Der Bigurda Trail lädt zum Entdecken der Klippenküste des Kalbarri NP ein

Als Abschied vom Kalbarri NP besuchte ich heute Morgen die Sehenswürdigkeiten entlang der Klippenküste des Kalbarri NP.

Das kann man eigentlich recht gut auf dem 8km langen Bigurda Trail machen, denn dieser führt vom nördlichsten Red Bluff bis zum südlichsten Natural Bridge. Aber man muss sich mit anderen absprechen (welche zurück fahren), oder ein Velo deponieren oder den ganzen Weg wieder zurück gehen.

Ich habe es mir einfach gemacht, und bin mit dem Auto die ersten paar Aussichtspunkt angefahren. Den letzten Teil zwischen Island Rock und Natural Bridge habe ich auf dem tollen Bigurda Boardwalk (1.2km) dann zu Fuss unternommen. In Summe sind das dann trotzdem noch ein paar wenige Kilometer, aber definitiv nicht 16km!

Und ich war am Morgen hier, was bezüglich optimaler Ausleuchtung der Klippen eher suboptimal ist. Man müsste den Besuch vor Sonnuntergang machen.

Bigurda steht übrigens in der Sprache der lokalen Nanda für ein kleines Känguru, das auch als Euro bekannt ist.

Zuerst ging es via Pederick Lookout zum Red Bluff Lookout (500m): Red Bluff ist die höchste Erhebung. Mit einer Felswand von 100 m Höhe kann diese Landmasse von verschiedenen Orten in der Umgebung von Kalbarri aus gesehen werden. Die roten Klippen waren früher ein wichtiges Erkennungszeichen in der Seefahrt. Vom Pederick Lookout aus sieht man unten Sandstrände und die markanten Zuytdorp Cliffs im Norden.

Danach ging es mit der Eagle Gorge weiter. Während der richtigen Saison kann an von hier aus Wale und Seevögel beobachten, und ansonsten einfach den grossen Wellen zusehen. Ein Weg würde zum einsamen Strand am Fuss der Klippen führen.

Danach besuchte ich Shellhouse Grandstand: Diese Stelle sah vom Meer her gesehen für die Fischer wie ein muschelförmiges Haus aus. Die terrassenförmig angelegte Felswand lässt sich aber am besten bei Sonnenuntergang mit strahlendem Licht auf den Sandsteinfelsen betrachten.

Danach ging es mit dem Auto weiter zu Island Rock: Der widerstandsfähige Inselfelsen war einst Teil der Küste und stand jetzt als einsame „Insel“ gegen die Kräfte des Ozeans. Die Aussichtsplattformen sind nicht weit vom Parkplatz entfernt und bieten einen spektakulären Blick auf diese geologische Kuriosität.

Dann bin ich den Bigurda Boardwalk (1.2km retour) zu Natural Bridge gegangen. Von diesem Aussichtspunkt aus hat man einen weiteren atemberaubenden Blick auf die Küste. Mit etwas Glück kann man Wale und Delfine beobachten.

Ich hoffe stark, dass ich die Bilder alle richtig zugeordnet habe…

An den Wegen sieht man viele Spuren von Tieren. Die meisten halten sich aber versteckt irgendwo zwischen den Büschen. Ich habe mehrere Echsen und Eidechsen entdeckt, darunter ein Blauzungenskink (oder eine Blauzunge), welcher sich auf dem Bohlenwege aufgewärmt hat. Das namensgebende Euro habe ich nicht gesehen. Die blühenden Büsche und Pflanzen können sich etwas weniger gut verstecken und erfreuen einem mit ihrer Blütenpracht. Nach dem nächsten Regen, der morgen ankommen soll, wird das hier noch viel bunter aussehen!

Nach dem Besuch der Kliffküste habe ich mich auf den Weg nach Geraldton gemacht.