Must-Sees an der Coromandel Ostküste: Cathedral Cove und Hot Water Beach

Zwei Wunder der Natur werden an der Ostküste der Coromandel Halbinsel zu Recht touristisch vermarktet: Catherdral Cove und Hot Water Beach.

Ich wollte diese beiden Sehenswürdigkeiten natürlich besuchen und habe mich deshalb in der Nähe im Holiday Park von Cooks Beach für 2 Nächte einquartiert. Hier bin ich fast der einzige Gast mit Campervan (einer von Zwei oder Drei Vans) auf dem riesigen Feld und kann die hervorragende und relative neue Infrastruktur mehr oder weniger alleine nutzen. Toll!

Nach einer ruhigen Nacht, in welcher der Vollmond viel Licht spendete, wollte ich relativ früh den Weg zur Cathedral Cove gehen. Heute war ein wunderbar warmer und sonniger Sommertag angesagt! Es waren ja nur 10km bis nach Hahei mit seinem tollen Strand.

Kurz nach 9 Uhr war mein Campervan fast das erste Fahrzeug auf dem grossen Gratis-Parkplatz, welche aktuell nochmals vergrössert wird. Der Shuttlebus und sein sehr freundliche Fahrer wartete schon auf uns drei Frühaufsteher. Die Fahrt zum Start des 45-minütigen Wanderwegs (und zurück) kostet nur NZD 5, das finde ich ein tolles Angebot. Alternativ kann man auch rund 20-30 Minuten länger direkt vom Parkplatz aus gehen.

Ich freute mich schon auf die Bilder mit möglichst wenigen Menschen drauf…

Es folgt ein wunderbarer Weg rauf und runter entlang der Steilküste, an zwei weiteren Buchten vorbei, die man in wenigen Minuten erreichen kann. Diese spare ich mir für den Rückweg auf.

An der Cathedral Cove angekommen, empfängt einem eine paradiesische Bucht. Das noch recht hoch stehende Wasser und die ansehnlichen Wellen geben gerade den Weg durch die Cathedral Cove frei. Was für eine tolle Szenerie. Die gilt es jetzt noch zu geniessen, bevor die Massen ankommen. Ich schaue wieder belustigt zu, wie Fotos mit ausgestreckten Armen vor dem Kathedralen-Durchbruch gemacht werden müssen.

Auf dem Weg zurück bin ich dann noch die auch sehr malerische Stingray-Beach besuchen gegangen.

Die Gemstone Bay ist mit seinen grossen Steinen wohl nur etwas zum Schnorcheln und nicht wirklich fotografisch von der Küste aus erschliessbar.

Nach einem kleinen, mitgebrachten Snack am Start/Ende des Wanderwegs bin ich (und zwei andere Gäste) wieder zurück zum Parkplatz gefahren, nachdem der volle Shuttlebus entladen war.

Es war inzwischen Mittag und daher die perfekte Zeit, um die Hot Water Beach zu besuchen. Niedrigwasser ist heute um 14:41 und jeweils 2 Stunden vorher und nachher kann man dieser Attraktion geniessen. Ich habe um 12:22 die Prakuhr für 2 Stunden gefüttert (NZD 8) und habe mir beim Café nebenan einen Spaten (NZD 10 plus NDZ 10 Pfand) ausgeliehen.

Hot Water Beach ist eigentlich ein recht dramatischer Orte. Der Klang der heranrollenden, riesigen Wellen bis zum Ufer bei ochwasser bis zum heissem Sand unter den nackten Füssen bei Niedrigwasser zeigt die Hot Water Beach eine faszinierende Szenerie. Wegen eines Areal von thermischem Wasser, das nur bei niedriger Flut von unterhalb der Oberfläche des Sandes hervorkommt, hat Hot Water Beach schon fast einen kultartigen Status als Naturwunder auf dem Coromandel erreicht.

