warmen Sonnenstrahlen, bevor die zweite Gewitterfront sich langsam näherte.
Als es am Horizont dann doch recht dunkel wurde und die Wolkenbank sich dem Strand näherte, ging ich – glücklich über den schönen Tag – zurück in die Ferienwohnung. Kaum war ich dort angekommen und hatte den Sand und die Sonnencreme weggeduscht, tropfte auch schon der erste Gewitterregen auf den Boden des Balkons.
Das ist doch ein perfektes Timing! So kann ich gemütlich das Abendessen geniessen und durch die grossen Fenster zum Balkon den Regentropfen zuschauen.
Am Dienstag habe ich am Morgen die Wanderung nochmals wiederholt und kam sogar bis zum Strandübergang 1a von Dierhagen und konnte den Ausblick von der Bank auf der Düne auf den endlosen Strand, den blauen Himmel und das blaue und türkisfarbige Meer geniessen. Das waren dann nochmals 8.6km.
Ich war um 12:30 zurück in der Ferienwohnung, habe rasch etwas gegessen. Dann habe ich den Strandstuhl gepackt, den ganzen Nachmittag am Strand verbracht und den Sonnenschein genossen. Da die Wassertemperatur knapp erträglich ist, habe ich mich sogar zweimal in’s kalte Nass gewagt.





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