Die Hot Water Beach liegt normalerweise ziemlich verlassen da. Besucher kommen nur rund zwei Stunden vor und nach Niedrigwasser. Die Verlockungen des heissen Wassers bringt Menschen in Bussen, Campervans, Tourgruppen und Mietwagen an den Strand. Mit einer Mischung aus Aufregung, Faszination und Erwartung steigen die Besucher aus ihren Fahrzeugen, viele schon mit einem Spaten bewaffnet. Wenn man nicht wüsste, was hier abläuft, würde man sich verwundert die Augen reiben.

Aber bei Hochwasser erscheint der Strand so, wie man es erwarten würde – dramatisches brechende Wellem, kantige Felsen an beiden Seiden, und ein weiter Horizont mit dem schemenhaften Blick auf Inseln in der Ferne.

Bei niedriger Flut verändert sich die Szenerie ziemlich spektakulär. Jeden Tag, ohne Ausnahme, egal welches Wetter, ob Urlaubssaison oder nicht, wird sich eine Gemeinschaft von Menschen bilden, die sich innerhalb eines 20m Radius am Strand versammeln. Sie buddeln fleissig klein Pools, welche bis zur nächsten Flut oder der Zerstörung durch anderen Menschen verbleiben. Das enlaufende Wasser ist heiss – bis zu 64 Grad Celsius. Daher muss der Ort des eigenen Pools gut ausgewählt werden, damit man ihn überhaupt nutzen kann.

Vom Parkplatz geht ich, mit meinem Spaten ausgerüstet, zuerst über den flachen Strom und gehe dann rasch über den heissen Sand zu den „Hot Rocks“, wo schon fleissig gebuddelt wurde und einige Leute schon das heisse Wasser genossen. Ich fange an ein paar Stellen an zu buddeln, aber entweder kommt kein Wasser oder es ist viel zu heiss. Dann habe ich meine Stelle gefunden. Zu Dritt buddeln wir unseren Pool. Die zwei helfenden Frauen wollen nur schnell rein und sind dann schon wieder weg. Das ist halt so bei den „Must-Sees“: Vielen Besuchern bleibt nur sehr wenig Zeit in ihrem voll gefüllten Programm. Aber macht richtig Spass, im Sand zu buddeln.

Nur schwimmt das Wasser immer wieder von oben neuen Sand in den Pool. Aber als es geschafft ist, kann ich doch fast der Länge nach in etwa 20cm tiefem, warm-heissen Wasser die Aussicht und das Treiben rundherum geniessen. Gespräche entwickeln sich mit den Nachbarn und ich leihe meinen Pool gerne auch mal jemandem aus, wenn es mir zu heiss wird. Die Finger sind schon ganz schrumplig und die UV-Strahlen brennen mittags unbarmherzig vom Himmel. Ich mache mich auf zum Parkplatz, denn die Parkuhr wird bald abgelaufen sein und mein UV-Strahlenlimit könnte erreicht sein…

Mit hat dieser Besuch ungemein gefallen: Man arbeitet ziemlich streng, bildet Gruppen, kommt in’s Gespräch, und erfährt dann viel Entspannung in seinem Pool. Ein sehr soziales Happening!

Auch an einem kalten Coromandel Tag – oder einem regnerischen – kann man sich überlegen, einen Ausflug nach Hot Water Beach zu unternehmen.

Schwimmen kann man am Strand übrigens nicht, denn das verhindern sehr gefährliche Rips. Es werden extra Schilder aufgestellt und freiwillige Rettungsschwimmer sind im Sommer an Wochenenden vor Ort.

Wieder zurück auf dem weiterhin fast leeren Cooks Beach Holiday Park konnte ich es mir dann trotz UV-Belastung nicht nehmen, den Rest des Nachmittags im warmen Wasser des Pools und auf einer Sonnenliege zu verbringen. Das ist doch Hängenlassen wie es nicht besser geht… Die riesige Küche hatte ich für ein feines Nachtessen schon gestern ganz alleine für mich.

Selten hatte ich für so wenig Geld so viel Platz und so eine Menge moderner Infrastruktur (fast) nur für mich…

Und ich war gestern nach einem kurzen Besuch im kleinen Kaufmannsladen (für ein Eis und etwas Brot) noch am auch schönen Strand von Cooks Beach.

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